Zitat von Spreefee:Gehe doch mal zum Frauenhaus. Da gibt es eine Sozialberaterin. Sie hilft dir in jedem Fall weiter.
Da, wo ich wohne, gibt es ein Frauenhaus. Die genaue Adresse ist aber aus gutem Grund nicht öffentlich bekannt. Weil nämlich sonst die Männer dort vor der Tür stehen...
Ich denke, die Frauenberatungsstelle war schon ein guter Tipp als Anlaufstelle und wenn man Dir einen weiteren Ansprechpartner genannt hat, dann geh dort hin und hol Dir so viel Informationen, wie Du bekommen kannst.
Ich fürchte jedoch, dass Du wenig rechtliche Möglichkeiten auf finanzielle Unterstützung durch Deinen Ex hast. Ihr ward halt nicht verheiratet - und selbst bei Ehepaaren wird bei einer Scheidung oft davon ausgegangen, dass man (bzw. meist frau) nach dem 3. Geburtstag des Kindes wieder erwerbstätig sein kann. Und ja - von seiner Rente profitierst Du auch nicht.
Mir liegt es fern, Dir Angst zu machen, Dir geht es ja schon beschissen genug!

Aber Du musst leider den Tatsachen ins Auge sehen; Dein Ex kann von jetzt auf gleich sämtliche Zahlungen, die er für Deinen Lebensunterhalt leistet, einstellen.
Für die Kinder ist er weiterhin unterhaltspflichtig, sofern sie noch in einer Ausbildung sind. Da die Ü18 sind, gehen Leistungen aber an beide direkt und nicht an Dich.
Vielleicht hast Du jetzt noch die Chance, mit ihm für einen gewissen Übergang etwas zu vereinbaren. Im Moment hat er evtl. noch ein schlechtes Gewissen, so dass er sich darauf einlassen mag. Es gibt Rechtsanwälte, die in einer Mediation Vereinbarungen finden, die dann auch wasserdicht sind.
Parallel musst (ich schreibe echt ungern "muss", aber in Deinem Fall ist das leider so) Du einen Ämtermarathon absolvieren: Jobcenter, Arbeitsamt, Wohnungsamt, um Gelder und ggfs. Berechtigungsscheine zu beantragen und Dich um eine Arbeit oder eine Aus-/Weiterbildung kümmern.
Das ist echt bitter, aber das solltest Du nicht auf die lange Bank schieben. In vielen Städten und Gemeinden gibt es Sozialberatungen, google, ob es in Deiner Nähe auch so was gibt und mach dort einen Termin.
Hausärzte, die Antidepressiva verschreiben, sind mir ein wenig suspekt. Du wärst in den Händen eines Facharztes besser aufgehoben. Wenn es gar nicht mehr geht, solltest Du vielleicht auch über einen Klinikaufenthalt nachdenken.
Ich wünsche Dir alles Gute!