Hab grad wieder mal einen dicken Kloß im Hals. Dieser Lockdown vermasselt mir wohl alles mit meiner favorisierten Dame. Eine gewisse Zeit kann man mit Schreiben und Telefonieren überbrücken - so war es bei uns während der Weihnachtsferien. Solange noch die Spannung da ist, die Vorfreude auf den nächsten Schritt im Kennenlernen (zuerst das Telefonieren, dann das erste Date). Nun sind diese beiden Schritte getan und beim Schreiben geht einfach die Puste aus. Normalerweise hätte ich jetzt in dichter Folge erneute Dates angestrebt, und zwar zum Essengehen, ins Museum, ins Café, und wenn alles passen würde, schließlich bei einem von uns zuhause. Und jetzt? Das höchste der Gefühle wird wohl ein erneuter Spaziergang durch die Eiseskälte am nächsten Wochenende sein - es sei denn, das Wetter wird wieder schlecht, naja, dann eben auch das nicht
Ich schätze die Lage so ein, dass die Dame ein unserem aktuellen Dating-Stand angemessenes Interesse an mir hat. Wahrscheinlich ist sie mir jetzt nicht komplett verfallen, aber da könnte was draus werden. Deshalb kommt der Kontakt auch nicht zum Erliegen, immer wieder auch auf ihre Initiative. Aber die nächste Stufe im Dating muss her, mehr Vertrautheit, weniger Smalltalk, mehr Ruhe, mehr Möglichkeiten, sich näher zu kommen. Der Chat kann das nicht ersetzen.
Gestern hatte die Dame auch irgendwie einen emotionalen Hänger wegen der Einschränkungen. Man könne nichts machen, keine Events, kann nicht essen gehen "mit Freunden oder mit dir"... (immerhin hat sie mich hier erwähnt).
Und das macht mich traurig, denn ich sehe das sich hier verlaufen. Irgendwann wird es auch albern, sich jeden Abend eine gute Nacht zu wünschen und sich jeden Morgen zu begrüßen, ohne dass wirklich mehr passiert. Alle unserem aktuellen Bekanntheitsgrad aus meiner Sicht angemessenen Komplimente sind gemacht, mehr wäre unglaubwürdig.
Der Deadlock im Lockdown
