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Aus Angst und trotz Liebe alles aufgegeben

6rama9
Zitat von Susello:
Und nur Neugierde halber, wie bekommt man das hin, nach einer Affäre wieder in die Ehe zu finden, vor allem wenn bei der Affäre intim alles gepasst hat und in der Ehe nichts mehr groß läuft.
Reden? Handeln? Aufgeben? Neu suchen ?
Sich bemühen? Und das schöne vom AM immer im Hinterkopf, dass es einen zerreißt und kaputt macht
Da reicht auch wenig Erkenntnis, das man ja zurück ist und den EM wieder als wichtigsten Menschen anerkennt und genau weiß das man einen Fehler gemacht hat mit einer Affäre (wie auch immer man das hin gekommen ist)
Man gibt der Ehe eine Chance und wie bekommt man das intime wieder gebacken? Das es passt?

Es gibt genug Threads hier, die aufzeigen, dass so etwas natürlich geht. Oder glaubst du im Ernst, dass alle Seitenspringer ab dato unglücklich durchs Leben ziehen? Quatsch, denn wenn du den Gedanken weiterspinnst, könntest du als Verlassene/r ja nie wieder eine Beziehung mit jemandem eingehen, bei dem es 6uell schlechter passt als mit Verflossener/m Nr 4 (denn die Intimitäten mit ihr/m waren doch am besten). Das ist eine völlig unsinnige Annahme, denn sobald vorbei ist es vorbei. Vielleicht ist die Leidenschaft beim Ehepartner geringer als bei der Affäre, dafür ist die Vertrautheit und Geborgenheit höher. Eine Beziehung ist schließlich nicht so furchtbar eindimensional, wie du sie beschreibst.

x 1 #1201


I
Also oft lag es ja einfach nur daran , dass es im Laufe der Beziehung , meist bis kurz vor der Affäre kaum noch 6 gab.
Da ist es bei einigen nicht verwunderlich , dass sie sich dann nach längerer Durststrecke wie neu geboren fühlen.

Und das alle immer das Wahnsinns 6 Erlebnis hatten, sei auch mal dahin gestellt, manchmal geht es vom Kopf auch gar nicht.
Gerade bei kurzen Affären.

Ich hatte auch schon kurze Intermezzos in früheren freien Jahren und da waren trotz Verliebtheit auch keine Super Kerle im Bett dabei,- ganz im Gegenteil.
Eine Affäre allein , reicht nicht um Spitzen 6 zu haben.
Sicher nicht.

x 2 #1202


A


Aus Angst und trotz Liebe alles aufgegeben

x 3


paulaner
Egal wie "gut" der 6 in einer Affäre ist...ihr vergesst immer das Drumherum: das Verbotene, das Heimliche, das "Verruchte"...kurzum, den berühmten Kick.
Darum ist das doch oft so besonders, so außergewöhnlich, so anders als zu Hause.
Und das alles kann man mit seinem gewohnten Partner eben nicht haben.
Das ist dann vielleicht sogar "schöner" aber das Aufregende, der Kick fehlt.
Darum ist mE die 6uelle "Rückkehr" oft so schwer.

x 4 #1203


K
Zitat @Susello

Zitat:
Und nur Neugierde halber, wie bekommt man das hin, nach einer Affäre wieder in die Ehe zu finden, vor allem wenn bei der Affäre intim alles gepasst hat und in der Ehe nichts mehr groß läuft.


@

...weil in der Affäre alles neu ist - anderer Mensch, anderer Umgang, andere Intimität - denn "Hausmannskost" KANN eine Affäre nicht liefern, weil jeder Mensch anders "drauf/drunter" ist.
"Affäre" - das ist Spektakel...und mit dem "zu Hause" nicht zu vergleichen. Und Neues - Neues
ist meist spektakulär/er, als "Gewohntes".

Warum fliegen denn so viele Betrüger/innen darauf, fremdgehen zu wollen - weil die Hausmannskost
"bekannt" ist, nicht mehr "schmeckt"...und NICHT nur auf Säxx bezogen, sondern in fast jeder Hinsicht. Andere Menschen - andere Gedanken...und Abwechslung, besonders in Form einer Affäre, nimmt jeder gern an. Und warum - in der Affäre gibt es keinen Alltag - da ist jedes Treffen ein Jungbrunnen - für Betrüger/innen, wie für AF/AM. AF/AM - mehr begehrt zu werden, als in einer Affäre, geht doch kaum. Und dass sich Betrüger/innen wie AF/AM gegenseitig bauchpinseln - was Besseres kann es doch kaum geben.

