Zitat von Taleja:Ich habe mir Mühe gegeben, aber der Herr kam bis eben nicht nach Hause, hatte seinem Sohn wieder nichts gesagt.
Und wieder hast du den Beweis, dass NICHTS von dem was du ihm zur Zeit sagst, bei ihm ankommt, es sei denn, er hat einen eigenen persönlichen Vorteil davon. Ich würde dir dringend empfehlen, dieses Problem mit dem " abmelden beim Sohn" selbst in die Hand zu nehmen,sonst ärgerst du dich bis zu einer räumlichen Trennung ständig wieder- und es werden noch sehr viele andere " Klopper" dazu kommen. Sprich mit deinem Sohn und erkläre ihm, dass es jetzt öfter vorkommen kann, dass Papa mal länger weg ist, weil er gerne Zeit mit seiner neuen Freundin verbringen möchte und dass er sich keine Sorgen machen muss, weil es Papa gut geht . Damit hast du Verantwortung übernommen, es dem Jungen zu erklären und du musst dich nicht jedes Mal ärgern und darauf lauern oder hoffen, dass der Ex diesbzgl. tätig wird.
Warum dein Mann das nicht selber macht ? Ich denke mal es ist so eine Mischung aus Scham ( er müsste seinem Sohn ja von Auge zu Auge sagen, dass er zu seiner Freundin fährt und dass es länger dauern kann), Gleichgültigkeit ( die Kinder waren ihm ja noch nie so wichtig) und Trotz ( " ich brauche mich bei niemandem an und abzumelden und schon mal gar nicht, wenn die Ex das will"). Grüble nicht warum er dies und jenes nicht tut, da werden noch ganz andere Sachen kommen und diesen Nebenschauplatz brauchst du dir nicht aufzubauen.
Achte nur peinlich darauf, den Kindern gegenüber immer fair und respektvoll über ihren Vater zu sprechen. Die Großen kriegen eh schon mehr mit als gut ist und der Kleine sollte keinesfalls mitbekommen, dass du abwertend/genervt/gestresst über den Ex sprichst. Für mich wäre es damals soooo leicht gewesen, den Ex vor den Kindern schlecht zu machen, und ja, ich gebe zu, ein Teufelchen auf meiner Schulter hätte es wahnsinnig gerne getan. Wie gerne hätte ich meinen Ex damals den gleichen Schmerz zugefügt den er mir zufügte, indem ich die Kinder gegen ihn aufgebracht hätte. Ich hätte sie ihm komplett entziehen können oder noch schlimmer, beide so sehr gegen die Neue aufhetzen, dass es ihn vermutlich seine neue Beziehung gekostet hätte. Stattdessen habe ich das alles runtergeschluckt, immer nett und freundlich über ihren Vater gesprochen, gesagt, dass Papa nichts dafür kann, dass er sich in eine neue Frau verliebt hat, dass sowas nunmal passieren kann und dass wir uns trotzdem noch sehr lieb haben ( gerade beim letzten Satzteil musste ich mich schwer zusammenreißen damals). Der Lohn für diese enorme Selbstdisziplin : heute habe ich zwei glückliche, mental starke,selbstbewusste Kinder ohne jegliche psychische Trennungs-Traumata, beide fleißig und in guten Jobs, die zu mir halten wie Pech und Schwefel. Kontakt zum Vater eher spärlich, während des Scheidungsverfahrens gleich null, aber sie können ihn und seine Handlungen jetzt als erwachsene Menschen selber sehr gut beurteilen und haben sich ein eigenes Bild gemacht.
Taleja, halte durch und beweise die Stärke und Weitsicht, die deinem Ex im Moment völlig abgeht auf seinem " nun bin ich mal dran mit glücklichsein"-Trip.