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Bin mit meiner Affäre noch nicht fertig - brauche Rat

Odile

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Zitat von EsPasstNicht:
Und allen, die hier beißende Kommentare schrieben, wünsche ich nicht, in solch eine Situation zu kommen!

Leider können die meisten Leute, die so etwas nie erlebt haben, es nicht wirklich nachvollziehen. Dass es so hart ist. Hätte man ja vorher selbst auch nicht gedacht.

Zitat von EsPasstNicht:
Andererseits bin ich nicht für ihre Situation, z. B. kein Job, kein eigener Freundeskreis etc. verantwortlich, diese Baustellen hätte sie längst angehen können!

Nach einer schlimmen Anfangsphase würde sie vermutlich schneller damit klarkommen als gedacht. Weil sie muss.

Frauen und Männer ticken verschieden. Das lassen die meisten Menschen leider außer Acht.
Nachdem was man so hört, liest, am eigenen Leib erfährt, bleibt der Mann in den allermeisten Fällen aus Verantwortungsgefühl, Schuldgefühl, Pflichtbewusstsein bei der (Ehe-)Partnerin. Er ist in der Lage Liebe hinten anzustellen. Wägt vorher rational ab, wie hoch der Preis einer Trennung ist. Was verliere und was gewinne ich. Was hängt alles dran.

Frauen hingegen entscheiden aus Liebe und stellen alles Andere hinten an.
(Natürlich gibt's auch jede Menge anders gelagerter Fälle und auch Frauen bleiben bei der Familie. Was statistisch gesehen aber seltener ist).

Im Endeffekt geht Mann nicht ohne Verlust aus einer Dreiecksgeschichte. Beide haben geht nicht. Man verliert einen Part und muss loslassen. Trotz Verbundenheit! Auch mit der Ehefrau ist EsPasstNicht verbunden und im Fall einer Trennung könnte es passieren, dass er sie nach gewisser Zeit vermisst.

14.01.2019 07:04 • #106


SweetSeduction

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Zitat von EsPasstNicht:

Wenn man sich von einer Partnerin trennt, die soziale Kontakte und eine Arbeit hat sowie seelisch gesund ist, dann verkraftet sie das nach gewisser Zeit auch.

All das ist bei meiner nicht gegeben, sie landet dann in einem tiefen Loch. Andererseits bin ich nicht für ihre Situation, z. B. kein Job, kein eigener Freundeskreis etc. verantwortlich, diese Baustellen hätte sie längst angehen können!


Na dann - leb glücklich mit deiner Partnerin weiter. :herz:
Du hast dich ja schon entschieden? Wo ist jetzt das Problem? Oder willst du einfach nur herumjammern, dass du nicht beide haben kannst?

14.01.2019 18:58 • x 1 #107


frechdachs1

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Zitat von EsPasstNicht:

Wenn man sich von einer Partnerin trennt, die soziale Kontakte und eine Arbeit hat sowie seelisch gesund ist, dann verkraftet sie das nach gewisser Zeit auch.

All das ist bei meiner nicht gegeben, sie landet dann in einem tiefen Loch. Andererseits bin ich nicht für ihre Situation, z. B. kein Job, kein eigener Freundeskreis etc. verantwortlich, diese Baustellen hätte sie längst angehen können!


Es ehrt dich, dass du nicht nur an dich bei solch einer Trennung denkst und ja du hast für sie auch keine Verantwortung. Oder irgendwie auch schon, denn auch Freunde lässt man in schlechten Zeiten nicht im Stich. Ich finde immer noch, das ihr miteinander reden solltet. Sag ihr, dass du ein freundschaftliches Gefühl für sie hast, aber eben keine Liebe mehr. Das du sie selbst nach einer Trennung in jeder Form als Freund und langjähriger Partner unterstützen wirst und tu das dann auch. Es ist nicht der Sinn des Lebens sein Dasein für andere aufzugeben, wenn es eine andere Lösung geben würde, oder?

15.01.2019 11:56 • x 3 #108


EsPasstNicht


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Danke Frechdachs!

15.01.2019 19:44 • #109


Selina20

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Zitat von EsPasstNicht:
In meinem Elternhaus war übrigens GANZ KLAR meine Mutter, die übrigens auch nicht arbeitete, die Abhängige, auch finanziell - klassische Versorgungsehe ohne wirkliche Liebe.

Es wäre einfach unglaublich hart für mich, meine Frau zu verlassen, weil für sie dann alles zusammenbräche und sich ihre Depris noch verschlimmern würden. Und mit diesem Bild im inneren Auge soll ich dann mit Silke oder jemand anderem glücklich werden? Ja, ich würde mich dann verdammt schuldig fühlen! Aber so fühle ich mich nicht glücklich und weiß auch, dass ich mir was vormache.


Um es kurz zu sagen :

Das zentrale Problem ist das Bild der leidenden Mutter.

Solange du das nicht aus deinem Kopf bekommst, kommst du auch nicht weiter.

19.01.2019 21:03 • #110


EsPasstNicht


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Zitat von Selina20:

Um es kurz zu sagen :

Das zentrale Problem ist das Bild der leidenden Mutter.

Solange du das nicht aus deinem Kopf bekommst, kommst du auch nicht weiter.


Deine Antwort habe ich gerade erst gesehen, sorry.
Wie meinst Du das?

10.03.2019 16:12 • #111


Selina20

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Frage gerade erst gesehen, sry.
Naja, du hast dir eine Frau ausgesucht, die deiner Mutter ähnlich ist.
Die eigene Mutter leiden zu sehen ist schwer für ein Kind.
Stellvertretend steht dann oft die eigene Frau für das Leid der Mutter und Mann versucht dann eben diese zu retten, weil das Leid der Mutter nicht zu mildern war.
Wenn du deine Frau verlässt erschüttert es dich sozusagen in deinen Grundfesten.
Auch diese Frau konntest du weder retten noch glücklich machen.

Dann lieber Pflicht bewusst weiter machen. Dann kann dir niemand etwas vorwerfen - am wenigsten du selbst.

16.03.2019 10:41 • x 1 #112


EsPasstNicht


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Zitat von Selina20:
Frage gerade erst gesehen, sry.
Naja, du hast dir eine Frau ausgesucht, die deiner Mutter ähnlich ist.
Die eigene Mutter leiden zu sehen ist schwer für ein Kind.
Stellvertretend steht dann oft die eigene Frau für das Leid der Mutter und Mann versucht dann eben diese zu retten, weil das Leid der Mutter nicht zu mildern war.
Wenn du deine Frau verlässt erschüttert es dich sozusagen in deinen Grundfesten.
Auch diese Frau konntest du weder retten noch glücklich machen.

Dann lieber Pflicht bewusst weiter machen. Dann kann dir niemand etwas vorwerfen - am wenigsten du selbst.


Achso. Ja, ist was dran! Meine Eltern führten eine Versorgungsehe, meine Mutter war finanziell und wohl auch emotional abhängig. Leider auch weinerlich. Als sie starb, trauerte mein Vater auch nicht besonders. Schade das so reflektieren zu müssen!

Gerade eben • #113