Aber....das große ABER - stehen die FINALEN Entscheidungen für die Betrüger/innen an, sieht die
Welt "plötzlich" - ach sooooooooooooo "plötzlich" - vollkommen anders aus. Dann wird vertröstet: "Geht jetzt noch nicht, nicht vor Weihnachten und Silvester, Ostern, Pfingsten, Geburtstag, Urlaub, Wellensittichs und Kätzchens Übelkeit!"
Und was macht AF/AM - lassen sich vertrösten, lassen sich hinhalten, lassen sich bis zum St. Nimmerleinstag weinend und wütend verkriechen, bis eine Wut hochkocht, OHNE selbst den Schlussstrich zu ziehen, weil die Betrüger/innen "doch versprochen" haben, nur noch MICH (als AF/AM) zu lieben, bis ans Ende der Tage zusammensein zu wollen, bla bla bla, usw. usf.!

Dass sich viele Betrüger/innen bei ihren Versprechen "einfach nur" VERsprochen haben...kann doch sein, dass das Versprechen aus einer emotionalen Situation heraus getätigt wurde...und eben NICHT auf einer rationalen Entscheidung beruht. Und wer sind dann die Leidtragenden - Richtig... AF/AM.

Und die WIRKLICH Gelackmeierten - die Betrogenen. Die werden so gut wie NIE erwähnt...von den AF/AM - erst recht nicht von den Betrüger/innen. Das ist Fakt...im Forum an vielen Stellen zu lesen.

Die TE geht als Betrügerin einen anderen Weg....sie HAT ihren EM belogen und betrogen - das ist Fakt. Sie will die Affäre nicht beichten...und ich wiederhole mich - egal ob sie beichtet oder nicht... beide Rucksäcke wiegen schwer. Und SIE allein entscheidet, welchen dieser Rucksäcke zu tragen sie bereit ist. Allerdings - das weiß sie bereits alles. Ob sie nun Pest oder Cholera wählt - oder gibt es weitere Alternativen? Ja.... sie geht weg von ihrem EM - "Wir haben uns auseinandergelebt, uns seit Jahren nichts mehr zu sagen...Tschüss!"

x 3 #1204


S
Zitat von kuddel7591:
Zitat @Susello



@

...weil in der Affäre alles neu ist - anderer Mensch, anderer Umgang, andere Intimität - denn "Hausmannskost" KANN eine Affäre nicht liefern, weil jeder Mensch anders "drauf/drunter" ist.
"Affäre" - das ist Spektakel...und mit dem "zu Hause" nicht zu vergleichen. Und Neues - Neues
ist meist spektakulär/er, als "Gewohntes".

Warum fliegen denn so viele Betrüger/innen darauf, fremdgehen zu wollen - weil die Hausmannskost
"bekannt" ist, nicht mehr "schmeckt"...und NICHT nur auf Säxx bezogen, sondern in fast jeder Hinsicht. Andere Menschen - andere Gedanken...und Abwechslung, besonders in Form einer Affäre, nimmt jeder gern an. Und warum - in der Affäre gibt es keinen Alltag - da ist jedes Treffen ein Jungbrunnen - für Betrüger/innen, wie für AF/AM. AF/AM - mehr begehrt zu werden, als in einer Affäre, geht doch kaum. Und dass sich Betrüger/innen wie AF/AM gegenseitig bauchpinseln - was Besseres kann es doch kaum geben.

Aber....das große ABER - stehen die FINALEN Entscheidungen für die Betrüger/innen an, sieht die
Welt "plötzlich" - ach sooooooooooooo "plötzlich" - vollkommen anders aus. Dann wird vertröstet: "Geht jetzt noch nicht, nicht vor Weihnachten und Silvester, Ostern, Pfingsten, Geburtstag, Urlaub, Wellensittichs und Kätzchens Übelkeit!"
Und was macht AF/AM - lassen sich vertrösten, lassen sich hinhalten, lassen sich bis zum St. Nimmerleinstag weinend und wütend verkriechen, bis eine Wut hochkocht, OHNE selbst den Schlussstrich zu ziehen, weil die Betrüger/innen "doch versprochen" haben, nur noch MICH (als AF/AM) zu lieben, bis ans Ende der Tage zusammensein zu wollen, bla bla bla, usw. usf.!

