Zitat von Nostraventjo:Um deinen Nick zu zittieren: "Dein Ernst?!"
Ja
Zitat von KGR:Niemand "schlittert" in einen ONS. Wie soll man sich das überhaupt vorstellen? Ist er beim Vorbeigehen gestolpert und dabei zufällig auf sie draufgefallen, während gleichzeitig der Verschuss seiner Hose gerissen ist?
Hehe

.......Das Wort "schlittert" ist sicherlich ungünstig gewählt.
Nichtsdestotrotz bedarf es nicht einmal des Alk. um eine Handlung zu vollziehen, die das Ergebnis von Schwäche, Kraftlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Missmut usw. ist.
Ein solcher Moment kann einem Rausch sehr ähnlich sein. Hoffnungslosigkeit und Schwäche haben ein sehr hohes Level erreicht, die Beziehung ist wie ausgeblendet und wird innerlich aufgekündigt...die Hormone und der Moment der Unbeschwertheit erledigen den Rest.
Nicht wenige bereuen den Seitensprung, auch ohne das Alk. im Spiel war. Oder bereuen ihn rückblickend nicht wie gedacht bzw. vom Betrogenen erhofft, weil sie so frustriert von ihrem Partner sind, dass sie denken, dass der Partner sie ja schließlich auch im Stich ließ und sich nur um sich selbst drehte, anstatt zuzuhören.
Wie gesagt. Das ist keine Entschuldigung, keine Rechtfertigung, keine Absolution.
Der Untreue hat hier definitiv seinen Teil als verantwortungsvoller Partner nicht wahrgenommen.
Aber der Untreue wollte ja auch gar keine Verantwortung mehr übernehmen in dem Moment. Ist das in Ordnung? Nein!
Aber wenn es ein Fehler war, eine Schwäche und keine miese Heimtücke, ist es prinzipiell verzeihbar.
Der Betrogene ist natürlich nicht dazu verpflichtet. Aber früher oder später tut es wenigstens der eigenen Seele gut verziehen zu haben, auch wenn der Andere nur noch der Ex ist.
Zitat von KGR:Schon klar, ein kleiner Ladendieb, der nur dann stiehlt, wenn er Hunger hat, kann auch sagen, dass der bewaffnete Bankräuber schlimmer ist, aber das wird ihn trotzdem nicht vor den Konsequenzen schützen.
Welche Konsequenzen? Die Konsequenz, dass der Betrogene den Untreuen verlässt?
Geht es jetzt um Strafe?
Wem hilft diese Strafe?
Der Betrogene will entweder die Beziehung noch....dann macht eine sofortige Trennung wenig Sinn, zumal man sich damit ja auch selbst bestraft.
Oder aber der Betrogene will eben nicht mehr....aber wen juckt dann noch die Strafe?
Aus Trotz zu sagen: "Ich bin jetzt nicht mehr dein Spielzeug" ist doch Kindergarten. Das tut man doch nur wenn man eigentlich weiterspielen will, und der Andere nur für das Nächste mal Bescheid wissen soll.
Aber bei einer Trennung gibt es kein nächstes Mal.
Denn selbst wenn man wieder später zusammenfindet, hat der Betrogene ja den Betrug dann doch verziehen.
Keiner trennt sich, damit der Andere erstmal seine Strafe für Untreue aussitzt, um ihn dann mit süffisantem und herablassendem Blick, im Sinne einer mildtätigen Gnade, zurückzunehmen.
Das ist doch Nonsens.