ErfurterMann
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Danke für deinen Beitrag!
Diese Frage, über Druck und Vorpreschen oder wie man das auch nennen mag, stelle ich mir fast täglich. Ich komme aber zu keinem Ergebnis irgendwie.
Ich habe sie lange Zeit am Anfang unserer Beziehung machen lassen. Ich hab mich absolut nach ihr gerichtet. In allen Belangen.
Sie hatte mir mal gesagt, dass das durchaus für sie ein Thema sein könnte, dass da jetzt jemand wieder da ist und ich habe ihr daraufhin gesagt, dass sie alle Zeit der Welt bekommt. Und das hat sie auch bekommen. Ich hab das verstanden und ich wusste auch, dass man nach längerer Zeit alleine den Hebel nicht einfach so umlegen kann. Manche können es, manche nicht.
Die Situation mit dem "Nichtsehen" oder "nicht sehen wollen" änderte sich allerdings auch nach mehreren Monaten nicht. Wir redeten irgendwann dann mal in Ruhe miteinander und ich wollte von ihr wissen, was denn der Grund dafür sei. Ob es immer noch die Gewöhnungsphase sei, ob irgendwelche Dinge passiert sind, die sie nicht möchte, usw. Sie antwortete daraufhin, dass alles gut sei und ich mir keine Gedanken machen solle. Sie würde sich schon "einkriegen" und sicher wird bald alles gut werden. Sie müsse sich schon irgendwie an diese neue Situation gewöhnen. Das war soweit alles immer noch in Ordnung.
Irgendwann mal, als wir wieder für den Abend eigentlich verabredet waren, sagte sie mir ab und verwendete eine Begründung, die einfach nicht gepasst hat. Die auch mit dem Sehen am Abend eigentlich nichts zu tun hatte. Von dem Zeitpunkt an war ein gewisses Misstrauen dann entstanden. Und ich wollte wissen, was dahinter steckt.
Bis dahin, und übrigens auch danach noch, habe ich ihr alles an Zeit gegeben, die sie haben wollte.
Natürlich wollte ich nach wiederum einiger Zeit dann wirklich aber auch mal wissen, was denn los sei. Dass es für mich unverständlich ist, dass ich mir vorkomme wie das fünfte Rad am Wagen. Dass ich immer dann natürlich auch kommen sollte, wenn irgendwas zu erledigen war oder wenn sie Hilfe brauchte. Was ich natürlich gerne getan habe. Ich wollte ja auch schließlich bei ihr sein. Ich hätte es natürlich aber auch ohne Gegenleistung getan!
Und immer wieder hörte ich - es sei alles in Ordnung, ich soll mir keine Gedanken machen. Dass ich sie vermisse, mir ihre Wärme und Zuneigung fehlt, hat sie aber irgendwie nicht interessiert. Keinerlei Reaktion, zwar Verständnis (so sagte sie), allerdings nichts, was in die Gegenrichtung zeigen würde. Es blieb dabei. Öfter sehen, ja - aber rübergekommen ist dabei nicht wirklich viel. ...
Dazwischen eben immer wieder mal Gespräche, ob alles ok sei. Und ja, du hast Recht Träumchen. Es war, als wolle sie sich diesen Situationen nicht stellen. Das war zu spüren. Und natürlich treiben solche Dinge dann denjenigen auch vom Anderen weg. Das hab ich schon verstanden. Aber es ist generell nicht ihre Stärke, sich Problemen zu stellen. Sie rennt immer weg, wenn's brenzlig wird bzw. vermeidet solche Situationen. In der Art habe ich auch so manches mitbekommen.
Vielleicht hätte sie an dieser Stelle schon sagen müssen, dass das nichts wird. Ich weiß es nicht. Oder ich eben. Die Schuldfrage wird nie geklärt werden. Da hast du Recht. Mich beschäftigt eigentlich nur, wie es dazu gekommen ist. Was ich falsch gemacht habe.
Mit Misstrauen zu agieren, war bestimmt von mir keine Glanzleistung. Eifersucht auch ganz sicher nicht. Dessen bin ich mir sehr bewusst.
Aber weißt du, wie das ist, wenn du jemandem etwas sagst, erklärst oder irgendwie auf etwas aufmerksam machst und du schaust diese Person an und weißt - es brennt zwar Licht, aber zu Hause scheint grad niemand zu sein....? Das ist vielleicht jetzt sehr hart von mir, ihr gegenüber. Aber manchmal habe ich mich genau so gefühlt.
)...
