Zitat von Looserin: Ich war 7 Jahre in einer On-off-Beziehung,
On-Off-Beziehung ist kagge, egal ob mit 16 oder 60. Nur hat man vielleicht mit 60 eine größere Lebenserfahrung

? Warum hast Du das 7 Jahre lang mitgemacht?
Zitat von Looserin: aus der ich mich vor 3 Monaten befreite.
D. h. Du hast endlich Schluss gemacht? Gratuliere!
Zitat von Looserin: Es fiel mir total schwer auf Null Kontakt zu gehen, weil ich in jeglicher Hinsicht von meinem Ex abhängig war. Ich habe keine Freunde und ich bin arbeitslos.
Das sind aber unterschiedliche Baustellen. Emotionale und gar finanzielle Abhängigkeit ist das eine - aber die Pflege von Freundschaften und Arbeitslosigkeit ist etwas ganz und etwas, wofür Du alleine zuständig bist. Mit oder ohne Partner.
Zitat von Looserin: Ich wusste von Anfang an, dass er mich nicht liebt, aber ich hatte immer die Hoffnung, dass es irgendwann vielleicht doch werden könnte, zumal er nach jeder Trennung wieder auf mich zu kam.
Du wusstest, dass er Dich nicht liebt? Warum hast Du Dich darauf eingelassen? Lies es bitte nicht als Vorwurf, mich macht es immer traurig, wenn ich sowas lese. 7 Jahre Hoffen und Bangen und letztlich Wissen, dass es nicht gut läuft…
Zitat von Looserin: Vor ein paar Tagen hab ich ihn getroffen, aber er lief achtlos an mir vorbei. Ich dachte, das wäre wieder eine neue Masche von ihm, weil er hat mich oft absichtlich verletzt. Aber jetzt bin ich mir ziemlich sicher, dass er eine Neue hat, denn er ist keinen Abend zuhause.
Woher weißt Du, dass er keinen Abend zuhause ist? Wohnt Ihr noch zusammen, spionierst Du ihm nach? Du hast Dich - zu recht - von ihm getrennt. Es sollte Dir egal sein, was er jetzt macht und tut.
Zitat von Looserin: Jetzt weiß ich, dass ich niemanden mehr habe und das tut unheimlich weh.
Naja. Du hattest doch auch schon vorher keinen verlässlichen, liebenden Partner.
Zitat von Looserin: Ich bin zur Zeit krank. Hab eine starke Bronchitis und ich hatte Streit mit meinen Kindern. Es ging um mein Enkelkind, das ich jetzt auch kaum mehr sehen darf.
Dass Du krank bist tut mir leid, ich wünsche Dir gute Besserung. Der Streit mit Deinen Kindern sollte sich vielleicht aufdröseln lassen - Gespräche ohne Vorwürfe könnten helfen.
Zitat von Looserin: Ich(60) liege nur Zuhause rum oder geh mal spazieren. Da ich in einem kleinen Dorf wohne, wo absolut nix los ist, kann ich im Moment gar nix anderes tun.
Hast Du gar keine Kontakte in dem kleinen Dorf? Wie lange wohnst Du dort? Ich bin auch nicht der total extrovertierte gesellige Typ und ab und zu fällt mir auch die Decke auf den Kopf. Aber so richtig langweilig ist mir nie, weil ich trotzdem ne Menge zu tun finde: Basteln, Renovieren, Nähen, Aufräumen, (Ein)Kochen… irgendwas findet sich.
Darüber hinaus gibt es aber auch eigentlich überall Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Darum musst Du Dich halt selber kümmern, es wird niemand bei Dir klingeln.
Zitat von Looserin: Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich das mal ändert.
Die sich selbst erfüllende Prophezeiung… nicht gut!
Zitat von Looserin: Die (manchmal) schöne Zeit mit meinem Ex ist nun endgültig vorbei.
Wie oft war es denn ernsthaft wirklich schön, bei 7 Jahren On/Off und Deiner Gewissheit, dass er Dich nicht liebt?
Zitat von Looserin: Ich glaube, in diesem Leben komm ich nicht mehr auf die Beine.
Du kannst natürlich auf Dein nächstes Leben hoffen

.
Alternativ könntest Du auf Dein jetziges gucken, ein wenig aus der Opferrolle rauskommen und gucken, was Du ändern/angehen kannst, um es Dir ein wenig schöner zu gestalten. Findest Du es wirklich bereichernder, einen Mann an Deiner Seite zu haben, der zwar irgendwie da ist, Dich aber nicht liebt, womöglich noch nicht mal sonderlich mag? Hauptsache nen Kerl?
Von Bürgergeld oder ner mickrigen Rente zu leben ist ganz sicher alles andere als toll! Siehst Du Möglichkeiten für Dich, daran etwas zu ändern? Irgend ein 520-Euro-Job z. B., wenn Du gesundheitlich wieder besser aufgestellt bist? Oder gar eine Vollzeittätigkeit?
Am wichtigsten finde ich jedoch, dass Du das Verhältnis zu Deinen Kindern wieder grade biegst. Egal, woran das Zerwürfnis gelegen haben mag - Du leidest doch anscheinend drunter. Mach den ersten Schritt.
Und dann alle weiteren Schritte, so nach und nach
