Hallo @elena112 ,
geht es Dir besser?
Hast Du noch immer ein schlechtes Gewissen?
Zitat von elena112: Verbiegen würde ich jetzt nicht sagen,
Aha.
Nur... Du vertrittst deine Meinung nicht.
Sondern Du lässt Dich lieber dominieren, zur Vermeidung.
Zitat von elena112: aber ja, wenn ihm mal was nicht passt, obwohl ich anderer Meinung bin. Entschuldige ich mich und lass es so, weil er sonst tausendfach auf mich weiter reden würde ohne mal mich zu verstehen.
Also, Du entschuldigst Dich dafür, eine andere Ansicht zu haben?
Um des Friedens willen?
Immer?
Und bei großen Fragen auch?
Wie etwa Nahostpolitik, Richtig und Falsch, gemeinsamen Entscheidungen für die Zukunft...?
Was geschähe, wenn DU das mal bei ihm tätest?
Nur aus Neugier gefragt.
Du machst einen Denkfehler:
Es geht nicht um verstehen, es geht um Akzeptanz!
Ich kann deine Meinung total doof finden, als schwachsinnig dargelegt betrachten und meinen, dass Du völlig falsch liegst.
Final - habe ich sie jedoch zu
respektieren.
Eine gleichberechtigte Partnerschaft in der nur einer "Recht" hat.
Funktioniert das?
Zitat von elena112: Und deswegen weiss ich wenn er das erfahren würde, wäre es das schlimmste Gespräch, weil er meine Sichtweise gar nicht verstehen würde und auf mich ganze Zeit nur einrede würde
Öhm, nicht erzählen.
Lohnt sich nicht.
Das gefällt mir nicht von ihm.
Weil:
-Du erwachsen bist und aus dem Alter raus, wo Du Mama und Papa Rechenschaft schuldig bist, es sei denn dein Partner ist Dir... übergeordnet,

-Dein Freund mal das Wort "Nein" lernen muss und damit leben!,
-man mit Intoleranz heute echt nicht weiter kommt und
-generell zurückstecken macht was mit einem.
(Ich weiß nicht, ob es so bei Dir ist. Ist es das?)
Wer seine Position nicht verteidigt, der verteidigt letztlich sich und die eigenen Werte nicht.
Nimmt sich selbst weniger wichtig als den anderen.
Lässt sich klein machen.
Ein Gefährte sollte einen stärken, das Vertrauen aufbauen.
Stell' Dir mal vor, was sonst bei "Herr der Ringe - Die Gefährten" rausgekommen wäre: Wenn Frodo immer getan hätte, was z.B. Boromir wollte.
Wäre das gut gewesen?
Zitat von elena112: Ich weiss auch nicht wieso ich das mitmache.
Nur DU kannst das für Dich beantworten.
Die Antwort(en) sollten überzeugend sein.
Überwiegt das Gute in deiner Beziehung das Schlechte?
Zitat von elena112: ich liebe ihn ja.
Ihr beide seit jung.
Menschen verändern sich.
Beziehungen auch.
Von Zeit zu Zeit die eigene Partnerschaft kritisch von außen zu betrachten ist hilfreich.
Was spricht für ihn, was nicht?
Würde ich ihn heute wieder wählen?
Wie geht es mir in meiner Partnerschaft?
Sehe ich gerne eine Zukunft mit ihm?
...
Zitat von elena112: Ich weiss nicht wieso er mir nicht vertraut,
Wie begründet er das?
Wie geht es Dir damit?
Nehmen wir mal an, Du wärst heute Single.
Wenn ich Dir sagte, dass Du einen Freund haben kannst, der Dir nicht vertraut und deine Meinung nicht gelten lässt, was würdest Du sagen?
Übrigens, weil "wir sind ja schon so lange zusammen" zählt nicht.

War ich auch, länger als Du, andere noch länger.
Ein Rezept für Glück ist das nicht.
Mit jemandem zusammen, sollte man mind. genauso zufrieden sein, eher mehr, als ohne ihn.
Ferner, man selbst sein können und so auch angenommen werden.
Alles Gute