Heute Nachmittag kam eine Nachricht vom Ex, er teilte mir tatsächlich mit, wo er jetzt arbeitet.Und kam auch gleich die erste Einschränkung. Von seinem Team müssen Ladenöffnungszeiten abgedeckt werden, darum könnte es sein, dass er am Samstag bis 18.30 Uhr arbeiten muss, er würde den Kleinen aber trotzdem danach abholen.
( Eigentlich ist sein Wochenende von Freitag Nachmittag bis Sonntagabend.)
Meine erste Reaktion war, ihn darauf hinzuweisen, dass er sich doch einen Job suchen wollte, damit ich samstags arbeiten kann und die Betreuung des Kleinen gesichert ist, denn das hatte er mir ja mal geschrieben. Dann schrieb ich noch, dass ich Samstag bereits etwas vorhabe.
Darauf meinte er, dass das Wochenende in der alten Firma ja auch nicht gesichert war (Ach nee! Genau darum wollte er sich ja angeblich etwas anderes suchen

) , er ihn aber Freitag abholen kann und es mir dann egal sein kann, wie der Kleine die Zeit herum bekommt.
Diese Aussage liess mich aufhorchen, weil ich Bedenken hatte, dass der Kleine dann wohl vor der Konsole geparkt wird und ich habe ihn gefragt, ob die Aussage bedeutet, dass die Regeln für Konsole und Co. außer Kraft gesetzt werden.
Ich habe ihn nochmal darauf hingewiesen, dass er selbst das Wort Sucht in den Raum geworfen hatte und ich mich ja beraten lassen sowie ihm die dort besprochenen Regeln mitgeteilt habe.
Außerdem habe ich an seine Vernunft appelliert, weil es dem Kleinen einfach nicht gut tun würde, im Moment längere Zeit uneingeschräkten Zugang zu Medien zu haben und habe gesagt, dass ich meine Planung für diesen Samstag umwerfe und den Kleinen selbst betreue, wenn er arbeiten muss.
Während ich meinen Text verfasste, frage und jammerte der Kleine , weil er unbedingt zum Vater will, um dort Playstation zu spielen. Ich sagte ihm, er solle bitte seinen Vater anrufen, wenn er da Fragen hat, was er auch machte.
Ich bekam dann kurz darauf eine, wie ich finde, ziemlich dreiste Antwort, in der er mit keiner Silbe auf meine Sorgen,was die Medien angeht, einging.
Stattdessen schrieb er, dass ich mich endlich um meine Samstagsarbeit kümmern solle, er es aber im Leben nicht glaubt, dass er mich an einem Samstag arbeiten sieht.
Außerdem schrieb er was von Arbeitsvermeidungsstrategie, die immer gut läuft, wenn man ein Kind vorzeigen kann und sagt, dass man nicht mehr arbeiten kann, weil der Mann so ungünstig arbeitet. Das wäre ein guter Plan.
Zuletzt kam dass er mit dem Kleinen besprochen hätte, wie sie das Wochenende planen.
(Der mir das aber natürlich nicht wirklich vernünftig weitergeben konnte)
Ich bin selten sprachlos, aber die komplette Antwort fand ich sowas von daneben! Was denkt er,wer er ist?
