Zitat von Mira_:Warum sind diese Menschen in solch eine Situation gekommen?
Einerseits wohl menschlich...Affäre könnte fast jedem passieren.
Vielleicht zu lange allein gewesen , zu ausgehungert, enttäuscht in der Ehe , daher diese Bedürftigkeit und Empfänglichkeit für die Abhängigkeit in der Affäre ?
Andererseits hat es sehr oft mit der Vergangenheit * zu tun und nicht weniger mit der Gegenwart ( die Affäre ) warum man in einer Affäre sich abhängig macht und sich davon nicht besser lösen kann. Warum macht man die 2. Geige mit ?
Zitat von Tisiphone:Die Welt ist voll von ungebundenen Männern - warum schießen sich AFs immer auf ein einziges, noch dazu gebundenes , OdB ein und können dieses nicht loslassen? Ist es der Spaß am Leiden - denn an diesen Punkt kommt jede AF bei einer längeren Dauer? Weil man tiefe Gefühle empfindet, auch wenn es negative und Herzschmerz verursachende sind? Kommt mir ein bisschen so vor wie bei Menschen, die sich ritzen, nur um sich selbst zu spüren. Ich werde das nie verstehen, wie man so lange in einer aussichtslosen Position verharren kann und das Ganze nicht beendet. Mit Liebe hat das m.E. nichts zu tun, auch nicht mit Selbstliebe. Und es geschieht täglich tausendfach - keine der AF nimmt sich andere leidvolle Geschichten als Vorbild, um daraus zu lernen und für sich die Konsequenzen zu ziehen. Jede hofft, bei ihr möge es anders ausgehen, gegen alle Wahrscheinlichkeit und Statistik.
* Nicht selten glaube ich, spielt die negative Erfahrung mit dem eigenen Elternhaus eine Rolle. Wenn ich schon als Kind nicht genügend Liebe bekam und als Erwachsener jeden Strohhalm nahm und prompt bei einen gebundenen Mann gelandet bin. Das Muster von unbefriedigenden Liebesbeziehungen kann sich durch das ganze Leben durchziehen, ewige Suche nach ein bischen Liebe.
Oder Affären in der eigenen Familie " gewöhnlich " waren , bzw. wechselnde neue Partner und dieses " Modell " als " normal " später nachimitiert wird .
Oder man um die Liebe des Vaters damals kämpfen/ betteln musste und es sich später bei Männerbeziehungen ( Affären ) wiederholt.
Dieses um Liebe Kämpfen hatten wir hier ja als Thema schon. Manche " müssen " wohl darum kämpfen und andere weniger.
Ich will damit sagen , dass mir auffällt, dass es oft geschlechtsspezische Unterschiede bei Affären gibt. Anscheinend nehmen AF- Frauen mehr die Konkurrenzrolle ( zur EF ) ein , als umgekeht bei Männern. Vielleicht leiden Frauen ungefragt mehr und machen sich mehr abhängig in der vermeintlichen " Liebe " als Männer?
@Bergblume , 4 Jahre abhängige Liebe im Dreieck mit Lug und Betrug , ich vermute es kann ähnlich im Gehirm ablaufen wie bei einer Sucht , wo man es allein in die Realität nicht mehr schaffen kam . Ich vermute trotz der Hilfe dieses Forums ist es zu kompliziert da raus zu kommen und daher empfehle ich Dir zur Aufarbeitung Deiner Vergangenheit : Psychotherapie.