Dass sich viele Betrüger/innen bei ihren Versprechen "einfach nur" VERsprochen haben...kann doch sein, dass das Versprechen aus einer emotionalen Situation heraus getätigt wurde...und eben NICHT auf einer rationalen Entscheidung beruht. Und wer sind dann die Leidtragenden - Richtig... AF/AM.

Und die WIRKLICH Gelackmeierten - die Betrogenen. Die werden so gut wie NIE erwähnt...von den AF/AM - erst recht nicht von den Betrüger/innen. Das ist Fakt...im Forum an vielen Stellen zu lesen.

Die TE geht als Betrügerin einen anderen Weg....sie HAT ihren EM belogen und betrogen - das ist Fakt. Sie will die Affäre nicht beichten...und ich wiederhole mich - egal ob sie beichtet oder nicht... beide Rucksäcke wiegen schwer. Und SIE allein entscheidet, welchen dieser Rucksäcke zu tragen sie bereit ist. Allerdings - das weiß sie bereits alles. Ob sie nun Pest oder Cholera wählt - oder gibt es weitere Alternativen? Ja.... sie geht weg von ihrem EM - "Wir haben uns auseinandergelebt, uns seit Jahren nichts mehr zu sagen...Tschüss!"


Sehr gut geschrieben Danke
Jeder hat seine Geschichte und jeder seinen Schmerz und seinen Rucksack
Es ist schwer und man muss es am Ende mit sich selber ausmachen und ertragen das Schöne und die Folgen die daraus entstehen Traurig
Das Leben und die Persönlichkeit sowie auch die Bedürfnisse ändern sich .
Entweder man sieht es als Chance oder muss einen anderen Weg gehen aber es ändert sich auf einmal das ganze Leben und wird nicht mehr so wie es mal war Traurig
(Das sich keiner hier Angesprochen fühlt ist nur meine persönliche Meinung)

x 1 #1205


K
Zitat @Susello

Zitat:
Jeder hat seine Geschichte und jeder seinen Schmerz und seinen Rucksack
Es ist schwer und man muss es am Ende mit sich selber ausmachen und ertragen das Schöne und die Folgen die daraus entstehen Traurig
Das Leben und die Persönlichkeit sowie auch die Bedürfnisse ändern sich .
Entweder man sieht es als Chance oder muss einen anderen Weg gehen aber es ändert sich auf einmal das ganze Leben und wird nicht mehr so wie es mal war Traurig


es ändert sich tatsächlich ALLES, wenn einem Mensch derartige Ereignisse widerfahren...oder auch andere heftige Ereignisse. Es wird NIE mehr so, wie es vor den jeweiligen Ereignissen war...nie mehr! Dass viele Menschen "Könige des Verdrängens" sind, wird dennoch versucht, an Vergangenes wieder anzuknüpfen - in Nuancen vllt. möglich...mehr aber auch nicht. Dass viele Menschen eine SOLCHE Krise eben NICHT auch als Chance sehen...dann war die heftige Episode noch nicht heftig genug.

Denn - das zeigt meine Erfahrung....wenn NICHTS mehr geht, wenn keine "Fallhöhe" mehr
vorhanden ist, wenn es dreckiger und heftiger nicht mehr werden kann, wenn es nur noch besser werden kann, wird der Wille nach Veränderung NOCH viel intensiver. DANN erst wird nach dem allerletzten Strohhalm gegriffen.

Zitat:
Das Leben und die Persönlichkeit sowie auch die Bedürfnisse ändern sich .


der Satz hat mir imponiert. Und WIE sich Persönlichkeiten verändern können...und das in beide Richtungen - positiv wie negativ. Das Leben an die Bedürfnisse anzupassen - oder die Bedürfnisse dem Leben anzupassen? Die jeweilige Entwicklung der Persönlichkeit "in Kauf" zu nehmen... oder
dem Vorgang (der Entwicklung) seinen Lauf zu lassen und immer wieder zu versuchen, neu zu justieren? Auch hier meine Erfahrung - der Weg ist das Ziel...denn das Ziel kann oftmals gar nicht beschrieben/definiert werden. Mein Motto war nach einem sehr heftigen Ereignis: "Ich will....!"

