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Aus nach fast 24 Jahren, total verletzt

Gracia


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Dein Ex krempelt jetzt alles um. Der Anfang war das Bett, und weiteres wird folgen.

Dass der 18jährige jetzt auch selber einkaufen kann stimmt ja auch. Ich gehe mal davon aus, dass er damit nicht alles für den derzeitigen 3Männerhaushalt meint, sondern Mithilfe und nicht nur warten, das alles erledigt ist. Er kann sich da ja mit seinem Bruder arrangieren, wenn die zwei,eh schon überlegen, einen auf WG zu machen.

Ex hat sich in der Vergangenheit schon um nix gekümmert und wird jetzt nicht damit anfangen, deine Rolle im Haus zu übernehmen. Seine Neue wird das auch nicht tun und von der Oma kann man es dauerhaft nicht erhoffen. Also macht er jetzt schon mal Ansagen, dass sie sich umstellen müssen. Dass das jetzt ein wenig plötzlich zusammentrifft mit dem Ausbildungsbeginn, dafür kann dein Ex ja nix. Dass ihr auszieht war geklärt, nur der Zeitpunkt war noch ungewiß. Dein 18er hatte die Wahl mit dir mit zu kommen, ihr habt darüber gesprochen und er sich sich entschieden, aus Gründen einer gewissen Bequemlichkeit und weil er nicht so gerne Veränderungen mag, bei Papa zu bleiben.
Das war möglicherweise eine Fehlentscheidung, weil ihr beide euch viel besser versteht. Der Zug ist aber momentan abgefahren, deine Wohnung ist zu klein für eine dritte Person, wenn ich das bis hierher richtig verstanden hab.

Wenn der Älteste weg ist wird der mittlere öfters alleine daheim sein oder eben-- eine noch unangenehme Vorstellung--- die Neue mit im Haus sein, wenn Papawochenende ist.

Wenn es mit irgendetwas Problemchen gibt kannst du ihm auch virtuell helfen. Oder er kommt zu euch und du hilfst ihm.
Ihr könnt euch auch gegenseitig helfen, indem ihr zusammen einkaufen geht.

06.09.2019 13:07 • #1576


Taleja

Taleja


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Zitat von Gracia:
Er kann sich da ja mit seinem Bruder arrangieren, wenn die zwei,eh schon überlegen, einen auf WG zu machen.

Die 2 überlegen nicht, ob sie eine WG machen. Der Große zieht wieder in eine WG mit seinem besten Freund.
Dass es nun mehr wie in einer WG laufen soll, hat der 18 jährige mir gestern erzählt. Das hatte mein Ex zu ihm gesagt.

Zitat von Gracia:
Ex hat sich in der Vergangenheit schon um nix gekümmert und wird jetzt nicht damit anfangen, deine Rolle im Haus zu übernehmen. Seine Neue wird das auch nicht tun und von der Oma kann man es dauerhaft nicht erhoffen. Also macht er

Aber zumindest ein Teil davon wäre seine Aufgabe, finde ich. Es macht gerade den Eindruck, dass er alles auf die Jungs oder seine Mama abwälzt, nur um möglichst viel Zeit für sich zu haben.
Wo ist denn da seine Selbstständigkeit, die er bei unseren Söhnen so einfordert?

Zitat von Gracia:
Dass das jetzt ein wenig plötzlich zusammentrifft mit dem Ausbildungsbeginn, dafür kann dein Ex ja nix.

Aber etwas Rücksicht und Eingewöhnungszeit könnte er ihm schon geben.
Aber nein, dann müsste er ja wohlmöglich zurückstecken.....

Zitat von Gracia:
Der Zug ist aber momentan abgefahren, deine Wohnung ist zu klein für eine dritte Person, wenn ich das bis hierher richtig verstanden hab.

Meine Wohnung ist eigentlich sogar relativ groß, hat aber eben nur 3 Zimmer, so dass es etwas schwierig wäre. Aber wenn das da gar nicht geht mit dem Vater, kriege ich ihn übergangsweise sicher unter.

Zitat von Gracia:
Wenn der Älteste weg ist wird der mittlere öfters alleine daheim sein oder eben-- eine noch unangenehme Vorstellung--- die Neue mit im Haus sein, wenn Papawochenende ist.

