Zitat von Isely:
Das spreche ich dir nicht ab, keiner AF.
Aber einen grossen Vorteil habt ihr eben , euer Leben geht bis auf den Liebeskummer weiter, es sind keine gemeinsamen Kinder da, die beim aufliegen und den Kummer danach vieles mitbekommen. Eure Lebensplanung inclusive hohe finanzielle Investition krachen nicht ineinander.
Wenn ihr euch trennt , braucht ihr keine neue Wohnung oder ?
Viele finden dann keine bezahlbare in der Nähe der Schule ihrer Kinder. So muss eine EF entscheiden, die Kinder ggf. aus der Schule zu nehmen, die Kinder verlieren neben ihrem Vater auch noch ihre Freunde und ihr Umfeld.
DAS alles , so leid es mir tut, kann man einfach nicht mit einer Affäre vergleichen.
Wer von euch sagt dann einer EF :
Du , ja ist schon nicht toll, aber hättest dir mal mehr Mühe gegeben. SUPER!
Auch das stimmt nur zum Teil.
Wenn du hier wirklich aufmerksam gelesen hast, dann wüsstest du, dass einige Af sehr wohl sowohl ihren Job als auch ihre Wohnung verloren haben.
Einige sind ans andere Ende Deutschlands gezogen, weil sie es anders nicht geschafft haben, sich dem Sog zu entziehen, den ständigen Avancen des Affärenführers, der sie einfach nicht in Ruhe lassen wollte. Die haben es einfach nicht geschafft, in derselben Firma zu bleiben, im selben Ort zu wohnen und seinen Annäherungsversuchen immer wieder ausgesetzt zu sein.
Und den Liebeskummer bagatellisierst du, wie ich finde. Gerade in Affärengeschichten geht der oft weit über das normale Maß hinaus, stürzt die Leute in ganz schwere, existentielle Krisen. Auch das kannst du hier vielfach nachlesen.
Und was die Kinder betrifft: Dazu hat Brightness das Wesentliche gesagt.
Aber worum geht es dir hier eigentlich? Geht es hier um einen Wettbewerb darum, wer mehr leidet?
Das kann es ja wohl nicht sein, oder?
Geht es nicht viel mehr darum, durch den Austausch etwas zu lernen? Über sich selbst, über Beziehungsdynamik im allgemeinen und in Dreiecksgeschichten im besonderen?
Oder geht es dir schlicht darum, auf andere draufzukloppen?
In diesem Zusammenhang finde ich übrigens deinen letzten Satz ganz bezeichnend:
Zitat:Wer von euch sagt dann einer EF :
Du , ja ist schon nicht toll, aber hättest dir mal mehr Mühe gegeben. SUPER!
Was heißt denn "euch" in diesem Zusammenhang? Meinst du alle sogenannten AF? Ist das dein ernst?
Ich gehe mal von mir aus. Ich bin über fünfzig. Habe also etwa gut 35 Jahre im beziehungsfähigen Alter hinter mir.
Sieben Monate davon war ich eine AF. Die restlichen mehr als 34 Jahre war ich es nicht. In der Zeit war ich alles mögliche, habe alle möglichen anderen Erfahrungen gemacht.
Und so wie bei mir ist es bei den meisten anderen auch.
Diese sieben Monate machen mich jetzt zu einer ewigen Af in deinen Augen? Alles, was ich vorher an Erfahrungen gemacht habe, an Wissen gesammelt habe, das geht für dich in der Tatsache unter, dass ich mal sieben Monate meines Lebens als AF verbracht habe? Und alles, was in meinem Leben danach kam, auch?
Komm schon! So simpel kann niemand gestrickt sein, dass er ernsthaft in solch billigen und unhaltbaren Kategorien denken will.
Und wie gesagt: Was ich hier beispiehaft über mich gesagt habe, das gilt für fast alle anderen auch.
Du tust so, als wäre alles, was von "so einer" kommt, von vornherein wertlos?
So ein geballter Blödsinn.
Wenn ich mich mit Leuten austausche, dann frage ich mich viel eher, wieviel Erfahrung dieser Mensch hat, was für Erfahrungen das sind, wie komplex er allgemein denkt, wieviel Wissen er über das Thema hat und solche Sachen. Das sind so für mich die Kriterien, ob ich eher geneigt bin von jemandem einen Rat anzunehmen oder eher nicht.
Alles andere wäre in meinen Augen wirklich strunzdumm.
Aber selbst alle anderen sind insofern wertvoll, als sie mit ihren Geschichten dazu beitragen können, den eigenen Erfahrungshorizont zumindest indirekt zu erweitern.
Das ist ja das schöne an so einem Forum: Man hat die Gelegenheit, mit Menschen in Kontakt zu kommen, zu denen man im echten Leben gar keine Berührungspunkte hätte.
Da von vornherein idiotische Kategorien zu eröffnen, Grabenkämpfe zwischen angeblich verfeindeten Gruppierungen zu pflegen, finde ich mehr als kontraproduktiv.