Um mal hier den (bisherigen) Abschluss der Geschichte zu bringen, möchte ich die Zeit vom letzten Sommer (dem "offiziellen" Ende der Affäre) und Stand Heute noch aufschreiben:
Die Fronten im Sommer 2018 waren ja erstmal klar- ich war mit ihr recht gut befreundet, es lief... Er war bei ihren Freunden zum Grillen dabei , und sie bei Freunden von uns bei einem Sommerfest. Weil ich eh keine Lust hatte und ich fand , dass seine Freunde ruhig wissen dürfen, was er so treibt... Die meisten Freunde distanzierten sich aber deutlich und wollten nicht mit ihr konfrontiert werden (sie fanden das total befremdlich) - für meine Schwiegereltern ist sie bis heute ein rotes Tuch, aber man kann ja auch nicht einfach davon ausgehn, dass da jeder damit klarkommt! Wir sind auch als mal gemeinsam Eis essen, und auch zum Kaffee an den See... Das war für mich zwischen leicht "bizarr" , unreal - aber auch irgendwie vertraut normal. Hat mich tatsächlich nicht besonders gestört. Natürlich gab es da kein Händchenhalten, kein Umarmen oder irgendetwas, wir waren einfach wie enge Freunde unterwegs. Fand ich komisch und erheiternd gleichzeitig. Ich hatte so ein gewisses "Fremdstehn"- Gefühl, also als würde ich nebendran stehn und mir das alles so anschauen... Aber es war ok!
Nur dann kam das, was vielleicht wieder irgendwie typisch ist! Da "er" nichts mehr heimlich musste, hatte "er" nun nicht immer Lust zu ihr zu gehn. Er hatte immer öfters das Gefühl, dass es ihn zerreisst, da er immer dort war wo er dann lieber nicht wäre. Ich schickte ihn auch oft übers Wochenende hin, denn die "sturmfreie Bude" ohne Mann und auch ohne Hund fand ich dann auch als mal lustig... Einfach rumzugammeln, TV gucken, ohne Gassigehn etc.. Schliesslich wollte er sie ja- dann soll er sich gefälligst auch um sie kümmern. Das störte ihn immer mehr, er hatte das Gefühl, ich wär froh wenn er weg wäre. Was nicht so ganz richtig war- aber ich genoss es zum Teil , und der andere Teil fand es hämisch grinsend nur gerecht ihn wegzuschicken . Ich löste mich also innerlich immer mehr von ihm- was ihn total verunsicherte. Er fühlte sich zerissen, unwohl, gestresst (Zeit für sich selbst hatte er mit 2 Frauen ja gar nicht mehr

) So kam was kommen musste: Sie setzte dann für ein gemeinsamer Sommer -Urlaub ein Ultimatum. Und das in einem Zeitraum , indem er mit mir noch nach unseren 2 Wochen Urlaub (wir kamen da vom Urlaub zurück eh in Hamburg an) 1 Woche Holland dranhängen wollte. Ein langgehegter Traum von ihm, der sich so leicht wahr machen lies. Niemals wäre er da stattdessen zurück gefahren, um mit ihr 1 Woche noch Urlaub zu machen, wie sie es sich wünschte und darauf bestand. Sie hatte ihre Wichtigkeit überschätzt. Das war das Ende dieser Affäre, denn es gab ihm den Grund zum Ausstieg, ohne sie direkt durch sein "Schlussmachen" verletzten zu müssen. Feigheit halt.
Das war letzten Sommer. Sie distanzierte sich völlig, wollte keinen von uns beiden mehr sehen. Sie litt ziemlich unter dem allem... Auch wenn sie es sich selbst mit so ausgesucht hatte, tat sie mir irgendwie leid. Sie hat sich einfach zuuu sehr auf genau DIESEN Mann versteift.
Es war also Funkstille - bis zu diesen Sommer! Das ganze Jahr ging sie uns aus dem Weg, wenn ich sie zufällig doch traf, machte sie deutlich dass sie uns nun hasst (und mich vor allem, weil einer muss ja Schuld sein ^^ ). Es gab da einige schräge Szenen- so traf ich sie zB mitten in der Nacht (unser Hund hatte Durchfall) am Anfang unseres kleinen Parkes... Ihr Hund blieb bei uns (er kannte mich ja sehr gut) und sie...? Rannte einfach davon. RANNTE! Das war für mich wieder so eine surreale Situation- ich hätte brüllen können vor lauter schräg finden

Irgendwann hat sie aber anscheinend beschlossen, dass es doch ohne meinen Held nicht in ihrem Leben geht- und dass ein 1/2 Stündiger morgendlicher gemeinsamer Hundespaziergang mit meinem Mann immer noch besser ist als gar nichts - sie ist also wieder aufgetaucht. Er erzählt mir nun allerdings alles.. Für ihn ists mittlerweile entspannter an seinem Oldtimer zu basteln, als sich nochmal so etwas anzutun

Er hat sie noch gern, sie ist ihm durch die gemeinsame Zeit schon irgendwie emotional wichtig- das ist für mich auch okay, denn alles andere wäre für mich verlogen. Er weiss dass er mit ihr Zeit verbringen könnte, aber dazu hat keinen Nerv. Und das einzige was ich erwarte bzw. voraussetze, ist Ehrlichkeit.
Ein "Absolutdenken" habe ich nicht (mehr), ich könnt mir durchaus gewisse Alternativen vorstellen... Wenn ich dabei nicht angelogen werde! "Sie" findet allerdings, sie hätte ja als "Zweitfrau" gar keine offizielle Chance, denn für Familie und den meisten Freunden wäre sie ja nur "die Schl...pe" (Ihr Denken! Ihre Aussage. Nicht meine.) Was ich wiederum als lustig empfinde, denn wenn ich schon unbedingt einen Mann haben möchte, der offiziell vergeben ist - dann muss ich über soetwas drüberstehn. Sie findet dass ICH "schuld" bin, an ihrem jetztigen emotionalen Zustand, weil ich mich nicht von ihm trenne. Obwohl er mich doch betrogen hat. Er würde doch sofort zu ihr kommen, wenn ich das tun würde was ich tun sollte: mich trennen. Dann wäre er frei- für sie... In ihren Augen klammere ich also ungerechtfertigt. Was ich lustig finde.
Das ist jetzt gerade der Stand der Dinge... Mal sehn wohin das Drama in 5 Akten noch hindriftet ^^