Unangenehme Vorstellung reicht da für mich nicht aus.
Mir ist heute so durch den Kopf gegangen , dass er ja eigentlich genügend Zeit hat, wo er sie treffen kann. Selbst am Papa-Wochenende müsste er eigentlich nur Samstag verzichten, denn freitags sehen sie sich beim gemeinsamen Training und Sonntag ist der Zwerg ab ca. 18.30 Uhr wieder bei mir.

06.09.2019 22:43 • #1577


Gracia


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Ah, dann hab ich das missverstanden mit der Bruder WG, sorry.

Eine Vater-Sohn WG soll es werden. Na dann. Dein Sohn wird dir schon berichten, was da abläuft.

06.09.2019 23:07 • #1578


ttttt


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Wieso glaubst du, dass er alles auf sie abwälzt? Müssen die Söhne alleine den Haushalt schmeissen? In ner WG wären die Aufgaben ja aufgeteilt.

07.09.2019 05:22 • #1579


Taleja

Taleja


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@ttttti
Ich hab doch nur geschrieben, dass es gerade den Eindruck macht.
Er wird ja schon was machen müssen.
Allerdings funktioniett eine WG auch mit Absprachen, hier scheint einfach einer zu bestimmen.

Aber egal, wir müssen das auch nicht weiter diskutieren. Ich sehe nur, dass meinem Ex zur Zeit nur er und möglichst viel Zeit für sich und seine Freizeitgestaltung wichtig ist.
Er hat sich von mir getrennt, nicht von seinen Kindern und da wäre es einfach schön gewesen, wenn es ein vernünftiges Miteinander gegeben hätte.

07.09.2019 05:48 • x 1 #1580


Nostraventjo

Nostraventjo


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Taleja, dein Sohn ist 18 und erwachsen.

Der kann ausziehen oder nicht, wird sich aber da sicher zu helfen wissen.

07.09.2019 07:37 • x 2 #1581


Perzet


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Ich brauche gerade für mich hier eine kleine Zusammenfassung bzw Übersicht. Denn so sehr ich @Taleja alles Gute wünsche und mit ihr und ihrer Entwicklung mitfiebere, so sehr kommen mir bestimmte Sachen auffällig entgegen.

Taleja meint es gut mit ihren Jungs und sorgt sich um sie. Ich hatte es spät nachts zuletzt als Muttertier etwas unglücklich bzw überzogen bezeichnet. Was ich damit andeuten wollte ist, daß Taleja zwar die äußeren Anforderungen ihres Mannes nachgekommen ist, seine Trennung von ihr erfüllt hat, indem sie sich eine Wohnung gesucht hat, diese renoviert und eingerichtet hat und dorthin physisch umgezogen ist. Aber im Grunde wohnt sie emotional weiter im Haus und sorgt sich weiter um das Wohlergehen ihrer Jungs. Dabei sind diese groß genug dem Papa zu sagen, wie sie etwas empfinden, wie sie sich etwas vorstellen bzw evtl Konsequenzen zu ziehen. Das dürfen sie gerne ausleben. Woanders würde dies unter die natürliche Entwicklung von aufmuckenden Teenagern fallen. Das könnte der Vater echt mal gebrauchen, diese Reibereien unter Vater und Söhnen. Vielleicht kommt das noch. Warum fehlt das bisher?

In Talejas Wirren der Gefühle, in der ganz oben die Sorgen um ihre Jungs stehen, scheint sie selber noch gar nicht wirklich realisiert zu haben, wie ihr Mann drauf ist. Nicht wirklich. Ist verständlich. Schließlich wurde ihr ganzes Leben mal eben auf links gedreht. Kaum Zeit gehabt zu realisieren, was im Moment wirklich los ist. Von daher wohl die immer wieder von neuem irritierten Anmerkungen, was der Typ, lange genannt Ehemann, nun wieder macht, sagt, denkt, erwartet.

Taleja kümmert sich, packt Probleme an, ignoriert sich selber zum Wohle ihrer Familie, äh, zum Wohle ihrer Kinder.

Da kommt bei mir die Frage auf, ob dieses Mühen um eine möglichst heile Welt für die Kinder und damit eingeschlossen die unausgesprochene Erwartung an den Mann, genauso drauf zu sein, auch schon die ganze Zeit vorher der Fall war? Vor lauter gutem Willen merkt man nicht, was neben einem wirklich los ist.

Diese Gedanken helfen nicht mehr die aktuelle Situation zu verändern. Vielleicht hilft es Taleja, sich diesen Aspekt mal später anzuschauen, um spätere Kontakte oder Beziehungen realistischer zu sehen und nicht alle Erwartungen an sich selber wie selbstverständlich auf andere zu projezieren.

