Zitat von unbel Leberwurst:
Ein Lebenstraum mit einem Menschen, der seit 2 Jahren keine körperliche Nähe zulässt?
Aber gut, wir drehen uns im Kreis...
Auch hier ist mir nicht klar, worin der Widerspruch liegen soll. Ein Lebenstraum ist der, dass man zusammen bleibt in guten wie in schlechten Tagen, vom Beginn einer Ehe an gerechnet, getragen von der Liebe, vom Eros, in sich wandelnder Form, der immer aus einem Streben zueinander und füreinander und miteinander in beständiger Weiterentwicklung der je eigenen Person besteht. Natürlich ist das, was dann kommt ,die Ehe, kein Traum mehr sondern Realität, in der sich erweisen muss, ob und wie weit sich der Traum realisieren lässt.
Und die zwei Jahre Krise ohne sie lösen zu können und letztlich der Entschluss meiner Frau, mich zu verlassen, haben den Traum dann endgütltig zum Platzen gebracht.
Aber das Platzen des Traumes als Widerspruch zum Traum selbst darstellen zu wollen - das sind dann doch zwei unterschiedliche Ebenen durcheinandergebracht - eben den von Traum und Wirklichkeit.
Wirklichkeit ist jetzt gerade ein sehr stilles Wochenenende, wenig zu tun, Erledigungen, kleinere Haushaltsarbeiten, lesen, Musik hören.
Mit anderen Worten. Richtig furchtbar.
Schon mach ich die ersten Erfahrungen, die ich kommen gesehen habe: Die ersten Freunde - ein Paar - das uns zusammen zum Essen einladen wollte, hat dann von mir erfahren, dass wir uns getrennt haben. Ist okay, hab ich gemeint, ich käme auch allein, meine Frau möchte dann eher nicht mit. Verlegenes Rumgedruckse und das Essen findet natürlich nicht statt.
Überhaupt melden sich viel weniger Leute - sonst als Familie stand das Telefon nicht still, jetzt geht es kaum noch.
Als Alleinstehender unter Paaren - ich bin praktisch nur mit Menschen, die zusammen leben befreundet - ist man halt schnell stigmatisiert. Etwas ist falsch mit denjenigen.
Nein, die Entwicklung dahin mag ich nicht mitgehen.