Der Termin bei der Beratungsstelle ist nun ein paar Tage her und ich dachte mir, ich sollte hier in meinem Thread auch was dazu schreiben, da es ja vorher Thema war.
Eins vorweg, es war ganz anders als gedacht. Mir wurde vorher gesagt, ich solle mir keine großen Gedanken machen, die führen dort das Gespräch.
Es war aber so, dass gleich zu Beginn gefragt wurde, welches Thema konkret mitgebracht wurde. Es ging aber ja eigentlich um die Kommunikation im Ganzen.
Naja egal, irgendwie kam man ins Gespräch und im Nachhinein fühlte ich mich ein Stück weit vorgeführt.
Vielleicht habe ich das auch nur so empfunden, aber es blieb der Gedanke, dass mir das Gespräch nicht gut getan hat, nachdem ich im Auto erstmal eine Runde geflennt hatte.
Ich habe die Beratung nicht mit einer Aufzählung begonnen, was alles falsch läuft bzw. gelaufen ist, sondern versucht sachlich zu klären, dass manche Dinge mit vernünftiger Absprache einfacher wären und er mich ruhig fragen kann, wenn er etwas wissen will. Ich kann es nämlich nicht verstehen, wenn er der Lehrerin des Kleinen erzählt, dass unsere Kommunikation nicht klappt, wenn er mich gar nicht erst fragt, was in der Schule Sache ist. ( Nebenbei erwähnt, ich hatte ihm das bereits am Telefon gesagt)
Ich hatte bei der Beratung das Gefühl, dass mein Ex sich unbedingt gut darstellen wollte und mir zum Teil Sachen quasi vorwarf, von denen vorher nie die Rede war, wie z.B. das leidige Thema Konsole. Der Kleine hatte sie eine Weile nicht mitbekommen zum Vater und irgendwann wieder eingepackt. Der Ex sagte weder beim Abholen noch beim Bringen etwas dazu. Beim Gespräch kam dann in vorwurfsvollem Ton, warum der Sohn die überhaupt wieder mitbringt.
Dass eine Kur beantragt wurde wusste er. Nun ist sie zwar genehmigt, aber es gibt noch keinen Termin und wahrscheinlich wird sie aufgrund meines Jobwechsels nun gar nicht stattfinden. Er beschwerte sich, dass er davon angeblich nichts wusste, das aber ja wichtig wäre, weil er dann ja den Kleinen 3 Wochen betreuen müsste.
Ich erklärte , dass er von dem Antrag wusste, der Kleine ebenfalls eine Kur bekommt , er ihn also nicht betreuen müsste und ich ihn von der Kur in Kenntnis gesetzt hätte, wenn es denn greifbar geworden wäre.
Darauf kam dann der Vorwurf, dass der Kleine dann ja noch mehr Schule verpassen würde.
Der Antrag wurde aber doch gestellt, bevor wegen Corona so viel Schule ausfiel und ich hatte mir trotzdem Gedanken gemacht ob das ginge, wegemän der bekannten Schulprobleme, nur ging es eben auch um mein Wohlbefinden.
Und als er unseren Sohn mal ein paar Tage hatte, in denen noch Aufgaben erledigt werden mussten, wurden diese nicht wirklich ernst genommen.
Der mittlere Sohn war nur kurz Thema und da war es so, dass er als Vater alles richtig macht. Der Sohn ist faul, hält sich nicht an Anstandsregeln, ist nicht gesprächsbereit wird aber angeblich bis auf warmes Essen voll versorgt.
Meine Aussage, dass er seine Ausbildung absolviert, wurde mit einem leicht verächtlichen Blick abgetan, als wenn er nicht daran glaubt, dass er es packt.
Im Großen und Ganzen kam mir der Ex relativ selbstgefällig rüber. Aus seiner Sicht macht er wohl alles richtig. Trotzdem war er derjenige , der im Gespräch auch mal lauter wurde, warum auch immer.
Der 1.Gedanke nachdem ich das Ganze etwas sacken lassen hatte war, dass ich den nächsten Termin absage. Allerdings hatte ich ja die Beratung angeleiert und es würde wahrscheinlich so aussehen, als hätte ich keinerlei Interesse an einer vernünftigen Kommunikation auf Elternebene , wenn ich direkt aufgebe.
Ich habe mir aber vorgenommen genau das das nächste Mal anzusprechen und weitere Termine nur zuzulassen, wenn das Ganze auch seinen Zweck erfüllt.
Sorry, etwas lang geworden.