Mit Worten, die ich hier im Forum verstärkt gelesen habe, bedeutet dies, daß sie zwar in ihrer Rolle als Mutter unglaublich aufgeht, also die Elternebene stark bedient - dies in gleichem Maße von ihrem Mann erwartet - und dabei ihn und die Paarebene aus den Augen verloren hat. Unter dieser Erwartung kann er nur verlieren, denn nach eigener Aussage war er wohl nie so wirklich ein Vatertier. Und damit fiel er immer mehr raus aus dem Konstrukt und sie und ihre Söhne wuchsen zu einer starken Symbiose.

(natürlich hat er auch seine Anteile daran. Aber hier geht es um Taleja und ihrer Position. Also nur darauf bezogen. )

Wie gesagt, ein paar meiner Gedanken und Eindrücke aufgrund der Entwicklung in diesem thread. Vielleicht kann das irgendwann einmal als Anregung dienen für die Selbstreflektion. Im Moment ist noch so dermaßen viel zu verkraften und zu erledigen.
Alles Gute!

07.09.2019 09:50 • x 3 #1582


Taleja

Taleja


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Ich verstehe, was gemeint ist,
habe in der Beziehung aber auch darauf geachtet, Zeit nur mit meinem Mann allein zu verbringen. Er war mir doch auch wichtig!

Es drehte sich keinesfalls alles um die Kinder. Nur hatte mein Ex ,angeblich schichtbedingt, oft kein Interesse etwas zu planen oder zu unternehmen. Oftmals wollte er nur seine Ruhe.
Ich habe mir einen Bekanntenkreis aufgebaut, worauf er sich aber auch nicht wirklich einliess.

Jetzt geht das alles. Das ist mein Problem.

Wir waren auch bei einer Eheberatung damals und haben beschlossen, zu reden, wenn etwas nicht stimmt. Er war irgendwann wieder unzufrieden und hat nichts gesagt.

Dass er kein "Vatertier" ist, weiß ich schon länger. Aber wir beide als Paar , das funktionierte , dachte ich. Und darauf habe ich gebaut.

07.09.2019 12:11 • #1583


Tabea2018


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Mein Exmann hat sich auch so verhalten. Alle meine Bemühungen wurden geblockt oder er hat es über sich ergehen lassen. Ich denke heute, dass er nie wirklich das Bedürfnis hatte, mit mir Zeit zu verbringen. Das ist natürlich erst einmal sehr verletzend, aber aufgrund dieser Erfahrung gehe ich heute wachsamer mit mir und meinen Gefühlen um.

07.09.2019 12:22 • x 2 #1584


Perzet


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Zitat von Taleja:
Aber wir beide als Paar , das funktionierte , dachte ich.

Zitat von Taleja:
Nur hatte mein Ex ,angeblich schichtbedingt, oft kein Interesse etwas zu planen oder zu unternehmen. Oftmals wollte er nur seine Ruhe.

Sei mir nicht böse Taleja, aber ich denke, du machst dir etwas vor wenn du sagst, als Paar hättet ihr funktioniert.
Ihr wart zusammen an derselben Stelle, im selben Haus. Aber irgendwie wart ihr jeweils für euch mit euren Interessen und Gedanken. Lustlosigkeit mag ein Indikator sein.
Zitat von Taleja:
Wir waren auch bei einer Eheberatung damals und haben beschlossen, zu reden, wenn etwas nicht stimmt. Er war irgendwann wieder unzufrieden und hat nichts gesagt.

Ich habe das auch erst viel viel später kapieren können, aus einer sicheren Entfernung zur Beziehung, daß vieles doch nicht so übereinstimmend war, wie es vielleicht wirkte.
Und nicht jeder, eigentlich wenige, bekommen ihre tatsächlichen Gefühle klar mit - und - können diese adäquat äußern.
Viele wollen tatsächlich glauben, daß alles OK ist, machen so gut wie sie können, und plötzlich brechen sie aus.
Für manche mag das selber überraschend sein.
Manche müssen weiter machen um sich vor sich selber zu rechtfertigen.
etc
Es gibt eine unglaubliche Bandbreite an Möglichkeiten, warum jemand nichts gesagt hat und warum er plötzlich so unglaublich anders drauf ist. Viele dieser Möglichkeiten sind noch nicht einmal böse gemeint oder gar geplant gewesen.