Sie ähnlich ist das auch bei den heftigen Episoden, die hier im Thread, in vielen anderen Threads beschrieben werden - etwas aus dem zu gestalten, was einem widerfahren ist. Denn nichts ist lehrreicher, als aus dem Schlüsse zu ziehen, WAS einem widerfahren ist.

x 1 #1206


S
Zitat von kuddel7591:
Zitat @Susello



es ändert sich tatsächlich ALLES, wenn einem Mensch derartige Ereignisse widerfahren...oder auch andere heftige Ereignisse. Es wird NIE mehr so, wie es vor den jeweiligen Ereignissen war...nie mehr! Dass viele Menschen "Könige des Verdrängens" sind, wird dennoch versucht, an Vergangenes wieder anzuknüpfen - in Nuancen vllt. möglich...mehr aber auch nicht. Dass viele Menschen eine SOLCHE Krise eben NICHT auch als Chance sehen...dann war die heftige Episode noch nicht heftig genug.

Denn - das zeigt meine Erfahrung....wenn NICHTS mehr geht, wenn keine "Fallhöhe" mehr
vorhanden ist, wenn es dreckiger und heftiger nicht mehr werden kann, wenn es nur noch besser werden kann, wird der Wille nach Veränderung NOCH viel intensiver. DANN erst wird nach dem allerletzten Strohhalm gegriffen.



der Satz hat mir imponiert. Und WIE sich Persönlichkeiten verändern können...und das in beide Richtungen - positiv wie negativ. Das Leben an die Bedürfnisse anzupassen - oder die Bedürfnisse dem Leben anzupassen? Die jeweilige Entwicklung der Persönlichkeit "in Kauf" zu nehmen... oder
dem Vorgang (der Entwicklung) seinen Lauf zu lassen und immer wieder zu versuchen, neu zu justieren? Auch hier meine Erfahrung - der Weg ist das Ziel...denn das Ziel kann oftmals gar nicht beschrieben/definiert werden. Mein Motto war nach einem sehr heftigen Ereignis: "Ich will....!"

Sie ähnlich ist das auch bei den heftigen Episoden, die hier im Thread, in vielen anderen Threads beschrieben werden - etwas aus dem zu gestalten, was einem widerfahren ist. Denn nichts ist lehrreicher, als aus dem Schlüsse zu ziehen, WAS einem widerfahren ist.

@ kuddel7591 danke sehr gut geschrieben
Es ist so, ich habe mich total durch das was mir passiert ist verändert .
Sehe mich aus einem ganz anderen Blickwinkel und wie du schreibst Verdrängung war sehr groß bei mir geschrieben.
Mein Leben ist nicht mehr so wie es war, es wird nie mehr so werden und ich kämpfe jede verdammte Sekunde mit mir und meinen Gefühlen Traurig
Wer sagt das nur die Betrogenen die Opfer sind , den muss ich widersprechen Traurig (natürlich Geschichte abhängig) es gehören immer zwei Seiten dazu und was ich momentan mit mir mitmache, was ich austrage mit meinen Gewissen und mit meinen Inneren Ich, wünsche ich meinen ärgsten Feind nicht Traurig
Ich will gerne mein altes unbekümmertes Leben wieder haben, aber das ist vorbei Traurig und ich hoffe mein Weg ist mein Ziel, zu erkennen was für mich und mein Umfeld das beste und wichtigste ist ohne sein persönliches Glück und seine persönlichen Gefühle und Verlangen zurück zustellen.
Alles hat seine Bedeutung und man wächst an seinen Fehlern und manchmal lernt man sich durch so eine Geschichte erst richtig kennen und achtet mehr darauf .

Danke

x 1 #1207


MissLilly
Solange der Mensch unter dem unterschwelligen Irrglauben leidet, dass ein anderer Mensch dafür verantwortlich sei ihn glücklich zu machen oder der Eine besser dafür geeignet sei als der Andere, der wird mit Sicherheit sein ganzes Leben lang enttäuscht werden bzw. es bleiben. Jeder der also seine Zeit damit verschwendet sich zu fragen, ob er sich für den EP oder den AP entscheiden soll, tut besser daran sich in sich selbst hinein zu fühlen und zu sich selbst stehen, anstatt seine Gefühle immer nur oder immer wieder vom Verhalten Anderer abhängig zu machen.

