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Aufgeflogen Affäre Wie soll ich das schaffen

Mariaa89
@cline weil ich gerne rausfinden möchte was falsch gelaufen ist, dass es dazu kommen konnte

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Mariaa89
Zitat von Marina_:
Rückblickend und mit der Aufarbeitung sehe ich vieles, was mir zum Zeitpunkt des Schocks nicht mal im Traum als Möglichkeit zu akzeptieren oder verstehen möglich gewesen wäre

Hi, danke für deinen lieben Post! 😌
Ich merke jetzt nach der kurzen Zeit, dass manche Sachen die ich am Anfang als m schlimmsten empfand jetzt etwas gesackt sind und sich mit etwas Abstand anders anfühlen...Dafür sind Sachen die mir anfangs wie Nebensächlichkeiten vorkamen mittlerweile in dem Fokus gerückt...
Ich merke, dass es mir mit der zeit immer weniger um sie geht sondern mehr darum, wie er das mit mir machen konnte ..

x 7 #752


A


Aufgeflogen Affäre Wie soll ich das schaffen

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Mariaa89
Zitat von Marina_:
gehöre zu den wenigen, bei denen die Ehe 2.0 erfolgreich funktioniert. Wir hatten eine Therapeutin, die zu Beginn alle 2-3 Wochen - später dann alle 4-6 Wochen besucht haben. 2 Jahre lang und ich möchte keinen Termin missen

Das hört sich ja sehr positiv an, da passte die ebende zum Therapeuten wohl auch gut!

#753


Mariaa89
Zitat von Marina_:
Auch mir wurde sie "vorgesetzt" und ich wurde ebenfalls an der Nase herumgeführt. Von beiden.

Das tut mir leid zu hören, hast du das im Nachhinein auch als die ultimative bloßstellung empfunden?

#754


Mariaa89
Zitat von Marina_:

Ich wünsche dir von Herzen, dass du durch die schwere Zeit kommst, das Gedankenkarussell bald ruhiger dreht und du (wie ich) einen "neuen" alten Mann an deiner Seite hast, der er ohne dieses Drama nie geworden wäre

Das wünsche ich mir auch sehr, dass ich das irgendwann sagen kann! Schön nochmal eine Geschichte zu hören, die so positiv geendet hat!

#755


alleswirdbesser
@Mariaa89 ich erinnere mich an zwei weitere Userinnen, die es auch gut hinbekommen haben. Leider sind sie hier inzwischen abgemeldet.

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QueenA
@Mariaa89 wie geht’s Dir aktuell und wo stehst du? Habe Deinen Eingangstext gelesen.

#757


Mariaa89
@QueenA Jeden Tag anders, um ehrlich zu sein...Mal denke ich macht alles keinen Sinn und am nächsten Tag seh ich Licht am Ende des Tunnels... Mal bin ich so wütend, dass ich ihn verhauen könnte, mal könnte ich ne Stunde heulen und mal bin ich fröhlich und denke, dass mir noch viel schlimmere sachen im leben hätten weiderfahren können als das🤷‍♀ verrückt irgendwie 😅

x 9 #758


Inexplicitus
Zitat von Mariaa89:
weil ich gerne rausfinden möchte was falsch gelaufen ist, dass es dazu kommen konnte

Für mich ist das der richtige Ansatz, denn nur wenn Du die Fehler kennst die in der Vergangenheit gemacht worden sind, könntt Ihr diese in Zukunft frühzeitiger erkennen und vermeiden. Deshalb ist Reflektion und Analyse die angebrachte Strategie, denn alles andere wird am Ende zur Resignation von einem von Euch beiden führen.

In einer Ehe stellen beide die Säulen die das gesamte Konstrukt stützen dar, und wenn einer wegbricht (kindstot), dann wird der andere überlastet. Die alltäglichen Dinge werden schwerer, Berufsleben fordernder, und falls die Situation die den anderen lahmgelegt hat, wird der eine dann 4 "Kinder" zu Hause hüten, anstatt eines Partners und 3 Kinder. Die überbordende Last führt zur Schwächung des Glaubens an eine gesunde Beziehung, Zweifel kommen auf, und man könnte dann immer widerwiliger nach Hause wollen, anstatt durch Vorfreude bedingt.