Und dennoch müssen dann alle damit klar kommen, ungewollt.

Zur Bewertung der Situation bin ich aus meiner Perspektive der Meinung, daß ihr euch schon vor recht langer Zeit aus den Augen verloren habt. Ihr habt euch jeweils nach besten Wissen und Gewissen bemüht, jeder auf seine Weise. Aber so richtig innerlich verbunden mit dem Wunsch, seine freie Zeit mit dem anderen verbringen zu w o l l e n und sich jeweils interessant und wertvoll für den anderen zu halten, das ist nicht wirklich vorhanden.

Dieser Wunsch ist sicher genau so märchenhaft wie der Wunsch, der andere möge ein genauso verständnisvoller und bemutternder Elternteil sein, wie man selber.

Beides optimale Wünsche des Extremen.

Diese Übertreibung soll die Tendenz verdeutlichen, in der ihr euch schon länger befindet.

Ach Taleja, ich wünsche dir wirklich nur das Beste.
Für manche ist weiterschlafen wichtig weil es sie noch überfordern würde. Andere sollten aufwachen, damit sie i h r e n Weg endlich finden können.

07.09.2019 13:53 • x 6 #1585


Taleja

Taleja


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Einige der letzten Posts hier habe ich nun mehrmals gelesen und überlegt, ob ich überhaupt noch hier schreiben soll.

Nur so viel: Ich schlafe bestimmt nicht!

Das geht auch gar nicht, da ich mein Leben komplett neu gestalten muss und auch schon einiges geschafft und anderes zumindest in die Wege geleitet habe.

10.09.2019 21:53 • #1586


williams

williams


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Zitat von Taleja:
Einige der letzten Posts hier habe ich nun mehrmals gelesen und überlegt, ob ich überhaupt noch hier schreiben soll.


Da springe ich Dir gerne bei, Du hast jetzt so viel Blödsinn während der Trennung erlebt, da entmutigen Dich doch nicht ein paar unzufriedene "Seelchen" hier im Forum.
Wie kommst Du zu zurecht?

10.09.2019 22:08 • x 1 #1587


Fanta1

Fanta1


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Hallo Taleja,

ich sehe auch die Tendenz in diesem Forum, dass man von Menschen, die hier in Ausnahmesituationen schreiben, immer am besten augenblicklich einen total klaren, reflektierten, eigene Schuldanteile erkennenden, super nach vorne blickenden Grundgedanken erwartet. Wenn man verletzt, emotional, vielleicht manchmal unsachlich ( nicht du- das bezieht sich auf andere Threads) schreibt und sich einfach mal ausk....möchte wird man mindestens nach dem zweiten " tut mir leid, dass es dir so schlecht geht" zurechtgewiesen. " Nun komm doch langsam mal klar, du musst jetzt dies...du musst jetzt jenes..." Ich packe mir da mal an meine eigene Nase, es gab Posts von mir, wo ich auch Verständnis für deinen Ex aufbrachte und dir das auch mitteilte und dabei wohl vergessen habe, wie ich mich damals fühlte, als unsere besten Freunde " Verständnis" für meinen Ex-Fremdgeher aufbrachten.

