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Zu erkennen, dass meine Frau ebenso wie ich um die Ehe 2.0 ringen musste und dass sie ihre Gefühle für mich fast verloren hatte.
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Martina76 Gast
Zitat von BernhardQXY:
Zu erkennen, dass meine Frau ebenso wie ich um die Ehe 2.0 ringen musste und dass sie ihre Gefühle für mich fast verloren hatte.
Das kann ich mir vorstellen, dass das bitter für dich war. Ich musste meinem Mann auch ganz schön viel um die Ohren hauen, denn auch er hatte Anteile daran, dass unsere Beziehung in Schieflage geraten war. Es war nicht so, dass ich ihm das nicht schon vorher gesagt hätte. Aber da fehlte wohl der entsprechende Nachdruck, damit es auch bei ihm ankam. In diesem Forum wird das häufig als Schuldumkehr betitelt. Das kann man aber nur so sehen, wenn man den Anspruch hat, der Betrüger solle gefälligst bis an das Ende seiner Tage ein Büßerhemd tragen. So aber kann eine Ehe 2.0 natürlich nicht funktionieren. Wenn der betrogene Partner diesen Anspruch hat, dann ist es wohl besser das ganze sofort zu beenden.
Wollen beide aber einen Neuanfang wagen, dann gehört all das eben auf den Tisch. Und dann erst können beide anfangen das ganze Gestrüpp auseinander zu dividieren und zu beurteilen, ob trotz allem die Liebe noch reicht. Bei euch hat es das offensichtlich getan. Bei meinem Mann auch und ich muss halt noch ein bisschen tiefer buddeln, um meine Gefühle wieder zu finden.
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x 3#257
A
Wie geht es nach der Affäre weiter?
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PMuse Gast
Zitat von Martina76:
ei meinem Mann auch und ich muss halt noch ein bisschen tiefer buddeln, um meine Gefühle wieder zu finden.
Vielleicht hab ich es überlesen, aber wie lange ist das jetzt nun her?
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#258
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Martina76 Gast
Zitat von PMuse:
Vielleicht hab ich es überlesen, aber wie lange ist das jetzt nun her?
6 Jahre. Für dich wahrscheinlich ein hoffnungsloser Fall und eine Zumutung für meinen Mann, oder?
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Trust_him Gast
Zitat von BernhardQXY:
Zu erkennen, dass meine Frau ebenso wie ich um die Ehe 2.0 ringen musste und dass sie ihre Gefühle für mich fast verloren hatte.
Da kann ich ja froh sein, dass mein Mann diesen Kampf mit sich alleine und bereits während der Affäre und bei Beenden ausgefochten hatte. Bei ihm war es eher so, dass er erkannte, dass er mich doch liebte und mit mir alt werden wollte, dann aber noch brauchte, um sich wirklich von der Affäre zu lösen. Und da ich ja erst Monate nach dem Ende davon erfuhr, war sein Kampf längst beendet, seine Liebe zu mir wieder da und sein Wunsch auf unsere Ehe ebenfalls. Insofern war es dann tatsächlich "nur" noch ich, die eine Entscheidung zu treffen hatte. Im Gegenteil war eher ich diejenige, die aufgrund der vergangenen schlimmen Jahre dabei war, so langsam ihre Gefühle für ihn zu verlieren. So gesehen, kam das Auffliegen durch die Ex-AF gerade zum richtigen Zeitpunkt.
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x 3#260
P
PMuse Gast
Zitat von Martina76:
6 Jahre. Für dich wahrscheinlich ein hoffnungsloser Fall und eine Zumutung für meinen Mann, oder?
Mir steht es nicht zu, darüber zu urteilen, ob es ein hoffnungsloser Fall ist. Siehst Du das denn so? Allerdings 6 Jahre nach verbuddelten Gefühlen zu suchen, finde ich für mich persönlich schon eine harte Nummer. Aber jeder hier kämpft seinen eigenen individuellen Kampf, oder?
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x 4#261
M
Martina76 Gast
Zitat von Trust_him:
Da kann ich ja froh sein, dass mein Mann diesen Kampf mit sich alleine und bereits während der Affäre und bei Beenden ausgefochten hatte. Bei ihm war es eher so, dass er erkannte, dass er mich doch liebte und mit mir alt werden wollte, dann aber noch brauchte, um sich wirklich von der Affäre zu lösen.
Hat dein Mann sich denn jemals hinterfragt, warum er diese Affäre brauchte?
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x 2#262
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Martina76 Gast
Zitat von PMuse:
Mir steht es nicht zu, darüber zu urteilen, ob es ein hoffnungsloser Fall ist. Siehst Du das so?
Nein ich sehe das durchaus nicht so. Ich bin nach wie vor froh und zufrieden mit meiner Entscheidung. Auch gibt es immer mal wieder Momente, an denen ich meine Liebe zu ihm spüren kann. Leider kann ich diese Momente aber noch nicht dauerhaft fest halten.
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x 1#263
B
BernhardQXY Mitglied
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Zitat von Trust_him:
Da kann ich ja froh sein, dass mein Mann diesen Kampf mit sich alleine und bereits während der Affäre und bei Beenden ausgefochten hatte.
Tja, und so sieht man, dass im Detail die Einzelschicksale sich doch sehr unterscheiden. Ich wäre auch froh gewesen, wenn es bei uns wie von Dir beschrieben gelaufen wäre. Ist es aber nicht.
