Guten Tag zusammen und schöne Ostern!
Ich freue mich über zahlreiche Anregungen bzw. Anmerkungen zu meiner folgenden Geschichte (ich werde versuchen mich kurz zu halten):
Eine Jahr lang traf ich (43, Single) mich mit einer Frau (27, Single), die ich damals über den Nebenjob zu dieser Zeit kennengelernt habe.
Die Treffen waren geprägt von klassischen Dingen, die eine ,,normale" Beziehung ausmachen: Viel geredet, telefoniert, zusammen gekocht, Übernachtungen, Kuschelabende vor dem TV und natürlich Sex. Der, das sei gesagt an dieser Stelle, unglaublich intensiv und leidenschaftlich war.
Das Problem an der Sache war/ist, dass ich mich davor gesträubt habe, unsere Beziehung offiziell zu machen, was sie sich allerdings (zumindest eine zeitlang) gewünscht hatte. Vielleicht habe ich diese Treffen, die geprägt waren von Vertrautheit, Leichtigkeit und Leidenschaft, zu lange als selbstverständlich angesehen.
Frei nach dem Motto ,,Wozu es offiziell machen? Es läuft doch auch so super." Von meiner Seite kann ich versichern, dass zu dieser Zeit mit keiner weiteren Frau was lief. Das wusste sie auch.
Vor knapp 3 Wochen besuchte sie mich spontan. Sie teilte mir mit, dass sie nun jemanden "kennengelernt" habe, mit dem sie seit ein paar Tagen texten würde.
Sie wollte es mir persönlich sagen und nicht einfach via WhatsApp vor den Kopf knallen. Ich war äußerlich gefasst nach dieser Nachricht. Aber innerlich hatte ich da schon die böse Vorahnung, dass es mich sehr triggern wird und mir die Treffen sehr fehlen werden.
Ich schrieb ihr am nächsten Tag, dass es für mich ein seltsames Gefühl sei, dass wir uns nun nicht mehr treffen werden. Das gleiche erwiderte sie.
Dann ging ca. eine Woche ohne Kontakt ins Land. Irgendwann Abends (ohne Einfluss von Alk. oder dem Bedürfnis nach Sex) schrieb ich ihr, dass ich unsere Zeit vermissen würde. Sie schrieb daraufhin am nächsten Tag. Aber ist nicht direkt darauf eingegangen sondern lenkte das Texten in eine andere Richtung. Ich wollte aber unbedingt dass sie weiß, dass ich es sehr bereue, es nicht offiziell gemacht zu haben. Ich schrieb ihr dass ich ein "Trottel" war.
Sie erwiderte daraufhin, dass ich mir nicht so viel den Kopf darüber zerbrechen solle. Sie habe Anfangs mehr erwartet aber sich dann mit meiner Einstellung, es nicht als offizelle Beziehung zu sehen, arrangiert und die Zeit mit mir ohne Druck genossen. Sie bot mir auch an, über alles nochmal zu reden, wenn es mir "helfen" würde. Allerdings sei ja nun jetzt diese neue Bekanntschaft da, den sie gerne weiterhin kennenlernen wolle, da sie ihn "ja schon irgendwie mag".
Ich schrieb ihr daraufhin, dass sie ihn auf jeden Fall kennenlerne solle (wer bin ich auch, nach meinem Verhalten, es nicht zu tun?!) es für mich dann aber weiterhin keinen Sinn mache, unter den Umständen weiterhin dazwischen zu funken, in dem ich ihr weiterhin schreibe oder gar mit ihr nochmal über alles zu reden. Weiterhin schrieb ich, dass ich hoffe, dass wir uns ganz bald wiedersehen um so einiges noch nachholen können.
Sie betonte nochmal, wie schön sie die Zeit mit mir fand und dass man sich bestimmt nochmal über den Weg laufe.
Das war vor 2 Wochen. Ich habe nach Ihrer letzten Nachricht ihre Nummer gelöscht, damit ich (im Falle eines sentimentalen Anfalls) ihr nicht wieder texte. Ich möchte sie nicht bedrängen oder gar betteln. Aber hoffe natürlich, dass nochmal ein Impuls von Ihrer Seite her kommt.
Fazit des Ganzen: Ich habe eine bodenständige, natürliche, leidenschaftliche und sympathische Frau nun ,,verloren".
Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, warum ich blockiert war, der Beziehung einfach ein offizielles Label zu verleihen, obwohl wir eine fantastische Basis hatten. Da ich schon lange für mich selbst verantwortlich bin und mein eigenes Leben lebe, war es vermutlich die "Angst" davor, meine Autonomie in irgendeiner Weise zu verlieren. Das ist wohl oft generell so ein Männerding.
Wie seht ihr nun das Ganze? Könnt ihr euch vorstellen, dass die Frau nochmals bei mir anklopfen wird? Oder glaubt ihr, dass sie dieses gemeinsame Jahr recht schnell abhaken kann? Immerhin gab es keinen Streit oder Drama zum Schluss. Das war mir auch wichtig, es so unkompliziert wie nur möglich vorerst dabei zu belassen.
Ich danke euch vorab für eure Einschätzungen!
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