KK1
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Nach genau 3330 Tagen warf sie heute das Handtuch. Ich bin am Boden zerstört. Hab mich mehrfach übergeben und weine. Ich, der sonst nie weint. Ich liege nur da und starre und weine. Meine Hündin versteht die Welt nicht und schleckt mich ab, was mich noch viel trauriger macht. Denn sie wohnt aktuell bei den Ex-Schwiegereltern und ich pendle jedes Wochenende zu ihr, um mich zu kümmern. Und jetzt macht meine Ex Schluss. Nach der Botschaft bleibe ich noch Stunden dort. Ich will meine Hündin nicht alleine lassen. Denn sie ist jetzt noch das einzigste Wesen, das mich liebt, wie ich bin. Bedingungslos, aufrichtig, immer. Nach einer herzzerreißenden Verabschiedung sitze ich nun wieder hier. In der neuen Stadt, mit neuem Job, ohne wirklichen Ansprechpartner und unsagbar traurig, wütend, alles zugleich.
Der Grund für das Aus ist denkbar einfach. Es sei nicht mehr wie früher. Es fühle sich nicht mehr so an.
Dazu habe ich sicher einiges beigetragen in der letzten Zeit. Meine Promotion lies mich teilweise ungeniesbar werden. Ich war oft einfach schlecht drauf, ausgelaugt. Der neue Job danach macht auch wenig Spaß. Meine Unzufriedenheit wächst und wächst. Ihre Liebe zu mir jedoch nicht. Ich denke ich habe mit einfach oft zu viel rausgenommen. Die Beziehung für selbstverständlich wahrgenommen, was nun mein Verhängnis wurde.
Bevor alles unschön wird und wir nur noch streiten wolle sie die Beziehung beenden. Sie könne nicht mehr, weil ich nicht in der Lage war, ständige Streitthemen lösen zu können. Ich, der blauäugig von Kindern mit ihr geträumt hat, der den neuen, gut bezahlten Job angenommen hat, um ihr was bieten zu können, am Boden. Dort liege ich nun und komme alleine nicht mehr hoch.
Wir gingen durch dick und dünn. Haben viele Krisen überwunden, uns geliebt, und dennoch reicht es nicht. Ich habe jeglichen Willen, Motivation verloren. Das Einzigste, das den Motor noch vor dem Absaufen bewahrt, ist meine Hündin. Mein Ein, mein Alles.
KK1.