Zitat von Mariaa89: ich muss wirklich verstehenwir er das machen konnte! Er sagt von sich, dass er ein lupenreiner egoist war...Er ist auch davon ausgegangen, dass ich es nie erfahre und damit konnte er leben....
Die Frage ist, welche Antwort Dir denn reichen würde.
Er hatte Gelegenheit und die hat er genutzt. Am Anfang war es vielleicht nur eine dumme Knutscherei, dann sind sie im Bett gelandet und irgendwie hat es keiner bemerkt auch beim zweiten, dritten oder fünften Mal nicht.
Die wenigsten Affären fangen damit an, dass man sich denkt, yeah ich gehe eine Affäre ein, die dauert 2,5 Jahre und ich sprenge damit einfach mal mein bisheriges Leben. Meistens sind es kleinere Grenzüberschreitungen, die dann zu größeren werden und dem schlechten Gewissen entgeht man einfach dadurch, dass man am Anfang die kleineren Grenzüberschreitungen rechtfertigt oder sich schön redet und irgendwann tja, ist das darüber Nachdenken, was man da wirklich eigentlich tut, so unangenehm, dass man es halt vermeidet.
Ob Dein Mann sein Verhalten wirklich reflektieren möchte oder doch nur schnell abhaken, alles wieder gut machen, wirst du erst in ein paar Monaten sehen können. Tut ihm das Ganze leid? Ja, wobei auch da die Frage ist, für wen? Natürlich wollte/will er Dich nicht verletzten, aber genauso groß ist eben der Schaden am Selbstbild. Für eine echte Aufarbeitung muss er in Kauf nehmen, dass dieses Selbstbild, vom guten Ehemann, vom guten Menschen, eben kaputt gegangen ist und das ist sehr schwer das auszuhalten. Das kann nur die Zeit zeigen, ob er das kann.
Für den Moment hab ich noch zwei Dinge, die ich Dir hier lassen kann:
1. Er ist davon ausgegangen, dass du es nie erfahren wirst? Hm, ich hätte da an Deiner Stelle sehr praktische Fragen. Wenn ich unterstelle, dass dies stimmt, wie kommt er denn da drauf, wenn Du so einfach an die Nachrichten gekommen bist?
2. Vielleicht ist Deine Frage, Du müsstest unbedingt verstehen, wie er das machen konnte, aber eigentlich die Frage, wie kann/soll ich Dir in Zukunft wieder vertrauen? Wir glauben immer das Verstehen auch zurückk zu Kontrolle bzw Kontrollierbarkeit führt. Das stimmt aber in diesem Fall nicht.