Zitat von MMHW71: Ich habe diesen Geruch noch nie so im ganzen Haus wahrgenommen.
Also ich schon.
Ist so ein erdig-warmer Eiweiß-Haut-Geruch. Und wenn man den erstmal in der Nase hat, dann hat man auch "olfaktorische Phantomschmerzen" an Orten, an denen rein lüftungstechnisch nichts hinkommen dürfte. Dann riecht "die ganze Bude" danach.
Ist aber eigentlich ein gutes Zeichen. Wenn sich Pelztierchen an dem Geruch stört, ekelt sie sich vor ihrem Ex und entliebt sich. Das macht Energien frei für die eigene Zukunft. Soll der Typ also hübsch weiter bei geschlossenem Fenster und offener Tür dem zweiten Frühling entgegen wedeln. Umso leichter wird's für Pelztierchen, den Schlussstrich zu ziehen.
Zitat von VictoriaSiempre: Es scheint somit nicht erst 2 Jahre nach dem Tod des Hundes Probleme zu geben.
Hast Recht. Dann ging der Krug so lange zum Brunnen bis er brach.
Aber warum macht man dann nicht, während der Hund da ist und stört, das Fass auf? Weil die Tochter noch zu klein war oder die Alternative zur Frau, zu der man jedes Vertrauen verloren hat, noch nicht am Horizont?
Ich muss gestehen, dass ich bei Haustieren neutral bin. Ich selbst habe keine. Ich hätte wohl gerne eins, wenn das Stallsäubern und die Urlaubsbetreuung von Zauberhand geschähe. Insofern wäre mir persönlich ein Hund im Haushalt, wenn ich Hunde nicht mag (also bei mir: Vogelspinne) so unangenehm, dass ich ein ernstes Wort sprechen und darauf hinwirken würde, das Tier an andere zu geben. Oder ich fände es nur blöd, nicht gefragt worden zu sein und ließe das Tier da, solange ich nichts tun muss. Das jetzt als Hauptgrund für eine Scheidung anzugeben finde ich trotzdem merkwürdig. Aber es ist wie es ist und er hätte ja auch vor 5 Monaten sagen können "Wir sind getrennt, weil Montag ist." Wäre auf selbe hinausgelaufen.
Zitat von VictoriaSiempre: Ihr aber sehr viel mitfühlender und mit Focus auf „blöder Ehemann“.
Naja, ein Mensch, der sich ins Kinderzimmer verkriecht und die Trennung im übrigen akzeptiert, schadet nur sich selbst. Ein Mensch, der sich zum öffentlichen Selbstbemitleiden in den Carport lauert, schadet auch der Familie. Bei Pelztierchen sehe ich derzeit keine emotionale Erpressung und ständiges Auflauern beim Ex, um ihn zur Rede zu stellen. Fremdgegangen ist und im Alkrausch rumgewütet hat sie auch nicht (oder es zumindest hier nicht geschrieben). Und um ihre Schusswaffen getrauert hat sie auch nicht. Und ja, die Anzahl der tödlichen "Familiendramen", die von entmachteten Männern ausgehen, sind halt riesengroß, während von Frauen in so einer Situation weniger Lebensgefahr für den Ex und die Kinder ausgeht. Frauen verletzen und töten, um gehen zu können. Männer, um nicht gehen zu müssen.
Ich finde Pelztierchens Schockstarre und Verdrängung seit 5 Monaten also nicht so gemeingefährlich und behandlungsbedürftig wie Armins wöchentliche Ausraster.
Was glaubst Du denn, was bei Armin los wäre, wenn er hoch in die Wohnung käme und den Geruch wahrnehmen würde, den Pelztierchen seit Wochen in ihrer wahrnimmt?
Aber sobald Pelztierchen davon berichtet, dass sie sich jetzt den Onkel von ihrem Ex geschnappt hat, um ihm ihr Leid zu klagen, und der sie darin bestätigt hat, dass ihr Ex ja geldgierig und egoistisch ist, oder sie den Ex bei Telefonaten zur Rede stellt, würde das hier ebenfalls als übergriffig und nicht zielführend gewertet werden. Wieso blendest Du diese eklatanten Unterschiede aus? Warum ist Dein Anspruch an das Verhalten eines Mannes soviel niedriger als bei einer Frau?
@Pelztierchen: Hast Du schon einen Anwaltstermin? Weißt Du, welche Unterlagen Du dafür brauchst? Hast Du es heute nach draußen geschafft und kannst das morgen wiederholen? Oder sammelst Du Kräfte für einen neuen Anlauf morgen?
Für heute Abend kann ich Dir die Einschlafmeditationen und "Ängste abbauen Hypnosen" auf YouTube empfehlen. Es dauert etwas, bis man die für sich passende gefunden hat. Aber besser damit einschlafen als mit Doomscrolling oder Bingewatching.
Außer Deiner kleinsten Tochter und Dir gibt es gerade nichts und niemanden, um den Du Dich kümmern müsstest. Das aber mit aller Kraft. Auch wenn die an manchen Tagen nur fürs Nötigste reicht. Morgen ist ja wieder ein neuer Tag. Und Du bist lang genug Mama, um zu wissen, wie das geht. Du schaffst das!