alterweißermann.
Mitglied
- Beiträge:
- 133
- Themen:
- 2
- Danke erhalten:
- 341
- Mitglied seit:
Ich lese hier nun schon eine Weile mit in den unterschiedlichsten Kategorien und möchte mein Thema zum Erfahrungsaustausch aufschreiben. Ich erhoffe mir andere und neue Sichtweisen, Anregungen und Geschichten ähnlicher Paare.
Um was geht es also? Wir sind ein Paar was in Kürze 50 wird mit drei Kindern welches in einer oberflächlich heilen Welt lebt. Auszustehen haben wir eigentlich nichts, ein gutes Auskommen mit dem Einkommen, wohlgeratene Kinder und beruflich können wir uns auch nicht beschweren. Es arbeiten beide Vollzeit und wir teilen uns alle Arbeiten rund um Kinder und Haushalt zu genau 50%.
Und wo ist nun das Problem? Naja irgendwo auf dem Weg bin ich ein alter weißer hetero cis Mann geworden der aber von sich denkt er wäre modern und gleichberechtigt. Die Kinder sind soweit groß und auf einmal verändert sich alles. Meine Frau stellt auf einmal viel in Frage - zum Beispiel die monogame Beziehung. Es gibt seit ein, zwei Jahren Diskussionen und vor allem Missverständnisse. Ich fühle mich in meinen Grundfesten erschüttert und vom Veränderungswillen überfahren. Erst hab ich mich gekränkt gefühlt, dann habe ich massiv abgeblockt um danach in Resignation zu verharren. Seit ein paar Monaten keimt in mir der Gedanke das es unklug wäre krampfhaft an alten Dingen festzuhalten in der Hoffnung einen Status quo zu konservieren. Das funktioniert nicht. Auf zu neuen Ufern? Wie sich selbst und als Paar neu erfinden, mit dem Feuer spielen und sich dabei nicht zu verbrennen? Wagnisse einzugehen und los zu lassen. Ich freue mich auf einen Gedankenaustausch.
Euer alter weißer Mann