Es gibt Sachen, auf die ist man einfach nicht vorbereitet.....
Mein Ex hat mich heute morgen angerufen, nachdem er gesehen hat, dass es eine Kontobewegung gegeben hat und er fix fast den ganzen Rest anderweitig überwiesen hat.
Natürlich gab ein Wort das andere , er fühlt sich wie immer im Recht, zeigt keinerlei Einsicht. Angeblich werden bei der Scheidung alle Konten angeschaut und das Guthaben quasi durch 2 geteilt. Keine Ahnung, ob das so ist, aber dass man das Gemeinschaftskonto schon vorher hätte teilen können oder sogar sollen und ich damit wohl besser dran gewesen wäre, das sieht er anders.
Sprich, was er so alles in der Zwischenzeit vom Guthaben angeschafft/bezahlt hat, während ich vieles trotz Vollmacht gebraucht gekauft habe ist aus seiner Sicht nicht relevant.
Naja wie es immer so ist, blieb es natürlich nicht bei dem Thema, weil er sich ja nach wie vor als den Armen sieht. Er hat sich mal wieder über unseren 18jährigen ausgelassen und dass es so nicht geht. Habe ihm gesagt, dass er sich über einiges nicht wundern muss, weil er es selbst verursacht hat. (Er hatte ja die Neue eingeladen, kurz nachdem ich gerade weg war und sie sofort dort übernachten lassen, ohne dass es überhaupt ein Kennenlernen oder ein Gespräch gab und da wundert er sich, wenn die Jungs dicht machen?)
Auch da keine Einsicht, ich hätte da bestimmt ordentlich beeinflusst.
( Sie sind erwachsen und durchaus in der Lage sich ihre eigene Meinung zu bilden!)
Was den Kleinen angeht habe ich gefragt, warum er mir die Vollmacht für die Schule verweigert, aber andererseits noch nicht mal fragt, was beim Gespräch mit der Lehrerin rausgekommen ist, von dem er ja wusste.
Das eigentlich Lustige oder auch Traurige daran: er hat sich auch da rausgeredet, aber trotzdem nicht gefragt, was genau los ist.
Irgendwie hatte ich das Gefühl , er ist keinen Schritt weiter als vor 9 Monaten, weist immer noch alles von sich.
Im Prinzip war das Gespräch ähnlich wie die, kurz nach der Trennung. Eins mam zum andern.
Habe mich leider irgendwann emotional nicht mehr ganz im Griff gehabt und ihm gesagt, dass er nicht wieder gutmachen kann, was er mir angetan hat. Was es für ein Gefühl ist, nach über 20 Jahren Haus ,Hof und Kinder zurück lassen zu müssen und weder von ihm noch von seinen Eltern auch nur ein "Alles Gute" oder so kam.
Leider kamen mir bei der Erinnerung an den Abschied die Tränen und ich habe nur noch zugefügt, dass ich dann ja auch noch kurze Zeit später des Grundstücks verwiesen werden sollte. Tja habe dann weinend aufgelegt und danach brachen die Dämme ganz.
Erst hab ich mich über mich selbst geärgert, aber andererseits, nun ist es raus. Vielleicht war es wichtig für mich, IHM mal zu sagen, wie das für mich war.