Zitat von Tamaraaaa:Glaub mir, das gibt es!
Die Freundin meiner Affäre hat sich über das S. Leben mehr als ausgelassen und es als "besteigen" bezeichnet.
Schade, dass du hier für Bergblume antwortest. Haette mich schon interessiert, ob sie eine Freundin der Familie war. Das wuerde auch die vielen Kontakte zur EF erklären.
Zitat von Frosch_geküsst:Für mich Therapie = Erkrankung, Coaching und Co = Neuorientierung/Weiterentwicklung.
Ja, stimmt schon. Vielen Betrogenen wird eine Posttraumatische Belastungsstoerung attestiert, vielen eine mittel- bis hochgradige Depression. Der Begriff Coach ist uebrigens nicht geschützt, kann sich jeder so nennen.
Deshalb @kuddel7591 an so etwas sollten sich Freunde nicht versuchen. Mal davon abgesehen, dass Freunde, die gerade nach langen Beziehungen oft gemeinsame Freunde sind, sich ueberfordert fühlen. Und die Hausärztin, die Menschen mit frischem Liebeskummer nicht krank schreibt, würde ich elegant wechseln. Arbeitet sich nicht wirklich gut, wenn man tagelang nicht gegessen, geschlafen und durchgeheult hat. Ein verantwortungsbewusster Hausarzt wird einen Menschen im Trennungsschock selbstredend "akut" zum Psychotherapeuten überweisen. Denn er wird die Frage, ob der suizidgefaehrdet ist, nicht auf die eigene Kappe nehmen.
Zitat von Meerschaum:Ich würde das gerne weniger anklagend beschreiben, liebe Anna! Man ist nicht auf der Suche nach dem "besseren" Glück, sondern überhaupt mal wieder nach Glück. So war es jedenfalls bei meinem Mann und mir damals. Wir mochten beide unsere damalige Lebenssituation nicht mehr. Wir hatten uns über die Jahre entfremdet bei all dem Stress, den die Rushhour des Lebens so mit sich bringt. Das wurde uns erst bewusst, als Ruhe einkehrte. Das Kind war groß, die Eltern verstorben und die berufliche Laufbahn hatte ihren Höhepunkt überschritten. Viele Ziele hatten wir erreicht. Das Häuschen war gebaut, die Karriere war gemacht und es gab keine Ziele mehr in unserem Leben, die realistischerweise noch erreichbar waren. Von einigen Träumen mussten wir uns endgültig verabschieden und das fiel uns beiden sehr schwer. In der Hypnotherapie entstand in mir ein Bild von der damaligen Lebenssituation, das einem verbrannten, dunklen Wald glich.
Zitat von Meerschaum:Viele Ziele hatten wir erreicht. Das Häuschen war gebaut, die Karriere war gemacht und es gab keine Ziele mehr in unserem Leben, die realistischerweise noch erreichbar waren. Von einigen Träumen mussten wir uns endgültig verabschieden und das fiel uns beiden sehr schwer. In der Hypnotherapie entstand in mir ein Bild von der damaligen Lebenssituation, das einem verbrannten, dunklen Wald glich. Ich habe das weiter oben schon beschrieben. Vor allem aber mochten wir nicht mehr, was aus uns geworden war. Wir bemerkten plötzlich, dass auch unser Leben endlich ist.
Du schilderst hier etwas, das recht häufig Auslöser für Affairen ist. Die Frage: "Kommt da noch was?". Da liegt der Auslöser dann eben nicht beim Ehepartner, sondern im Selbst.
Zitat von Himbeereis:Meerschaum, das liest sich alles sehr romantisch.
Aber.... einen Alterungsprozess erlebt jedes Molekül, ob biologisch oder synthetisch.
Diesen Vorgang u.a. als ursächlich für fremd gehen heranzuziehen?
Das ist doch sehr vereinfacht dargestellt.
Manchmal geht es nicht um einen schleichenden Prozess, wie Meerschaum ihn schildert, sondern um einen Schock, wie Todesfälle oder Krankheiten. Der Affairenfuehrer will sich ablenken. Von sich selbst und den eigenen Ärgsten.Ob bei Bergblumes AM so etwas vorliegt, wissen wir nicht. Grundsätzlich bin ich aber ueberzeugt, dass das neue Leben mit so einem Krisen-AP auf Dauer nicht rosig wird. Ein Neustart in der Ehe aber natürlich auch nicht.