Zitat von Mariaa89: Was mich daran stört ist , dass es oft so dargestellt wird, als würde eine lange Affäre eine Ehe stabilisieren, weil der Mann es dann besser mit seiner Frau aushält
Das mag dich stören, es entspricht in der Praxis aber oft der Wahrheit.
Viele Männer führen Affären eben nicht, weil sie die Ehe verlassen wollen, sondern weil sie sie
nicht verlassen wollen.
Und das betrifft in der Tat überwiegend Männer. Frauen neigen eher dazu, die Ehe zu verlassen, wenn sie sich anderweitig verliebt haben.
Das heißt, die "Stabilisierung" besteht darin, dass der Mann sich anderweitig holt, was er braucht, oder was er glaubt zu brauchen, um aus seiner Sicht in der Ehe bleiben zu können.
Zitat von Mariaa89: Aber stabil ist da nix, die Frau weiß einfach nicht um ihr "Glück"...Bei uns hat die Affäre jedenfalls alles destabilisiert...
Ja, sie hat möglicherweise alles destabilisiert. Aber vor allem deshalb, weil sie aufgeflogen ist. Und damit hat dein Mann ja nicht gerechnet. Das war nicht sein "Plan".
Du musst diese Stabilisierungstheorie nicht aus deiner Sicht sehen, sondern aus Sicht deines Mannes.
Aber so sehr hat es deine Ehe doch auch wieder nicht destabilisiert. Du bleibst ja bei ihm.
Zitat von Mariaa89: Und das wieder mehr Leidenschaft empfunden wir nach Betrug und alles eine neue Ebene bekommt, sehe ich sehr skeptisch.
Wieso? Stimmt doch.
Du hast doch selbst geschrieben, dass du nach Auffliegen ein großes Nähebedürfnis und auch großes se*uelles Interesse an ihm hattest.
Das ist doch der Klassiker.
Dass dem eigentlich Verlustangst zugrunde liegt, spielt eine untergeordnete Rolle. Tatsache ist, dass da erst einmal wieder große Leidenschaft war.