Zitat von Merenwen: ...kommt wieder das Argument mit der Arbeit und dass es doch normal sein sollte sich in einer Beziehung gegenseitig zu unterstützen. Sehe ich auch so, ich sehe die Gegenseitigkeit nur irgendwie nicht.
Das ist mit Verlaub Blödsinn.
Ich erwarte von jedem erwachsenen Menschen, dass er seinen Kram soweit wie er allein erledigbar ist, auch allein erledigt. Für mich gibt es absolut keinen vernünftigen Grund, andere auf Botengänge zu schicken, die ich genausogut selber erledigen kann, und wo ich einfach nur keinen Bock drauf hab.
Die Gegenseitige Unterstützung ist in dem Moment angesagt, wenn Aufgaben anstehen, die einen überfordern oder zumindest an seine Grenzen bringen.
Zitat von Merenwen: schiebt das aber darauf, dass er mit seinem Vollzeitjob, seinem Studium und seiner Weiterbildung nebenbei so viel zu tun hat.
Zitat von Merenwen: Er beharrt darauf, ich müsse das ja nicht tun, aber wolle doch auch mehr Zeit mit ihm verbringen und wenn er die Sachen selbst machen müsse, hätten wir ja noch weniger Zeit.
Der Punkt ist, er hat sich ja genau für diesen Lebensstil entschieden.
Wenn es seine Entscheidung war, dann muss er auch schauen, wie er es aus eigener Kraft auf die Reihe bekommt, oder, wenn es eine gemeinsame Entscheidung war, müsst ihr euch eben zusammensetzen und festlegen, was du bereit wärest, zusätzlich zu übernehmen.
Das sollte er dann aber bitte schön wirklich würdigen, dass du ihn in seinem persönlichen Fortkommen unterstützt. Nix selbstverständlich. Bestimmt steckst du in der Beziehung ohnehin ganz schön zurück, wenn er sich derart viel aufgehalst hat.
Diese Anspruchshaltung würde mich auch rasend machen.
Nicht falsch verstehen: es gibt Zeiten, da steht mehr an, da muss man sich einfach durchwühlen, und vielleicht auch mal die eine oder andere Aufgabe zusätzlich übernehmen.
Aber selbstverständlich davon ausgehen, dass der Partner die Haushaltshilfe macht, weil ich ein paar stressige Entscheidungen getroffen hab... Nein. Einfach nur nein.