Zweifel können Ängste und Sorgen verstärken, und das fällt auch anderen auf, soetwas kann man nicht immer verbergen. Dann treten an uns Menschen heran die sich um uns Sorgen machen, und manche kommen näher heran als andere. Diese Zuwendung kann sich dann als äusserst willkommen anfühlen, und eine Vertrautheit, sogar Nähe schaffen, die vormals nicht vorhanden war. Das was 2.5 Jahre zu kurz kam. wird von einem anderen Menschen bedient, Nähe entsteht. Jemand anderes gibt einem das, was man zu Hause vermisst...die Bindung bröckelt, aus einem Schulterschluss, werden erst warmherzige Umarmungen des Mitgefühls, eher platonischen Charakters (kleine Firma, familäres Klima), und auf Dauer enden sie dann mit der Abkopplung vom zu Hause. Im heimischen Bett fühlt man sich unwohl, immer die Lasten des Tages vor Augen, man selbst wird nicht gesehen. Dieser Drift führte dann zu einem anderen Menschen, der einem das gab, was zu Hause nichtmehr existierte.

"Aus meiner Erfahrung: Haben meine Partnerinnen in unserer Beziehung mir Sorgen bereitet, ihren Teil trotz Ansprache nicht erfüllt, kamen mir Zweifel, und die sexuelle Unlust folgte bei Wiederholungen auf dem Fuße, bis zum Stillstand meines Interesses."

Aus Deinen Schilderungen habe ich diese Rekonstruktion aus der Sicht eines Mannes zusammengestellt. Ob das jetzt auf Deinen Mann so zutrifft, kann ich nicht mit Betsimmtheit sagen. Nur durch Gespräche, die frei von Emotionen sind, die sich negativ auf seine Auskunftsbereitschaft auswirken, kannst Du festellen was in ihm die 2.5 Jahre verwirbelt hat, und die Affäre auslöste.

Ich war Gottlob nie Opfer eines Betruges, noch habe ich je eine Partenerin betrogen, weil ich dafür gesorgt habe, das es in der Beziehung läuft. Ich habe meinen Partenrinnen VOR der Beziehung immer eines mitgeteilt, das für mich eines der wichtigsten Dinge darstellt:

"Sollte es jemals dazu kommen, das Du ein Problem erkennst, erwarte ich das Du es mir dann mitteilst, wenn es akut ist! Ich will nicht das Du mir Monate später Dinge der Vergangenheit gesammelt vor die Füße Kotzt, dann ist es vorbei für mich. Und solltest Du irgendwann das Gefühl haben, das Deine Gefühle nichtmehr vorhanden sind, erwarte ich, das Du Dich mit mir an einen Tisch setzt, und es mir mitteilst. Ich habe ein Anrecht darauf den Grund zu erfahren, und die Chance zu bekommen es besser zu machen, oder Mängel abzustellen. Sollte es dennoch nicht genügen, dann trenne Dich von mir. Es wird mich schmerzen, aber das geht vorbei. Einen Verrat lasse ich nicht ungesühnt, und vergessen tue ich es auch nicht".
Diese Art habe ich mir nach einigen gescheiterten Beziehung zurechtgelegt, damit mein Ggü immer weiß, worauf sie sich einlässt, und Probleme nicht unter den Tisch gekehrt werden. Keien Garantie, aber sorgt schon im Vorraus für klare Verhältnisse.

Für eine erneute starke Beziehung solltet ihr klar definieren und formulieren, wie es in Zukunft bei auftretenden Problemen signalisiert werden soll, damit ihr beiden eine gemeinsame Lösung findet, und solch ein Vorfall sich nicht noch einmal ereignet.

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Tobuka
@Marina_ Wow!
Danke für deine Ehrlichkeit hier.
Ich bin auch eine dieser Frauen, die sich dies auch " getraut" haben. Ich habe meine Geschichte hier nicht öffentlich geschrieben, denn leider gab es bei kleinen Texten diesbezüglich schon oft nicht so angenehme Texte als Antwort! Ich kann das, was du schreibst bestätigen. Für mich war es wichtig, keine Versprechen in diese Richtung zu geben,, dann wurde es " leichter"!
Was soll ich sagen, unsere Ehe ist anders, ich bin anders, er ist anders, denn diese Zeit und die Aufarbeitung haben uns sehr geprägt und auch verändert!
Wir genießen unser gemeinsames Leben mehr und achten viel mehr auf Kleinigkeiten und vorallem hören genauer zu und schauen viel mehr auf uns!
Ob ich die AF verziehen habe, dass weiss ich nicht wirklich, aber man lernt damit zu leben, beide ...
Und so nach und nach ist es kein Thema mehr und der Geist der AF verschwindet!
Ich wünsche euch alles Gute und eine gute, gemeinsame Zeit!

