Hat nicht viel mit der Trennung zu tun, was ich jetzt schreibe, aber ich muss es irgendwie loswerden.
Heute merke ich, wie sehr die letzten Jahre , die Probleme und Sorgen, was den Kleinen angeht, an meinen Nerven gezerrt haben.
Eigentlich verwunderlich, dass da die Trennung nicht zum Zusammenbruch geführt hat.
Es ist nichts vorgefallen und trotzdem laufen die Tränen. Bin wohl doch mit den Nerven ziemlich am Ende.
2018 war das härteste Jahr mit dem Zwerg und ich habe wirklich sehr gekämpft, damit ihm und damit ja auch mir/uns geholfen wird. Es wurde besser und dann kam im April 2019 die Trennung und mit ihr logischerweise andere Probleme und Herausforderungen, die ich aber eigentlich ganz gut im Griff habe, dachte ich.
Ich hatte es ja schon mal hier geschrieben, dass der Kleine ein großes Problem mit der Nutzung von Medien hat und ich es mit Unterstützung einer Beratungsstelle versuche in den Griff zu bekommen.
Leider kommt mit dem Frust darüber ein Stück weit sein respektloses Verhalten mir gegenüber wieder, was dann , wie mit der Beratung abgesprochen, wieder Konsequenzen hat.
Außerdem hat mein Sohn ja eine ausgeprägte Rechenschwäche, die zu großen Problemen in der Schule und bei den Hausaufgaben führt. Dies zieht sich mittlerweile durch einige Fächer, da er einfach total gefrustet ist und zum Teil dicht macht.
Diese immer wieder kehrenden Probleme , was Mefien und Schule angeht und der Frust, den ich dann abbekomme, machen mir sehr schwer zu schaffen.
Erst hier kommt ein Stück weit die Trennung ins Spiel. Ich kann eben nicht mehr "mal eben raus aus der Situation " , habe niemanden der, wenn auch vielleicht nur halbherzig, mal für eine Weile übernehmen kann.
Und dann ist der Ex noch so dreist und hält sich nicht an die abgesprochenen Regeln der Mediennutzung, obwohl er selber das Wort "Sucht" in den Mund genommen hat.
Dass er beim Vater mehr darf kann ich ja leider nicht beeinflussen , nur beeinflusst es eben unseren Alltag.
Da kommen dann eben Sprüche wie " Bei Papa darf ich mehr, der ist nicht so streng! " oder ähnliches.
Außerdem ist es für ihn natürlich doppelt schwer von diesem lockeren Umgang mit den Medien dort, sich danach hier wieder an die Regeln halten zu müssen, was eben häufig zu Stress führt.
Leider ist mein Sohn da auch anders, als viele andere Kinder. Sämtliche Konsequenzen haben irgendwie so gut wie keinen Lerneffekt, was ja eher ungewöhnlich ist.
Vor ein paar Tagen hat meine Mama am Telefon einiges von seinem Verhalten mitbekommen und mich gefragt, wie ich das nur aushalte....
Ehrlich gesagt, frage ich mich das auch.
Nun muss und möchte ich mir aber in nächster Zeit einen Job mit mehr Stunden suchen, um unser Leben nach dem Wegfall des Trennungsunterhalts finanzieren zu können.
In meinem erlernten Beruf ( Einzelhandelskauffrau) gibt es fast nur Jobs in Schichten, was bedeuten würde, dass der Kleine häufig allein zuhause wäre, da ja die Geschäfte meist bis 20 Uhr oder sogar länger geöffnet sind
Das ist nicht nur wegen der Mediennutzung ein Problem sondern natürlich auch wegen seiner großen Schulprobleme.
Die Beraterin beim Arbeitsamt hatte vollstes Verständnis, aber leider auch keine passende Idee, ausser zu versuchen die Arbeitszeiten eben möglichst zu meinen Gunsten mit einem neuen Arbeitgeber abzusprechen.
Irgendwie fehlt mir heute das Durchhaltevermögen, der positive Blick nach vorn und der Gedanke " Du packst das schon!"