Zitat von Akelei76: Und wieso sollte ich diesen Müll der mir serviert wurde alleine kauen? Diese Art falscher Stolz ist mir fremd.
Nein, nicht falscher Stolz.
Damit hat es, zumindest bei mir, absolut nichts zu tun.
Ich hab mir ja auch Hilfe geholt, aber eben außerhalb.
Das Problem, wenn du dich innerhalb des engen Kreises öffnest, es gefährdet auch einen Neuanfang.
Es beeinflusst deine eigene Auseinandersetzung mit der Situation.
Führt zu neuen Problemschauplätzen und Druck von außen, sei es nur Mitleid, Blicke oder Spannungen, bis hin zur offenen Abneigung, deiner Familie gegenüber dem "Feind".
Das kostet zusätzlich Kraft.
Z. B. Als meine Mutter nach Trennung mehr erfuhr, hat sie ständig gegen meinen Ex gewettert. Auch nach Scheidung musste ich mitten im Minenfeld stehen. Was unheimlich Kraft gekostet hat, einen besonnen Umgang mit dem Vater der Kinder zu erhalten, obwohl er selbst da noch reichlich zusätzlichen Zündstoff lieferte.
Hätte ich sie früher eingeweiht, wäre kein Familienfest, Geburtstag der Kinder usw. normal abgelaufen. Oder überhaupt die Möglichkeit ohne Außeneinfluß an der Ehe 2.0 zu arbeiten. (lassen wir den Punkt mal weg, dass es bei mir eh nicht ging).
Jedes Zusammentreffen wird jetzt zum Eierlauf, Minenfeld und setzt dich zwischen Stühle.
Du landest im ständigen Rechtfertigungsmodus, bist Schlichter, Spannungsvermeider, stehst im Fokus, anstatt deine Kraft auf deine Kinder und deine Heilung konzentrieren zu können.
Die Familie ist jetzt im Zwiespalt, in Lager gespalten, für immer. Selbst wenn 2.0 gelingt, wird es im großen Familienverband nie wieder wie vorher.
Es ist nicht die Erleichterung, die man sich erhofft. Nur kurzweilig.
Strebt man eine endgültige Trennung an, ja dann kann es durchaus hilfreich sein.
In meiner letzten Beziehung bin ich den Weg gegangen. Auch wenn sie vollkommen richtig lagen.
Es gab nach 2.0 keine gemeinsamen Feste mehr, normale Begegnungen usw.
Ich lebte in zwei Welten.
Das verstärkt die Ambivalenz, als auch einen klaren Blick, lässt dich u. U. an etwas festhalten was besser gelöst wird, oder löst was noch zu reparieren wäre.
Zitat von Mariaa89: ..Ich kann einfach nicht verstehen, wie er mir sowas antun konnte.. ich kann nicht mit ihm, ich will nicht ohne ihn...Was will ich überhaupt.
Dieser Kampf wird jetzt noch zusätzlich von Außen befeuert.
Da hilft nur weg von dem warum, wieso. Hin zu, ist passiert und schauen, kann ich das akzeptieren, und wie stärke und heile ich mich.
Nicht ihn, nicht die Ehe, dich. Sich selbst Freude erlauben. Immer wieder.
Erlernte Glaubenssätze hinterfragen.
Ob 2.0 sein soll, steht in den Sternen.
Zitat von Margerite: "Trophäensammlung"
Zitat von Margerite: Frauen als Konsumobjekt.
Schon erbärmlich, gell!
😂 Ist mir jetzt auch wurscht, ob er sich nur so lebens-/liebenswert
fand.
Fakt, er war nie der Partner den er vorgespielt hat, und ich habe wohl nie den Mann hinter der Fassade erlebt. Obwohl ich uns immer als großartiges Team fühlte, ergänzend, unterstützend, geborgen.
Je nach Frau ändert sich bei ihm alles. Wirklich alles! Chamäleon eben.
Aber er soll hier jetzt nicht mehr Thema sein.
Ja, wir sagen gerne achte nicht auf die Worte, achte auf die Taten. Und viele richten den Fokus dann nur auf die"guten" Taten.
Reicht nicht. Auch gute Taten "können" so unglaublich verfälscht sein.
Achte auf die negative Tat, den entdeckten Außensport, ja. Auf die hundertfachen Vertuschungslügen, ja.
Den Vertrauensmissbrauch, ja.
Versuche nicht zu verstehen, um zu entschuldigen, zu relativieren, zu helfen, zu verzeihen. Das ist nicht dein Aufgabengebiet.
Die Frage, welche Grenze habe ich, was kann ich tatsächlich akzeptieren und ertragen, vielleicht sogar in die Ablage befördern, wo bin ich wirklich bereit Kompromisse einzugehen, lässt sich im Schock nicht zuverlässig beantworten.
Das ist ein langer Prozess.
Da liegt deine Aufgabe.
Und zu dir gut zu sein. Hab Geduld mit dir, bestrafe dich nicht für Dinge, die nicht in deiner Hand lagen.
Achte auf dich und bleibe bei dir.