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x 1#264
hahawi Mitglied
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Spannend finde ich ja, dass sich @Lancelot8 eben so selbst genannt hat. Einer der wohl berühmtesten Affäirenmänner der Literaturgeschichte. Immerhin hatte er ein intensives Pantscherl mit Guinevere, der Gemahlin Artus. Und das hat die ganze Tafelrunde gehörig durcheinander gewirbelt.
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x 1#265
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Trust_him Gast
Zitat von Martina76:
Hat dein Mann sich denn jemals hinterfragt, warum er diese Affäre brauchte?
Ja, hat er.
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#266
blechpirat Mitglied
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Mitglied seit:
Zitat von hahawi:
Spannend finde ich ja, dass sich @Lancelot8 eben so selbst genannt hat. Einer der wohl berühmtesten Affäirenmänner der Literaturgeschichte. Immerhin hatte er ein intensives Pantscherl mit Guinevere, der Gemahlin Artus. Und das hat die ganze Tafelrunde gehörig durcheinander gewirbelt.
Ne komm... nicht wieder anheizen. Ist auch mal gut jetzt.
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#267
M
Martina76 Gast
Also ich habe mich damals gründlich hinterfragt, warum ich diese Auszeit von der Ehe nebst Außenbeziehung brauchte. Und ich fand jede Menge Antworten, nicht nur bei meinem Mann, sondern auch in meiner Persönlichkeit, in meiner Familiiengeschichte und im Verlauf unserer Ehe. Einiges davon hätte so nicht passieren dürfen, anderes lag nicht in unserer Verantwortung. Weder in meiner noch in der meines Mannes. Jedenfalls hab ich alles das an die Oberfläche geholt und hab es mir mit meinem Mann zusammen genau angeschaut. Nicht alles war und ist änderbar, mit manchen Dingen müssen wir beide leben. Aber insgesamt sind wir wachsamer geworden. Und ich musste lernen, ab und zu mal auf meine innere Stimme zu hören, nicht alles zu schlucken und mich selbst ernst zu nehmen. Das fällt mir manchmal noch schwer. Depression halt!
Nein ich sehe das durchaus nicht so. Ich bin nach wie vor froh und zufrieden mit meiner Entscheidung. Auch gibt es immer mal wieder Momente, an denen ich meine Liebe zu ihm spüren kann. Leider kann ich diese Momente aber noch nicht dauerhaft fest halten.
Das ist aber eher typisch Frau. Wenn ich das jetzt mal so sagen darf. Männer suhlen nicht so lange im vergangenen. Die sind oftmals klarer und entschiedener, wenn sie etwas beschlossen haben.
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x 2#269
M
Martina76 Gast
Zitat von Isely:
Das ist aber eher typisch Frau. Wenn ich das jetzt mal so sagen darf.
Das ist bestimmt so. Und dazu bin ich noch ein besonders schwerer Fall, weil ich ja wegen der Depression sowieso zum Grübeln neige. Immerhin aber hat mich das vor 2 Jahren vor einem erneuten Rückfall geschützt. Der AM hatte sich nach langer Zeit mal wieder gemeldet. Seine Beziehung war ja inzwischen zerbrochen, wofür er mir die Schuld gab. Ich rechtfertigte mich und entschuldigte mich gleichzeitig für mein Handeln. Fast wäre ich ihm wieder an den Haken gegangen, als er mir ein Revival-Treffen vorschlug. Angeblich wollte er mit mir nochmal alles in Ruhe besprechen. Da ging mir dann zum Glück zuerst ein Lämpchen und dann ein ganzer Kronleuchter auf. Er wollte ganz sicher alles andere als sprechen. Er wollte noch einmal seine Macht über mich ausspielen und dadurch an gewisse "Gratisdienstleistungen" kommen, für die er woanders viel Geld hätte zahlen müssen. Ich schrieb ihm also, dass ich daran keinerlei Interesse mehr habe und dass in meinen Augen eigentlich auch alles geklärt sei. Und dann tat er endlich das, was er schon viel eher hätte tun müssen, um seiner Beziehung zu der neuen eine echte Chance zu geben: Er beendete unseren Kontakt und legte sich endlich auch eine neue Handynummer zu. (Blockierungen kann man ja umgehen. Eine neue unbekannte Nummer nicht!)
Das stürzte mich zunächst erneut in einen Abgrund, denn nun hatte auch meine letzte und brennendste Frage eine Antwort erhalten. Er war mit mir nicht ins Bett gegangen, weil er mich mochte und einfach eine Zeit lang zwischen zwei Stühlen saß. Er war mit mir ins Bett gegangen, weil er es nach über 30 Ehejahren und der anstrengenden Zeit der Pflege seiner totkranken Frau nochmal so richtig krachen lassen wollte. Es gefiel ihm, was ich alles zu tun bereit war, um ihn für mich zu gewinnen. Er genoss die Macht, die er über mich hatte und die er auch im Job benutzte. Für Romantik war da wirklich kein Platz. Die hatte nur in meinem Kopf statt gefunden. Es ist nicht so, dass ich das nicht verstehen würde. Es wäre mir nur lieber gewesen, ich hätte es vorher gewusst. Dann hätte ich mich sicher nicht auf dieses Abenteuer eingelassen sondern hätte ihn an eine professionelle Kollegin verwiesen.