Letztlich ist nämlich auch eine Affäre in ihrem Anfangsstadium nichts weiter, als genau die romantische und aufregende Liebe, die man empfunden hat, als man seinen EP seiner Zeit kennengelernt hat. (vorausgesetzt man hat den Partner nicht aus materialistischen oder sonstigen oberflächlichen Gründen gewählt/geheiratet...ja das gibt es heute leider immer noch).
Der Hormoncocktail im Kopf der Betroffenen war der gleiche, der jetzt auch innerhalb der Affäre wirkt und dafür sorgt, dass man sich in dieser Phase der Beziehung, vollkommen unbewusst nur von seiner Schokoladenseite zeigt.
Alles was wir selbst und auch unser Objekt der Begierde an Defiziten, unliebsamen Eigenarten und charakterlichen Schwächen haben, können auf diese Weise quasi komplett auf Re-set gestellt bzw. ausgeblendet werden, da man einander ja noch gar nicht kennt. Damit beginnt eine nicht bewusst wahrgenommen Täuschung dem Objekt der Begierde gegenüber und sich selbst gegenüber, weil man eben NOCH NICHT tatsächlich mit einander vertraut ist!

2 Menschen die sich aus der Position eines Single kennenlernen, erleben zu Anfang auch diesen Hormoncocktail, genießen aber im Gegensatz zur Affäre die Freiheit viel Zeit miteinander verbringen zu können und das zwangsläufig dazu führt, dass ihre positiven sowie negativen Eigenarten viel schneller zu Trage treten, als bei einer Affäre!
Denn neben Arbeit, EP, Kind, Freunde, Familie und auch persönlicher Freizeit ist ZEIT somit das, woran es einer Affäre am meisten fehlt. Der Zeitraum indem man sich der eigenen Täuschung und die des Partners bewusst werden könnte, zögert sich dadurch viel länger hinaus.
Dabei herrschen die unterschwelligen Sorgen die man in Bezug auf die eigene Persönlichkeit hat, auch in einer Affäre von Anfang an mit. Die eingeschränkte Zeit die man füreinander in einer Affäre hat, ist allerdings wie Dünger für diesen, eigentlich ziemlich anstrengenden Akt der Selbtverschleierung.
Der sich von Anfang an offenbarende Charakterzug, nämlich das man offensichtlich die Fähigkeit dazu besitzt, jemand anderen zu betrügen, zu belügen, zu verletzten und zu entwürdigen, wird schlicht weg unter der Tarnkappe des gemeinsamen "Leid" von beiden AP vollkommen ausgeblendet und damit gerechtfertigt und somit auch gegenseitig entschuldigt.
Und genau das ist der Unterschied in der Beziehung zum EP, den man in meinem Beispiel hier als freier Single kennengelernt hat. Denn obwohl der gleiche Hormoncocktail auch hier wirkt, stellen sich in dieser Konstellation der Partner, solche Gefühle (die Fähigkeit zu lügen und zu betrügen ect.) erst gar nicht ein. Den Vertrauensvorschuss den man auf diese Weise vorab gegeben hat, baut sich erst nach und nach ab. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass es nach ca. 3 gemeinsamen Jahren zur Infrage Stellung des Partners kommt, weil man weder sich selbst, noch der Partner, es über diesen Zeitraum hinaus schaffen sich zu verstellen, ohne das auch die unliebsamen Verhaltenszüge zum Vorschein kommen.
Jene, die das Konzept der Selbstliebe und wie oben beschriebenen "Glücks" nicht verstehen können oder wahrhaben wollen, fühlen sich dann plötzlich vom Partner enttäuscht!
Tja und mit dieser " Enttäuschung" kommt dann alles, wie es dem jeweilig eigenen Charakter entspricht:
Der eine leidet still vor sich und zieht sich selbst bemitleidend zurück, ein Anderer verausgabt sich in der Anpassung an die Wünsche des Partners, in der Hoffnung das dieser seine stillen Forderung irgendwann erfüllt und wieder ein Anderer geht fremd, in der Hoffnung und dem Irrglauben auf einen besseren Ersatz für die eigenen Bedürfnisse!

