Zitat:Eine Trennung wäre für meine Frau und für mich das schlechteste was wir tun können. Weil besser als wir es jetzt haben, wird es nicht mehr. Das wissen wir beide.
Zitat:Die Liebe ist tief verwurzelt.
So Dein Eingangsposting. Nun heisst es, dass ohne Abstand und Austoben die Trennung unausweichlich ist. Wie passt das zusammen?
Konsequenterweise erstmal der kleine Fluchtweg in die vorübergehende Wohnung. Ist nicht alles schon viel klarer als Du es jetzt Dir, oder zumindest hier, eingestehst?
Und nein, Du kannst von Deinem Partner nicht ALLES erwarten. Nicht, wenn er dafür seine Grenzen und Werte überschreiten muss. Viele von uns sehen Liebe eben als Alleinbesitz. Man kann durchaus darüber diskutieren, ob das nicht anmaßend ist. Aber dann müssen sich 2 zusammen tun, die es eben anders sehen.
Ich habe hier schon einige Männer erlebt, die sehr beklagt haben, dass sie ihre Kinder nicht mehr täglich erleben können. Bei Dir klingt es nicht so. Es klingt eher nach, ich habe meine Schuldigkeit getan und gehe nun auf den Selbstfindungstrip. Darf ich annehmen, dass beide älter als 10 Jahre sind?
Irgendwie frage ich mich, was außer der täglichen Routine noch passiert ist. Deine Krebsdiagnose ist sicher ein Hinweis. Da wird man entweder dankbar, dass man noch lebt und liebe Menschen hat oder man wird sich bewusst, etwas ändern zu müssen.
Und meine Frage ist immer noch, warum Du das nicht erstmal harmloser gestalten konntest? Erstmal allein ein Urlaub, vielleicht ein gemeinsamer Besuch im Partnerwechsler.... Die Welt ist heute so bunt.
Hast Du das so lange unterdrückt, dass es Dich jetzt mit Gewalt aus dem Haus zieht?
Ich möchte Dich nicht anfeinden, sondern verstehen.