Zitat von Mariaaa: Das ist auch etwas was ich noch lernen muss. Hilfe ohne schlechtes Gewissen annehmen.
Das kann ich gut verstehen, das geht mir auch so.
Ich arbeite Vollzeit und hab beide Kinder seit Wochen alleine, weil der Papa krank ist.
Es kommen immer wieder Situationen, in denen ich meine Eltern oder Freunde um Hilfe bitten muss und es fühlt sich oft so an, dass ich sie für irgendwelche Projekte von mir "einspanne". Dann fange ich an, Arbeiten erstmal aufzuschieben...und so wirds immer mehr.
Ich habe seit 4 Jahren eine tolle Babysitterin, die auf Zuruf kommt und 10 Euro die Stunde bekommt (sie geht mit den Kindern auch in den Tierpark oder macht Ausflüge und kümmert sich in den Ferien um unsere Katze) , mal meine Eltern oder meine beste Freundin...oder die Kinder sind bei KiTa Freunden nachmittags.
Ich fühle mich dann schlecht weil ich das Gefühl habe, sie abzuschieben.
Aber man kann sich nicht in Stücke reißen und ich muss da immer wieder gegen meinen inneren Perfektionisten antreten.
Ich bespreche das regelmäßig mit meiner Therapeutin, damit ich zu diesen Aspekten eine gesunde Distanz bekomme und das nüchterner betrachte.
Ich kann dir nur raten, dich dahingehend zu öffnen: du bist nicht schwach und auch nicht unfähig. Alleinerziehend sein ist eine Herausforderung v.a. mit Säugling und manches GEHT eben ganz einfach nicht alleine.
Das Gefühl muss furchtbar für dich sein, das glaube ich dir sofort. Umso besser, dass du deine kleine Große da im Blick hast und den Fokus auf sie legst.
Halte durch. Es wird besser, normaler.
Im Kummer kann man auch zusammenrücken und sich gegenseitig Halt geben, du und die beiden Kinder, deine Familie.
Habt ihr schon Absprachen bzgl. Unterhalt?