UPDATE

Für mich-für später und für alle, die es gern lesen-lieben Dank!

Ich merke, dass es mir Stück für Stück immer besser geht. Es gibt insgesamt noch einige tiefe und traurige Phasen, aber ich falle nicht mehr ins Bodenlose, es zerreißt mich nicht mehr (na gut-ganz selten) und ich bin wieder in der Aktion angekommen: Gottseidank sage ich mal. Einmal am Tag weine ich mindestens noch und meine Gedanken sind immer noch sehr oft bei ihm.
Die Antidepressiva, von denen ich sowieso nur 1/3 der Mindestmenge genommen habe (Absprache mit Arzt), ist nun...öhm...auf... mit dem Kehrwert mal nehmen...

1/6 reduziert.
Essen klappt besser, aber so richtig bin ich noch nicht bei normal angekommen.
Schlafen ist leider noch mit Albträumen verbunden und das Einschlafen könnte besser klappen.
Ich gehe größtenteils wieder normal arbeiten.
Auch die furchtbare Hoffnungslosigkeit weicht einer sanften Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Mir wird immer klarer, warum ich ihn "mehr" geliebt habe als andere, warum ich dachte, er wäre der Mann für mehr:
Er war einfach so wenig it sich und seinen Gefühlen und Bedürfnissen in Kontakt, dass er mich genauso behandelt hat, wie meine Eltern mich damals behandelt haben:
Mal sehr kümmernd und liebevoll und dann ohne "echten" Auslöser auf 180 und auf unbestimmte Zeit weg. Während der Beziehung wurde mir das einfach nicht klar, sondern habe ihn lediglich ermuntert, weiterhin eine Therapie zu machen und war überzeugt, dass er das hinbekommen wird. In den Phasen, in denen er sich zurückgezogen hat, hab ich mich um mich gekümmert...genauso wie früher, wenn meine Eltern sich in verschiedenen Zimmern eingeschlossen haben und ich allein war und ich mich komplett selbst versorgen musste. Als Kind denkt man ja, das sei normal...offensichtlich habe ich da noch nicht genug "umgedacht" und schaue mit meinem Therapeuten da genauer hin.
Mein inneres Kind auf jeden Fall hat sich sehr gewünscht, dass er (bzw. der Elternkonflikt) anders entscheidet und für mich kämpft. Tja schade, aber wer weiß, selbst WENN er das getan hätte, hätte mein inneres Kind das annehmen können? Weiß ich nicht, nicht wichtig. Wichtig ist, zu erkennen, warum es mir so schlecht ging und zum Teil immer noch geht, obwohl die Beziehung einfach nicht lang war.
Interessant ist, dass ich mich ähnlich wertlos fühle wie damals als Kind, ABER ich mich einfach auch nicht mehr so hilflos fühle wie als Kind. Ich offensichtlich gelernt habe, dass ich mein Leben in der Hand habe und für mich sorgen kann. Man kann also Muster umlernen und nun ist halt dieses Muster "mal überverfügbar-gar nicht verfügbar" dran.
Ohne Liebeskummer hatte ich ein gutes Selbstwertgefühl und da gehe ich nun ran und arbeite. Gibt doch nichts Schöneres, als sich die Liebe zu sich selbst zu erobern. Da kann ich mir der Erwiderung doch sicher sein!
Bin also auch aus der Achterbahn ausgestiegen, liebe @Helli . Nun fahre ich mit der Bimmelbahn zur Liebeshöhle und schaue mal, was sich da so ergibt...mit mir
