Zitat von kuddel7591:Die Denke: "Ich weiß, was ich ´zu Hause´ habe, weiß aber nicht, was ich (im Alltag) mit einer anderen Frau bekomme!" ...ist sicher gar nicht soooooooo abwegig. Dass darüber nicht geredet
wird - klar, oder? Dass diese "Denke" eine nicht unbedeutende Rolle spielt, wird LEIDER viel zu
oft als "Feigheit" vor einem Neuanfang mit einer "neuen" Frau gesehen....und DANN werden Männer oft als "Mimimimi" bezeichnet....im Forum an vielen Stellen nachzulesen...
Da stimme ich dir zu!
Allerdings, auch wenn sich manche Begründungen hier ähneln, darf man es nicht verallgemeinern finde ich.
Jede Situation ist anders.
Auch die tatsächlichen Gründe, warum eben kein Neuanfang mit der AF oder AM gewagt wird, ist sicherlich immer wieder anders.
Ja klar, die verlassene AF oder AM unterstellt ihrem AP "Feigheit" (der reine Selbsterhaltungstrieb /Erklärungsnotstand) - das mag ohne weiteres auch schon mal so sein. Möglicherweise aber nicht so oft, wie gedacht.
Ich glaube, dass es oft nicht ganz so klar ist, bezüglich der Gefühlswelt des betrügenden EP. Auch hier gibt es diverse Gründe, warum es dazu kam, und auch hier gibt es unterschiedlichste Emotionen, die dann unterschiedlichste Entscheidungen hervorrufen. Ja, und es gibt auch viele unterschiedliche Charaktere, auch wenn es manchmal ähnlich erscheint.
Zitat von Hitachi:@kuddel geb ich dir zum Teil recht! Ist es aber auch nicht so das einige diese unentschlossenen Männer sich ihrer desolaten Ehen durchaus bewusst sind,mit ihren EF aber auch nicht reden wollen,sich dem ganzen Stress nicht stellen,es lieber hinnehmen...das sind ganz klar Feigling.... aber natürlich betrifft das nicht nur fremdgehende EM das gleiche gilt auch für fremdgehende EF!
Dass es immer vorher eine lieblose Ehe war bzw. es keine Liebe mehr gab zwischen den EP, stimmt so grundsätzlich nicht. Das mag es selbstverständlich auch geben - ist aber eben nicht immer so.
Somit ist nicht jeder "Betrüger" ein Feigling, wenn er/sie es dann doch nicht mit der AF/AM wagt. Vielleicht wird auch einfach nur festgestellt, dass die Affäre doch nicht so zukunftstauglich ist oder eben die Gefühle doch nicht so stark bzw. ausreichend.
Und, möglicherweise wird eben auch festgestellt, dass die Ehe eben doch nicht so schlecht war und man den EP doch noch liebt.
Dann und wann war auch ein Wechsel nie geplant.
Damit kann eine Ehe, die nach einer positiven Affären-Aufarbeitung ganz neu und auch anders funktioniert, nicht grundsätzlich als "desolat" bezeichnet werden. Allerdings ist das ein harter Weg, der vermutlich oft nicht funktioniert und das Engagement beider EP voraussetzt.
Ich kann nicht akzeptieren, dass hier fast immer verlassenen AP gesagt wird, dass sie/er doch ihren ExAP in seiner/ihrer "desolaten" Ehe mit dem "schlimmen" EP lassen sollen, wenn er/sie sich eben gegen den AP entschieden hat.
Auch finde ich es einfach schwierig, wenn dabei die Protagonisten in unterschiedliche Schubladen verfrachtet werden, natürlich abhängig der Perspektive.
Die negativen Attribute sind dann i.d.R:
Die betrügenden EP sind dabei i.d.R. feige, schwach, böse und auch IMMER Wiederholungstäter.
Die betrogenen EP sind dabei i.d.R. dumm, naiv, ohne Selbstbewusstsein, kontrollsüchtig und oft psychisch krank bzw. lebensuntüchtig
Die AP sind dabei i.d.R. durchtrieben, böse und egoistisch.
Vielleicht sollten wir uns mal davon lösen. Wir sind alles nur Menschen und machen ALLE Fehler.