Lieber Stefan
Zitat von Stefan1982:ich werde mir das nie wirklich verzeihen können, weil ich weiß dass ich damit was in ihr für immer kaputt gemacht habe.
Ehrlich gesagt, glaube ich, dass es ein viel größeres Problem ist, dass du dir selbst nie verziehen hast.
Weißt du, am Anfang ist es für den Betrogenen wichtig zu erkennen, dass es auch für den Betrüger keine Lappalie war.
Zu sehen, dass auch der Betrüger hadert und bereut, hilft.
Aber, irgendwann, wenn der Betrogene bereit ist zu verzeihen, muss es auch für den Betrüger möglich ein, sich selbst zu verzeihen.
Ansonsten ist wirkliche Nähe und gleichberechtigte Partnerschaft auf Augenhöhe doch gar nicht mehr möglich.
Es scheint, dass wischen euch beiden so viele ungeklärte Konflikte vorliegen, dass ihr dringend reden müsstet.
Vielleicht wäre ein "gestütztes" Gespräch mit einem geschulten Mediator ein erster Schritt.
Vielleicht ist deine Frau ja dazu bereit.
Zitat von Stefan1982:Völlig vergessen oder vergeben hat sie mir das sicher auch nie, denn sie sagte vor Jahren mal, früher hätte sie mir geglaubt wenn ich ihr gesagt hätte der Himmel wäre grün, danach nicht mehr...
Naja, der Himmel ist ja auch nicht grün. Nur weil sie sich jetzt eben auch auf sich selbst verlässt, bedeutet es doch nicht, dass sie dir damals nicht verziehen hatte.
Ich hoffe, du verstehst, was ich damit sagen möchte.
Vermutlich wurde sie damals aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt.
Das war bitter - aber auch eines der Dinge, die man im Laufe seines Lebens lernt.
Damit meine ich nicht frustrierte Resignation, weil Menschen, die einem wichtig sind, untreu sein können, einen belügen und betrügen können..., sondern realistisches Erkennen, dass Menschen nun mal Fehler machen - jeder Mensch auf dieser Welt - auch man selbst.