Zitat von Traumwandler:aber ein ganzes leben ohne partnerschaft sein, macht laut der forschung nicht glücklich.
Das heutige Streben nach dem Glück ist so und so eine neumodische Erscheinung, genauso wie die ewige Selbstoptimierung, das Achtsamkeitstraining, den Zwang stetig in Kontakt mit den Mitmenschen sein zu müssen, sonst gilt man als unsozial. Ständig soll man den Horizont erweitern und nach Möglichkeit schon möglichst früh in vielen Länern unterwegs gewesen sein.
Ich persönlich denke, das stresst die Menschen nur. Glück ist doch nie etwas Absolutes, man ist nicht immer glücklich.
Wie wäre es mit Zufriedenheit und für die Introvertieren und Hochsensiblen vielleicht auch das Alleine-Sein mit sich ohne den gesellschaftlichen Druck, so zu sein und das zu machen, was heutzutage erwartet wird. Das ist doch alles krank.
Man muss das Leben nehmen, wie es eben ist.
Ich bin, war selten überschwänglich glücklich, weder in der Ehe, noch mit Kindern, noch alleine, noch mit den Partnern nach der Ehe.
Es gibt immer Probleme und Sorgen, wie oft dachte ich, in besonders schweren Situationen schon: Hättest du bloß keine Kinder bekommen oder hättest du dieses gemacht oder nicht gemacht...
Dieses Denken nutzt einem rein gar nichts, denn wir haben so etwas wie eine Lebensaufgabe, die es zu erfüllen gibt.
Klar, jemand der sich einen Partner/in wünscht und Kinder und niemanden findet dafür, hat natürlich einen Mangel.
Man kann aber doch nichts erzwingen, dann ist das eben so. Dann versucht man sich zu entspannen und schaut eben, wer da noch so kommt.
Partnerschaften werden so gehyped, dabei ist es so selten, dass eine Partnerschaft wirklich glücklich und ausgefüllt ist. Zumeist erfüllt man sich doch nur gegenseitig einen Mangel und ein Streit schon morgens, kann einem auch den ganzen Tag verhageln.
Ich jedenfalls war noch nie so entspannt, wie jetzt ohne Partner und ich habe auch noch nie so wenig geweint.
Das ist mir mal so aufgefallen. Ich habe oft geweint oder war gestresst.