sadMonkey
Gast
Zitat von alleswirdbesser:Ich habe physische Schmerzen und bis heute keine Diagnose, nur Schmerzmittel bis zum Abwinken. Und ich war schon mehrmals bei den Ärzten. Inzwischen wird es besser und ich hoffe, dass ich mir das nicht nur einbilde. Aber eine Diagnose gibt es nicht.
Das tut mir erstmal sehr Leid für dich!
Aber es gibt neuropathische Schmerzen, unser Körper ist komplex und nachweislich kann sogar psychischer Stress zu körperlichen Schmerzen führen.
Akzeptiere das, nimm es an. Fühl dich gedrückt 🤗
Zitat von alleswirdbesser:Da muss man nicht den Helfer und den Therapeuten spielen, ganz egal, ob Narzisst, Borderline, Depression oder, oder im Raum stehen, sondern schlicht sich selbst retten.
Nein, es stimmt, man muss gar nichts tun. Man kann auch sobald jemand einem langweilig wird, sich retten.
Ob man jetzt eine depressive Episode - die meiner Erinnerung nach in DE so ca. die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal im Leben trifft - mit allen verschieden starken Ausprägungen von BPS u. NPS gleichsetzen kann oder sollte finde ich persönlich fraglich.
Zitat von alleswirdbesser:In meinem Alter zumindest brauche ich keine zusätzlichen Probleme von Außen, mir geht es endlich wieder gut und so soll es auch bleiben. Auch meine aktuelle Beziehung schätze ich sehr, denn da gibt es Null Stress, kein Streit, kein Misstrauen, einfach nichts, was mich aus der Ruhe bringen würde.
Ach, ich empfand und empfinde dich hier immer als so reflektiert und empathisch.
Und denke und hoffe daher, dass ich dich einfach nur ein wenig falsch verstehe.
Also wenn dein Partner beruflich sehr erfolgreich ist, dann irgendwann ein halbes Jahr lang einen Burnout hat, dann bist du weg?
Von schlimmeren Möglichkeiten, will ich hier gar nicht schreiben.
Ich meine du hast ja offensichtlich auch dein körperliches Thema und möchtest doch dafür nicht ausgegrenzt werden, oder?
Es ist halt nicht immer alles Sonnenschein. Mal ziehen vielleicht über dem einen Partner dunkle Wolken auf. Mal über dem anderen. Und mal über beiden.
Das ist doch die menschliche Realität, oder sehe ich das falsch?
Zitat von alleswirdbesser:Nur nach der Trennung möchte man die Gründe verstehen und dem Kind einen Namen geben, eben um nicht die ganze Schuld bei sich zu sehen. Das ist bei Menschen, die verlassen wurden, oft der Fall.
Ja, das stimmt und das ist menschlich.
Darum zerstört gerade Ghosting nach längeren Beziehungen (meinetwegen sagen wir mal >1 Jahr) die Menschen so sehr.
Weil dir jede Erklärung fehlt. Schau mal, selbst bei praktisch allen gängigen Krankenkassen ist Ghosting ein großes Thema.
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, und auch das deckt sich mit der Wissenschaft: wenn du eines Tages aus allen Wolken fällst und dein/e Partner/in dir plötzlich sagt "Tja, ich hab da seit ca. 3 Monaten nen anderen. War nett mit dir, alles Gute - Bye.
Klingt hart, oder?
Nein, das ist geradezu harmlos im Vergleich dazu dass eine Person die 1,5 Jahre nahezu täglich mit dir zusammengelebt hat, du nie einen ernsthaften Zweifel an ihrer Ethik und Moral hattest - und ACHTUNG: vor allem gemessen an ihren Taten, nicht nur den Worten nach immer ein liebevoller, fürsorglicher, treuer, so unendlich naher Mensch war, wir zusammen gelacht haben, Teampartner waren, beste Freunde und so weiter und dann, gerade als man selbst das gerade noch mal mehr zu schätzen wusste und gezeigt hat: du warst immer toll zu mir und ich zeige dir jetzt NOCH mehr, dass ich das auch wertschätze und immer wertgeschätzt habe wirst du nach 1,5 Jahren verlassen durch Ghosting. Nicht mehr antworten. Sachen heimlich abholen wollen (das hat das Schicksal verhindert).
Ich hätte mich im Nachhinein über ein "Sorry, hab halt wen anders kennengelernt" gefreut. Und über ein "Alles Gute!"