Zitat von Taleja:Am liebsten würde ich meinen Ex darauf ansprechen, da er ja angeblich eine Bindung zu den Jungs haben möchte und das so ja nun nicht die besten Voraussetzungen dafür sind.
Aber wenn ich das tue, weiß ich, dass es Stress geben wird...
Lass das lieber. Es würde dir so ausgelegt werden, dass es für dich eine gewisse Genugtuung ist, ihm unter die Nase zu reiben, wie sehr euer Sohn leidet und was für ein schlechter Vater er ist. Er würde denken, es ist ein verzweifelter Versuch von dir, ihn wieder an die Familie zu binden. Tu dir das nicht an.
Was deinen Sohn angeht- es ist gut, dass er mit Freunden darüber spricht. Das ist ein sehr gutes Zeichen, dass er die Trennung verarbeitet. Aber Taleja, mach nicht den Fehler, die Trennung für die Kinder als furchtbares Drama zu sehen, unter der sie nun zeitlebens leiden werden, denn so ist es nicht. Die Kinder kommen eigentlich recht schnell und gut mit den neuen Gegebenheiten klar, solange sich ihr eigenes Leben nicht gravierend ändert. Und da er seine Freunde und Familie im großen und ganzen so behalten wird wie bislang, wird er das gut verpacken, wenn es keinen Rosenkrieg gibt, den er hautnah mitbekommen wird. Und dass Enttäuschungen und Verletzungen und auch traurige Momente zum Leben dazu gehören, das müssen Kinder ohnehin irgendwann lernen. Meine große Tochter ( damals

trichterte ihrem Bruder ( damals 6) wohl ständig ein, er müsse vor der Richterin sagen, dass er zu mir will. Davon bekam ich damals gar nichts mit, das gestanden mir beide erst viel später. Hätte ich das damals gewusst, hätte ich mir wohl auch Gedanken gemacht, was die Kinder so durchmachen müssen emotional . Dass sie glauben, sie würden vor Gericht gezerrt und müssten da öffentlich sagen, bei wem sie leben wollen. Heute sehe ich zwei gesunde, emotional starke junge Erwachsene, die die Trennung wirklich unbeschadet überstanden haben.
Mach dir also nicht so viele Sorgen, dass deine Kinder da irgendwelche Schäden davontragen werden ! Das wird höchstwahrscheinlich nicht der Fall sein.