Ich möchte hier mal allgemein dafür werben, den Menschen,die hier schreiben, Mut zuzusprechen in der akuten Situation. Taleja befindet sich nach wie vor in einer Akut-Situation, das vergessen hier manche. Eine jahrzehntelange Ehe mit drei (!) gemeinsamen Kindern von jetzt auf gleich aufgeben, aus dem geliebten zu Hause ausziehen und in eine total fremde Wohnung einziehen, zwei Kinder zurücklassen müssen ( auch wenn sie schon junge Erwachsene sind, sie bleiben aber die eigenen Kinder), das ist kein Pappenstil. Und dass Talejas Sorge um die beiden größeren Söhne hier so abgewertet wird ( " ach, die sind groß, die packen das schon", " dann müssen die halt mal mit ran")... finde ich auch nicht richtig. Der mittlere ist 18 und wurde bisher umsorgt . Jaaa, sicher, jetzt können wieder die Ober-Korrekten sagen, dass man sein Kind schon viel früher zur Selbstständigkeit erziehen muss, dass der doch schon längst seine Wäsche selbst waschen können muss und blabla....Klaaar, alle anderen außer Taleja haben natürlich total selbständige 18jährige, die mal eben mit links einen eigenen Haushalt wuppen, daneben total erfolgreich in ihre Ausbildung starten und locker und lässig damit umgehen, dass Papa nun eine Neue hat und Mama nicht mehr da ist. Nee, Leute, ich sag euch ganz ehrlich... ich würde mir genau solche Sorgen machen um mein Kind und hätte genau die gleichen Gedanken wie Taleja. Nur weil er laut Personalausweis 18 ist, heißt das nicht, dass er von jetzt auf gleich ein komplett durchstrukturierter Erwachsener ist. Und wir sprechen ja nicht davon dass er vom Papa dazu angehalten wird, mal ab und zu den Müll rauszubringen. Der Vater hat ihm in einer Situation, in dem auch die Großen extrem verunsichert sind weil sie ihren sicheren Hafen verloren haben und nicht wissen, was auf sie zukommt, eine Ansage gemacht, dass sich von nun an eingies ändern wird . Also auf die Ängste nochmal einen drauf gesetzt. Statt erstmal ein bisschen Ruhe und Sicherheit einkehren zu lassen.
Was auch immer wieder auffällt, dass der Verlassene extrem früh dazu angehalten wird, sich doch mit dem Ex und seiner Neuen nicht mehr auseinanderzusetzen ( " ach nun denk doch nicht an die, du musst nach vorne schauen..."). Man hat in dieser Situation aber nunmal Phasen, in denen man 24/7 an nichts anderes denken kann. Und man will seine Gedanken teilen, man will ein bisschen lästern über die Neue und darüber was er oder sie gesagt/getan hat. Weil es einfach gut tut ! Weil es einem dann ein klitzekleines bisschen besser geht. Und wenn man dann hier im Forum immer abgebügelt wird, dass man doch nun mal langsam an sich selber denken soll statt an Ex und Next, dann geht es einem definitiv wieder schlechter. Weil man denkt, mit einem stimmt was nicht, dass man sich so viele Gedanken um den Ex und das neue Glück macht. Jeder verarbeitet eine Trennung nunmal anders. Ich gehöre auch zu den Leuten, die dann rund um die Uhr über den Ex reden müssen. Was hat er da und da gesagt? Was hat er getan? Wie sieht die Neue aus? Hat sie einen blöden Haarschnitt? Nur wenn ich permanent darüber reden kann- auch über total nebensächliche Dinge, dann geht es mir etwas besser. Und wenn dann eine gute Freundin sagt :" ja, du hast Recht, also die neue Frisur der Next ist wirklich gruselig"- dann geht es mir ein kleines bisschen besser. Und irgendwann merke ich dann selber, dass ich nicht mehr darüber reden WIlLL und dann weiß ich- ich habe es geschafft. Aber Ratschläge, nun mal endlich nach vorne zu blicken und die Vergangenheit los zu lassen, die ziehen mich dann runter. Weil ich dann im stillen Kämmerlein daran denken muss und das Gefühl habe, nicht mehr drüber reden zu dürfen, weil mich sonst andere komisch oder verbissen und verbittert finden könnten.

Auch die Kritik, die hier zeitweise bzgl. des Umgangs mit Talejas jüngstem Sohn abgelassen wurde, finde ich komplett daneben. Sie hat ein Kind, das der besonderen Zuwendung bedarf. Wir wissen nur soviel,dass es Verhaltenauffälligkeiten gibt und der Junge in psychiatrischer Behandlung ist. Und auch hier gab es massig " gute Ratschläge", dass Taleja zu überbehütend ist, sich zu viele Sorgen macht...etc. Und das alles in einer extremen Ausnahmesituation, in der man eigentlich Zuspruch und Trost braucht.

So, das wollte ich mal generell loswerden, auch wenn es das eigentliche Thema nicht wirklich voran bringt. Taleja, bitte schreib weiter hier, ich finde, du machst das alles außergewöhnlich gut.

