Margerite
Mitglied
- Beiträge:
- 3479
- Danke erhalten:
- 9030
- Mitglied seit:
Zitat von BernhardQXY:Den Wärmelampen stehe ich im Bestandbau kritisch gegenüber weil auch sie die Physik nicht austricksen können. Je größer der notwendige Temperatur unterschied desto kleiner der Wirkungsgrad.
Wir standen auch vor dem Problem. Gasheizung in einem Haus (Baujahr 1952) von 1998. Sie funktionierte noch aber wir haben befürchtet, dass sie das irgendwann nicht mehr tun könnte, da sie ja schon weit über 20 Jahre alt war.
Wir hatten einen Heizungsbauer da, weil wir auch nicht wussten, was wir machen sollten. Der meinte, dass eine Wärmepumpe für dieses Haus keine Option ist. Wir haben keine Isolation der Mauern, Heizkörper an den Wänden und keine Fußbodenheizung. Das Gerät würde viel Strom brauchen und die Wärmeausbeute sei fraglich, wenn ich mich recht erinnere.
Wir haben uns letztendes wieder für eine Gasheizung entschieden und die glaube ich vorletztes Jahr einbauen lassen. Die Warmwassererzeugung läuft über einen Kessel mit einer Wärmepumpe.Damit hatten wir einen gesetzlich vorgeschriebenen Anteil an nicht fossilen Energien geliefert nach dem damaligen Stand.
Jetzt haben wir natürlich auch den Salat mit den hohen Gaspreisen und ob Engpässe entstehen könnten, weiß man nicht.
Aber was hätten wir sonst machen sollen? Öl ist auch keine Option, eine Pelletheizung hätte einen Umbau im Keller nach sich gezogen und der Gasanschluss war ja da.. Mir kommt vieles unausgegoren vor.
Ich glaube nicht, dass unsere Kommune Fernwärme hinkriegt, vielleicht für die Innenstadt, aber nicht für alle Außenbezirke, Woher soll die Fernwärme auch kommen? Vieleicht aus einem Gaskraftwerk? Energiekonzept von unserer Stadt? Geballte Inkompetenz allerorten.