Zitat von paulaner:Dir ist Ehrlichkeit vielleicht nicht wichtig. Hast du das deinem Partner gesagt?
Nein, habe ich nicht, Habe ich auch nicht vor.
Was soll ich denn da sagen? "Du, es gibt manchmal vielleicht Situationen, wo Dinge passieren könnten, die einem von und möglicherweise nicht gefallen, ich will keine konkreten Beispiele nennen, weil ich mir sonst mein Recht auf Nicht-Wissen nehmen würde, aber in diesen Situationen wäre es mir wichtig, dass du, wenn du denkst, es handelt sich um eine solche Situation, mich darüber nicht informierst und ich würde das anders herum auch machen, es wäre aber relevant, das einander auch nicht spüren zu lassen, um die Ruhe nicht zu gefährden..." - wer sollte das verstehen?
Zitat:Also ein selbst ausgestellter Freibrief. Die meisten Fremdgeher wollen nämlich komischerweise nicht selbst betrogen werden. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, dass Südfrüchte das toll fände, wenn ihr Partner zwei Frauen liebt und das ausleben würde.
Ich hatte doch geschrieben, dass ich selbst mal in der Situation war, wo ich mir nachher dachte, das hätte ich jetzt aber lieber nicht erfahren. Also ist es kein selbst ausgestellter Freibrief, sondern meine Erfahrung, dass es manchmal besser ist, etwas nicht zu wissen und einfach in Ruhe und Frieden weiterzuleben. Und wenn ich etwas nicht weiß, dann kann es mich doch auch nicht stören. Wenn mein Partner noch jemand anderen hätte - weiß ich ja nicht - und es würde sich für mich nichts ändern und ich würde es gar nicht mitbekommen und auch nicht wissen ... wie kann mich das dann stören?
Zitat von Yingyang:Tja , sie bestreitet das , als ich ihr das sagte, dass sie es bereuen würde. Sie fand die zeit schön sagte sie. Ich sagte ihr , wieso sie nach 6 monaten erst auf die idee kommt, beichten zu gehen, warum sie es nicht am anfang schon gemacht hat.
Wenn du es auch schön fandest, dann musst du doch die Frau mit so frechen Bemerkungen nicht ärgern. Dann lass sie doch machen, was sie will - es tangiert dich doch nicht mehr. Wenn ich jemanden gern hab, dann lass ich die Person machen, was sie will, egal ob mir das jetzt sinnvoll erscheint oder nicht, außer es fügt mir schlimmen Schaden zu. Aber woran jemand glaubt oder eben nicht usw. ist doch jedem seine Sache, dazu würde ich mich gar nicht äußern und auch nicht stänkern.
Zitat von Butterblume63:...Auch dies kann man im Vorfeld klären.

Der liebe Gott hat einem den Mund zum Reden schließlich gegeben.
Wie schon gesagt, weiß man nicht immer alles vorher und es geht ja auch darum, dass man eben nicht alles aushandeln und abklären will. Wenn du ein offensiver Typ bist, der gern vorher alles abklärt - ok - aber so ist nicht jeder. Ich mag keine "Vertragsverhandlungen" und keine Problemgespräche.
Zitat von Butterblume63:Wie kommst du darauf,dass ich dies barsch sagte?

Der Ton macht immer die Musik. Zu meiner Einstellung trug auch folgendes bei.
Ich war für wenige Wochen mit einem Mann zusammen den ich als sehr cool kennengelernt habe. In der Beziehung dann der reinste Alptraum. Ich durfte oder sollte sogar,wenn er direkt neben mir stand mit keinem anderen Mann mehr reden. Am liebsten hätte er mich sich vor den Bauch gebunden,dass ich keinen Schritt mehr ohne ihn hätte machen können. So ca. 2 Monate machte ich sein Spielchen mit und dann war ich mit ihm durch. Es folgten Selbstmorddrohungen usw.
Falls ich jemals wieder einen Mann in mein Leben lassen würde wären Absprechen was das Miteinander betreffen sollte gleich zu Beginn fällig. Ich würde es traurig finden,wenn erst so nach und nach sich herausstellt wie man sich eine Partnerschaft für sich gestaltet sehen will. Und ich würde mir auch von dem Mann absolute Ehrlichkeit und Offenheit erwarten was er sich wünscht von mir als Frau und evtl. Partnerin.
Klang für mich so. Ich fand die Aussage sehr krass, das hätte mich abgeschreckt. Einen Mann, der was dagegen hat, dass ich mit anderen rede, würde ich auch nicht haben wollen. Aber das man alles wie bei einer Vertragsverhandlung auspackt ist einfach nicht meins. Ich habe auch lieber Menschen, die nicht so offensiv sind und wo man sich nicht festgenagelt fühlt. Aber ich merke das vorher und gehe dann, wenn jemand so eine einengende Art hat, schon auf Abstand.
Zitat von Schnickschnack:Viel zu oft hat man es, wenn einer von der bösen "Mehrheitsmeinung" schwadroniert, mit jemandem zu tun, der sich für erleuchtet und #woke hält. Solche Mitmenschen sind unbelehrbar und jedes noch so gut gemeinte Wort an ihre Adresse ist vergeudete Mühe. Aber nur so zum Spaß: das hat hier mit Mehrheitsmeinung nichts zu tun, sondern mit Social Skills und ihren absoluten Basics: "Wie gehe ich mit meinen Nächsten um und welche Verantwortung trage ich innerhalb einer sozialen Gemeinschaft (bi- und multilateral)". Eigentlich keine Raketenwissenschaft
Schwebst du mit deinen Aussagen nicht viel eher auf einer Wolke, wenn du meinst, mir erklären zu müssen, was die Basics des gesellschaftlichen Verhaltens sein sollen? Das legst du doch nicht fest, was die "Basics" sind. Das steht dir auch nicht zu, zu beurteilen, ob jemand soziale Fähigkeiten hat oder nicht. Was du machst, ist ein moralisches Urteil fällen, ausgehend von deinen Vorstellungen. Ich sage, dass jeder andere Moralvorstellungen hat und dass es eben nicht per se schlecht und böse und ganz schlimm und sozial inkompetent und kinderfressend und was weiß ich noch alles ist, wenn man nicht komplett treu ist. Das ist nämlich kein Naturgesetz, sondern etwas, wozu man unterschiedliche Meinungen haben kann. Ich akzeptiere es, dass das für manche nicht in Frage kommt. Aber du? Du investierst deine "Mühe", um mich zwingen zu wollen, mich deinem moralischen Urteil anzuschließen. Kannst du es nicht akzeptieren, dass ich deine Moral nicht teile? Ich zwinge dir ja auch meine Meinung nicht auf, aber dann erwarte ich das anders herum genauso.