Zitat von ReginaR_nbogen: Wir haben uns u.a. auch viel über unseren s_uellen Wünsche ausgetauscht und können uns beide vorstellen mal einen Sw.club zu besuchen, allerdings nur zum schauen. Auch stellen wir es uns sehr spannend vor, mit einem anderen Pärchen gemeinsam die Beziehung "zu öffnen", allerdings immer nur zusammen mit dem Partner.
Das klingt nach einer sehr spannenden Reise, die ihr da andenkt. Positiv ist, dass ihr euch über eure sexuellen Wünsche in aller Klarheit austauscht und dass ihr euch da gegenseitig gut versteht. Wie wohltuend und verbindend das ist, spürt ihr sicherlich sehr intensiv.
Der Wunsch, diese Dinge dann auch in die Praxis umsetzen zu wollen, liegt auf der Hand und lässt euch nicht richtig zur Ruhe kommen.
So ähnlich ging es uns. Auch wir hatten den Wunsch ein Paar kennenzulernen, mit dem man nicht nur freundschaftlich verbunden ist, sondern auch Zärtlichkeiten austauschen und genießen kann. Alles stets zusammen, ohne Alleingänge, auch am Rande des Geschehens nicht.
Nun kommt so ein Paar nicht einfach so zur Tür hinein, also gingen wir in einen entsprechenden Club, ganz vorsichtig, zurückhaltend und auch etwas ängstlich. Kleine Schritte, machten den Anfang bei den ersten Besuchen im Club: Unterhalten, Berühren, ein erster fremder Kuss, intime Berührungen. Und beim dritten oder vierten Mal kam es dann auch zum Sex und kurze Zeit später hatten wir dann auch "unser Pärchen" gefunden, mit dem wir über viele Jahre und bis heute noch wunderschöne Stunden in Freundschaft und Leidenschaft erlebten und erleben.
Was machte das mit uns? Geschadet hat es uns nicht, im Gegenteil: Trotz sexueller Ausflüge, die sich nicht nur auf dieses Pärchen beschränken, fühlen wir uns in einer unsagbaren Innigkeit und Ehrlichkeit tief verbunden.
Zitat von ReginaR_nbogen: Wir sind uns aber beide nicht sicher, was das dann mit uns macht, stößt man da eine Tür auf die man dann nicht mehr zu bekommt?
Wenn es gleich zu Anfang knirscht, dann wird sich diese Tür für immer schließen. Macht ihr dagegen gute Erfahrungen, dann öffnet sich diese Tür im Laufe der Zeit noch weiter. Dann wird es sich nicht nur auf ein Pärchen beschränken. Es wird sicher auch Alleingänge geben und die auferlegten Regeln werden mehr und mehr weniger, bis sie ganz verschwinden.
Aber keine Angst, das entwickelt sich allmählich und harmonisch und es fühlt sich für keinen von euch schlecht an, auch wenn du dir das im Moment noch gar nicht vorstellen kannst oder möchtest.
Zitat von ReginaR_nbogen: Bisher ist alles nur sehr theoretisch, ich hab etwas Angst was es auslöst wenn man es tatsächlich umsetzt.
Sei dir bewusst, dass es nicht doch einen inneren Ruck gibt, wenn du deinen Partner dabei beobachtest, wie er sich mit einer anderen Frau körperlich beschäftigt. Umgekehrt ist das garantiert auch der Fall. Das ist gerade beim ersten Mal, im Moment des Geschens ein innerer Stolperstein. Der verliert aber an Gewicht, weil man ja selbst Teil dieses Geschehens ist und das Gleiche mit einem anderen tut, wie der Partner in diesem Moment. Ich glaube, das ist auch ein Teil dieses "Spiels", es gehört für den Anfang dazu. Wichtig ist, dass man auch darüber im Nachhinein offen redet. Wie überhaupt das Reden und die bedingungslose Ehrlichkeit eine unabdingbare Grundlage für einen offene Beziehung sind, auch wenn es um Gefühle für andere geht. Diese sind durchaus dabei, haben aber höchst selten mit einer lebensverändernden großen Liebe zu tun, sondern sind eher Ausdruck von temporären Kribbeln und Angefixt-sein. Wie auch die ganze Situation zu einem allgemeinen Overflow der Gefühle führt, der aber auf die Partnerschaft wirkt und nicht auf andere.
Zitat von ReginaR_nbogen: Hat jemand Erfahrung diesbezüglich?
Seit ca 10 Jahren und es sind durchweg gute Erfahrungen. Und so wie ich es hier schreibe, sind es meine Erfahrungen aus meiner Situation heraus. Somit erhebe an keiner Stelle den Anspruch auf Allgemeingültigkeit.