Zitat von Zugaste:Was ja durchaus menschlich ist, aber einen selbst null weiter bringt ist die andere Seite in den Fokus zu stellen.
Habe ich auch gemacht und dann irgendwann festgestellt, unter anderem durch das Forum, dass ich die andere Seite verstehen oder nicht kann, es hilft mir nicht wirklich.
Ich verstehe, dass man in die Situation kommt, sich als gebundener Part emotional und körperlich zu einem Dritten hingezogen zu fühlen und dann auch betrügt.
Genauso verstehe ich, dass man als Single sich in einen gebundenen Part verliebt und eine Affäre beginnt.
Was ich allerdings nicht verstehe ist, warum man dann nicht über sich nachdenkt.
Warum ist mir das passiert?
Warum fühle ich mich zu dem Anderen so hingezogen?
Was projeziere ich in den Anderen?
Was kann ich durch den Anderen für mich lernen?
Für welche Werte möchte ich einstehen?
Wie möchte ich Beziehung leben?
Warum bin ich so ängstlich und wovor habe ich Angst?
Da ehrlich zu sich selbst zu sein ist harte Arbeit und auch schmerzhaft.
Allerdings ist es eben doch das Wichtigste sich zu verstehen und nicht die andere Seite.
Und wenn man dann sich verstanden hat, dann muss man eben auch lernen, akzeptieren und neu aufstellen.
Und ich finde, dass gilt für jede Seite einer Dreiecksbeziehung.
Ich muss das mal vollquoten. Sorry, Didi.
Bin mir gerade nicht sicher, welche seite du zuerst meinst, Der Affärenführende oder der betrogene.
Es stimmt, dass die Beschäftigung mit dem, was meine Frau bewegt hat, nur einen teil bedeutet. Ganz wichtig war für mich tatsächlich die Frage, was ich vom Leben erwarte, was ich will und doch ja, auch Deine Fragen (mit der Ausnahme, was hat mich zu ihr hingezogen, oderwas hat sie zu ihm hingezogen.
Warum ist mir das passiert?
Ja, eine ganz frühe Frage. Und eigentlich auch nur eine schwammige Antwort. Oder ich habe sie noch nicht. oder knallhart: life is a b.
Warum fühle ich mich zu dem Anderen so hingezogen?
genauer für mich: Warum fühle ich mich trotz des Vertrauensmissbrauch zu ihr hingezogen?
Was projeziere ich in den Anderen?
Tja, was. Weil da steht Lars.
Was kann ich durch den Anderen für mich lernen?
Das klären wir gerade. Sie lernt von mir und ich von ihr.
Für welche Werte möchte ich einstehen?
Auch da sortieren wir uns neu. Wir konkretisieren und sprechen alles an. Auch Sehnsüchte- pfeif auf die Moral.
Wie möchte ich Beziehung leben?
Auch das kommunizieren wir.
Warum bin ich so ängstlich und wovor habe ich Angst
Das gilt es herauszufinden. Zusammen, aber auch alleine.
Zitat:Ich formuliere es mal provokant: Warum ist der AM mehr "armes Schwein" als deine Frau oder du?
Ich bin ein reicher Mann, einer, der es geschafft hat, seine wahre Liebe zu entdecken, der mit sich ins Reine kommt, der eine neu erlebte Familie voller gegenseitiger Achtung, Respekt, Zuneigung hat. Jemand, der nicht zerbrochen ist an dem Undenkbaren.
Meine Frau: Sie durfte tolle Erfahrungen machen, sie konnte sich emanzipieren, sie versteht, was Liebe wirklich bedeutet. Sie hat jemanden, auf den sie sich 100% verlassen kann, der nicht nur Vater ihrer Kinder ist, sondern der sich nach 20Jahren erstmals wirklich zeigt und dass das das ist, was sie will, den sie will.