Fazit: Nur wer sich in erster Linie selbst gegenüber vollkommen treu, loyal und authentisch verhält, hat auch wirklich die Chance auf ein ihn und andere erfüllendes Leben.

x 9 #1208


K
@Susello

bevor es in die Auseinandersetzung (positiv gemeint) mit Anderen geht, ist eine Auseinandersetzung
mit sich selbst - positiv wie negativ zu sehen - von großer Bedeutung. Denn...es relativiert sich im Verlauf der Auseinandersetzung mit sich selbst einiges...und oft sehr Elementares, was in der Auseinandersetzung mit Anderen oftmals gar nicht "zur Sprache" kommt.

Zitat @MissLilly

Zitat:
Der eine leidet still vor sich und zieht sich selbst bemitleidend zurück, ein Anderer verausgabt sich in der Anpassung an die Wünsche des Partners, in der Hoffnung das dieser seine stillen Forderung irgendwann erfüllt und wieder ein Anderer geht fremd, in der Hoffnung und dem Irrglauben auf einen besseren Ersatz für die eigenen Bedürfnisse!


...so schaut es oft aus. Aber... wer will das denn wirklich wahrhaben, dass dem so sein kann? Es stehen doch meist NUR die eigenen Interessen im Vordergrund. Dass das Gegenüber AUCH eigene Interessen hat und diese auch vertreten "darf", wird oft übersehen.
Und was kommt hinzu - die "Idee" der Selbstverwirklichung. Es will doch keiner mehr zurückstecken. Kompromisse? Fehlanzeige. "Jedem das SEINE - mir das MEISTE!" Ist es nicht vielfach so? Es IST vielfach so.

Und woran liegt das - wahrscheinlich? Mangel an Kommunikation. Fehlende Streitkultur! "Klammern" statt Vertrauen schenken. "Kletten" statt Freiheiten lassen.

Hier gilt der Spruch: "Wer seinen EP liebt, lässt sie/ihn auch mal allein (losziehen)!"

Zitat:
Zitat:
Fazit: Nur wer sich in erster Linie selbst gegenüber vollkommen treu, loyal und authentisch verhält, hat auch wirklich die Chance auf ein ihn und andere erfüllendes Leben.


das ist ein GUTES Fazit. Nur... dazu muss Frau/Mann bereit sein, an sich selbst MEHR zu arbeiten, als das Gegenüber "bearbeiten" zu wollen. Das Gegenüber kann bestenfalls "mitarbeiten", um jeweils und im miteinander ein erfüllendes Leben zu ermöglichen!

x 1 #1209


S
[quote="kuddel7591"]bevor es in die Auseinandersetzung (positiv gemeint) mit Anderen geht, ist eine Auseinandersetzung
mit sich selbst - positiv wie negativ zu sehen - von großer Bedeutung. Denn...es relativiert sich im Verlauf der Auseinandersetzung mit sich selbst einiges...und oft sehr Elementares, was in der Auseinandersetzung mit Anderen oftmals gar nicht "zur Sprache" kommt.


@kuddel7591
Genau..... und das ist es ja Smile
Meine Kämpfe, mit mir selber die mir so viel Kraft kosten Traurig
Ich früher nie an mich gedacht, nie um mich gekümmert, immer nur das es meinem Umfeld gut geht Smile
Jetzt stehe ich oft neben mir und erkenne mich nicht mehr Smile einmal ein verdammtes mal nur an mich gedacht und tief gefallen Traurig
Ich brauche kein Gericht, keine Zeigefinger auf mich gerichtet, bin mein eigener Richter jeden verdammten Tag hier Traurig

#1210


paulaner
@MissLilly
Toller Beitrag. Danke dafür!

x 1 #1211


K
@Susello

der schwerste Kampf, den es zu kämpfen gilt, ist IMMER der mit einem selbst. Anderen gegenüber
dreht Frau/Mann sich einfach weg, wenn es einem zu viel wird. Sich selbst gegenüber kann Frau/Mann sich nicht wegdrehen. Oder aber... Frau/Mann verdrängt das EIGENE, was einem ja im Grunde so zu schaffen machte. Das macht aber keinen Sinn - denn Verdrängung schafft das Problem nicht beiseite.

Nein - niemand braucht ein "Gericht" mit dem berühmten "du solltest....bla bla bla!" oder dem "du müsstest...bla bla bla!". Und wer den Zeigefinger erhebt - drei Finger weisen auf einen selbst zurück.