x 7 #760


M
Zitat von Mariaa89:
weil ich gerne rausfinden möchte was falsch gelaufen ist, dass es dazu kommen konnte

Das war monatelang meine Intension - ich wollte unbedingt wissen, wie zum Kuckuck und wann und überhaupt konnte es dazu kommen.
Für meine Heilung war es zu Beginn allerdings aus heutiger Sicht kontraproduktiv, da ich den/die Auslöser für sein Fehlverhalten natürlich bei mir suchte. Sicher ist das wichtig, dass ich dadurch selber einen anderen Blickwinkel auf mich hatte.
Zeitweise war es aber so, dass es mir dadurch immer schlechter ging. Ich hing nur noch in "warum war ich nicht gut genug?", "warum habe ich nicht mehr gestochert, als es immer eindeutiger war?", "warum konnten andere Menschen mich derart hintergehen, belügen, für dumm verkaufen?", und der Klassiker "warum war ich es nicht WERT, dass man mit mir ehrlich umgeht?"

Die ersten Monate zwischen Verzweiflung, Wut, Unverständnis, Kränkung, Demütigung haben extrem an mir genagt. Ich dachte, das wird immer so bleiben und da komme ich nie mehr raus.
Wichtig, das kann ich heute jedem sagen, ist: alle Gefühle, egal wie sehr man sich selbst für diese schämt, sind ungeheuer wichtig.

Man muss nicht verstehen, warum man seinen Mann gerade noch zur Tür raus jagen will und 5 Minuten später in seinen Armen liegen kann, als wäre man gerade zusammen gekommen.
Man sollte nur alles tief empfinden und erleben - ohne zu hinterfragen - auch und gerade die schlimmsten Gefühle und Gedanken (von denen man bis dato nie dachte, sie je haben zu können). Alles hat seinen Sinn für euch, für euer weiteres Miteinander und eure Zukunft.

Und es hilft beiden, sich bewusst zu werden, was da passiert ist. Was für Auswirkungen unbedachte Handlungen haben. Man positioniert sich neu. Man sieht sich neu. Und den Partner auch.

Es war weiß Gott nicht leicht - im Gegenteil. Vielleicht hat es deshalb funktioniert - weil es so anstrengend war.

x 6 #761


M
@Tobuka

Zitat:
Was soll ich sagen, unsere Ehe ist anders, ich bin anders, er ist anders, denn diese Zeit und die Aufarbeitung haben uns sehr geprägt und auch verändert!

Wir genießen unser gemeinsames Leben mehr und achten viel mehr auf Kleinigkeiten und vorallem hören genauer zu und schauen viel mehr auf uns!


Du hast die Worte gefunden, die ich ausdrücken wollte.
Es ist anders, ja, und es ist GUT so.

Wir wären heute nicht so aufmerksam und liebevoll miteinander, ohne die ganzen Verletzungen.

x 3 #762


Tobuka
@Marina_ Genau so! Ich finde, ich lebe jetzt mein Leben viel bewusster und intensiver, es ist für mich nichts mehr selbstverständlich!

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Mariaa89
Zitat von Marina_:
eitweise war es aber so, dass es mir dadurch immer schlechter ging. Ich hing nur noch in "warum war ich nicht gut genug?", "warum habe ich nicht mehr gestochert, als es immer eindeutiger war?", "warum konnten andere Menschen mich derart hintergehen, belügen, für dumm verkaufen?", und der Klassiker "warum war ich es nicht WERT, dass man mit mir ehrlich umgeht?"

Da muss ich ehrlich sagen, ist das bei mir anders, ich möchte gerne wissen, was bei ihm um Gottes Willen nicht geradeaus gelaufen ist, dass er das zustande gebracht hat.
Damit will ich nicht sagen, dass ich keine Fehler gemacht habe, um Gottes Willen, ganz sicher!

Aber ich weiß zu 100% das ich immer für ein Gespräch offen gewesen bin und, dass ich ihm auch zugehört hätte!

Von daher, sind wir beide sicher nicht unbeteiligt, dass unsere Ehe in Schieflage geraten ist...

ABER...
Dafür, dass er gemacht hat, was und wie er es gemacht hat, ist er zu 100% selber verantwortlich...

Das weißer er scheinbar zum Glück auch!

x 6 #764


Mariaa89
Zitat von Marina_:
Wichtig, das kann ich heute jedem sagen, ist: alle Gefühle, egal wie sehr man sich selbst für diese schämt, sind ungeheuer wichtig.

Da gebe ich dir vollkommen recht und das siejt bei jedem eben anders aus! 👍

#765


A


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