Joshu
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Hallo Schwabe, danke - aber für Bewunderung besteht kein Anlass. Ich habe oft genug Momente, in denen ich alles hinschmeißen möchte, und nicht weiß wohin und nur noch einen Scherbenhaufen sehe. Aber für mich ist mein Sohn DER Ankerpunkt, allein schon wegen ihm muss ich weitermachen weil er auch von mir lernen soll, wie man erwachsen mit sowas umgeht, schon, damit er nicht denkt, dass sowas wie Famile völlig für die Tonne ist....
Ich habe das Glück, dass mir Schreiben beim Sortieren meiner Gedanken hilft, ebenso wie Austausch mit anderen, und besonders Leidensgenossen.
Je schlecher es Dir geht, und je hoffnungsloser, lieber Schwabe, desto kleiner solltest Du Deinen Horizont machen, den Du Dir gestalten willst. Was ich meine: Mach Dir nicht so viel Gedanken, was in einem Jahr oder in einem halben Jahr ist. Das wird sich zeigen! Denke von Woche zu Wochen, oder auch nur von Tag zu Tag, und wenn es mal ganz schlimm kommt, achte nur auf den Moment, auf Dich, wie es Dir gerade geht. Ich empfehle Atementspannungsübungen, um ganz in den Moment zu kommen. Glücklich und zufrieden wirst Du zur Zeit sowieso nicht sein, achte darauf, dass Du Ruhe in Dir findest! Tue alles, was Dir gut tut! Du hast ein Recht dazu! Und denke nicht, um Deine Ehe zu retten, müsstest Du unbedingt soviel wie möglich Kontakt halten, Dich bei ihr melden, ihr ständig zeigen, wie viel sie Dir bedeutet! Ich denke, dass weiß sie, oder wenn nicht mehr, dann zeige es ihr deutlich einmal, das genügt. Wenn Du richtig wütend bist, dann zeige ihr einmal deutlich ,was Dich wütend gemacht hat ,und dann lass es erstmal gut sein! Es ist eines der großen Widersprüchlichkeiten in Liebesbeziehungen, die man aushalten muss: Dann man den anderen manchmal richtig loslassen muss, uns sich wiederentdecken zu können!
ich bin nicht nur selbst betroffen - ich habe zwei enge Freunde, die sich einige Zeit vorher von ihren Frauen trennen mussten, und habe das als Freund sehr hautnah mitbekommen. Ich glaube, ich habe da einiges von lernen können.