11.09.2019 05:34 • x 9 #1588


Tabea2018


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Um die Sorge hinsichtlich der Kinder ging es mir gar nicht. Meine sind alle um die dreißig, trotzdem mache ich mir noch Kopf und bin da, wenn es ihnen nicht gut geht.
Es war vielmehr die Aussage "Jetzt geht das alles. Das ist mein Problem."
Zum Zeitpunkt der Trennung war ich auch hochgradig fassungslos und dachte ich wäre im falschen Film. Mein Exmann ist von seiner Persönlichkeit doch recht anders gestrickt als ich es bin. Unterschiede akzeptiere ich aber, daher habe ich es so angenommen und vieles nicht eingefordert, was ich vermisst habe.
Diese Dinge waren bei der Neuen auf einmal selbstverständlich. Sie hat ihn nicht "verhext". Sie haben einen sehr ähnlichen Lebensfokus, eine andere Art zu kommunizieren.
Ich bin immer davon ausgegangen (leider eben auch, weil er sich nie deutlich aufgestellt hat), dass unsere Lebensidee die gleiche ist. Ich habe meine Liebe auf uns beide projiziert, nicht bemerkt, dass es ein Ungleichgewicht gab.
Familie ist mir sehr wichtig, mein Lebensgrundpfeiler. Seiner aber nicht. Es hat mich nach der Trennung auch massiv verletzt, dass er anscheinend gar nicht das Bedürfnis hatte, einen regelmäßigen Kontakt mit unseren Kindern und Enkelkindern zu pflegen. Heute weiß ich, dass es seinem Wesen halt nicht entspricht und das kann ich für mich annehmen. Erst nachdem ich mich von dem "Beziehungsbild" lösen konnte, das ich in mir trug, habe ich meinen inneren Frieden gefunden. Eine "unzufriedene Seele" bin ich ganz sicherlich nicht.
Jeder von uns kann jetzt sein Leben so gestalten, wie es den eigenen Bedürfnissen entspricht.
Die Suche nach Antworten, das sich selbst in Frage stellen kenne ich nur zu gut. Es ist ein schmerzhafter Prozess. Ich kann ja nur aus meinen eigenen Erfahrungen heraus schreiben, einen Vorwurf sehe ich darin nicht.

11.09.2019 06:21 • x 1 #1589


Perzet


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2214
Schade, daß hier so mit generellen Keulen um sich geschlagen wird und Aussagen aus dem gemeinten Zusammenhang gerissen und in Frust zerrissen werden.

Von daher kann ich leider nicht mehr konkret auf einzelne Sachen eingehen.

Ich wiederhole mich gezwungenermaßen, da hier "frustrierte Seelchen" unbedingt falsch verstehen wollen.

Taleja hat eine Menge zu verkraften und zu wuppen. Habe ich sowohl anfangs geschrieben und nichts anderes gemeint.

Und ich bin froh, daß Taleja eine Menge Rückmeldungen bekommt, die sie auffangen.

Nichts desto trotz bringt es nichts, wenn sie AUSSCHLIEßLICH gepampert wird. Taleja darf ruhig hören, daß sie ein paar Dinge abgeben kann bzw nicht mehr in voller Last tragen muß.
Dazu gehört zb daß ihre großen Jungs sehr wohl viel mehr drauf haben als sie ihnen anscheinend zutraut.

Interessant, daß alleine so ein Hinweis bereits verboten wird.
Doch, das sollte sie hören dürfen. Vielleicht hilft es ihr, ihre Situation auch mal aus einer etwas größeren Distanz zu betrachten. Ihr Großer hat bereits in einer WG gewohnt. Der andere ist 18 und nicht 8. Der verkraftet seinen Vater. Gib ihm eine Chance dazu.
Ich vertraue auf seine Fähigkeit, in die Situation zu wachsen. An keiner Stelle habe ich gesagt, er kann schon alles. Im Gegenteil. WACHSEN ist ein Prozeß. Der fängt klein an und kann (!) groß werden. Ich habe Vertrauen in Talejas Jungs, daß sie die sich verändernde Situation verkraften werden und IHRE Konsequenzen daraus ziehen werden.
Schade, daß diese Fähigkeit zur Entwicklung so ganz überlesen wurde und zum schon perfekten Ergebnis gemacht wurde beim aufregen. Stammt nicht von mir.

Auch habe ich nicht gesagt, sie solle jetzt schon alles verstanden haben. Im Gegenteil. Es ist klar, daß sie jetzt im Chaos ist. Und genau deswegen ist es ebenfalls mal gut zu hören, daß es noch anderes gibt, später einmal. Daß es dann besser wird.

Verständnis ist in diesem thread wirklich in Massen vorhanden. Da darf ein Hinweis, daß ihre Jungs das schaffen, auch gerne positiv gewertet werden.

Für Taleja ist es gut und wichtig sich hier mitteilen zu können. Das soll sie gerne machen.

Da meine Aussagen hier lieber falsch verstanden werden und nieder gemacht werden, ziehe ich mich hier raus.

Weiterhin alles Gute für Taleja!

11.09.2019 16:29 • #1590




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