Allerdings - wer sich auf den Weg macht, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, erlebt ja nicht
nur Negatives. Es werden auch "Ecken" entdeckt, die einem zuvor noch gar nicht bekannt waren
und durchaus sehr positiv sein und wirken können. Und dann wird es irgendwann spannend - der
Weg macht neugierig. Ja.... es werden dunkel Seiten entdeckt, aber auch helle - und auf DIE kommt es ja auch an.

Nein...das geht alles nicht von heute auf morgen oder von "jetzt auf gleich". Herauszufinden, worum es einem überhaupt geht, ist schon schwierig genug. Du hast einiges von dir beschrieben...und das "es Anderen immer recht zu machen"....und ..."sich selbst dabei (ständig) zu vergessen" sind ja schon Mammutaufgaben. Um so spannender wird es, sich dieser Dinge anzunehmen...dieser - sorry - Eigengewächse....egal wer sie "gepflanzt" hat.

Ich liebe diese Bildsprache... zwinkern

@MissLilly

deine Post "muss"/will ich mehrmals lesen, weil er sehr viel "Stoff" (positiv gemeint) bietet.

x 2 #1212


S

S
Zitat von MissLilly:
Solange der Mensch unter dem unterschwelligen Irrglauben leidet, dass ein anderer Mensch dafür verantwortlich sei ihn glücklich zu machen oder der Eine besser dafür geeignet sei als der Andere, der wird mit Sicherheit sein ganzes Leben lang enttäuscht werden bzw. es bleiben. Jeder der also seine Zeit damit verschwendet sich zu fragen, ob er sich für den EP oder den AP entscheiden soll, tut besser daran sich in sich selbst hinein zu fühlen und zu sich selbst stehen, anstatt seine Gefühle immer nur oder immer wieder vom Verhalten Anderer abhängig zu ...


@MissLilly
Hab mir deinen Beitrag separat abgespeichert, muss ihn paar mal lesen
Sehr gut Danke Smile

x 2 #1214


Z
Zitat von Didi83:
Ich Versuche weiterhin an meiner Ehe zu arbeiten weil ich es wenigstens versuchen will...aber immernoch ist es so dass ich den AM versuche zu vergessen. Ich will mein bestes gegeben haben für alle Beteiligten. Es ist eine innere Zerrissenheit die sicher die AF von Modul auch hat...! Ich Versuche daran zu arbeiten und möchte mir nicht ständig sagen lassen was für ein furchtbarer Mensch ich bin. Ich habe keine Affäre angefangen weil ich einfach"Lust" hatte. Es war wie der Anfang einer neuen Beziehung (ja das ist nämlich vergleichbar) aber die Tatsache dass ich verheiratet war führte eben in eine Affäre...ich möchte mich nicht weiter dafür rechtfertigen!


Hier hat keiner geschrieben, dass du ein schlechter Mensch bist und ich finde es interessant, dass du den Eindruck hast, dich rechtfertigen zu müssen.

Ich finde, du machst allerdings auch das, was du hier anderen Schreibern vorwirfst: beurteilen, vermuten.
Wie willst du denn einschätzen, wie sich die AF von Mudul fühlt?

Hier haben dir einige Schreiber lediglich ihre Sichtweise berichtet, was passiert oder passieren kann, wenn man eine Affäre versucht zu verheimlichen.
Welche Energie das raubt. Für dich, aber auch für die Beziehung. Alleine schon das "Vergessen wollen".
Und ich frage mich, wie das funktionieren soll? Wie soll man etwas vergessen, was einem sehr gefiel und gut getan hat, man Neues erlebt hat, sich neu erlebt hat?

Ich glaube, je mehr du versuchst zu vergessen, wird es eher ein Verdrängen und gar nicht verarbeitet.

Ich habe das schon mehrfach hier geschrieben und ich mache es gerne wieder. Und ich erlaube mir das, weil ich auch schon mal betrogen habe und weiß, was das mit Einem macht. Lügen und Betrügen sind selbstschädigend. Und ich bin der festen Überzeugung, egal ob die Affäre auffliegt, gebeichtet wird oder die Hauptbeziehung beendet wird, man schadet sich selbst am Meisten. Und sich das ehrlich einzugestehen geht nur, wenn man aus der Opferrolle kommt und sich sich selbst sehr unangenehme Fragen stellt.

x 3 #1215


A


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