@Pinie
Respekt vor deinen Beiträgen, echt interessant das zu lesen.
Zitat:Ein Kennzeichen für eine Frau mit früher traumatischer 6ualisierung ist später ein ausschweifendes 6ualleben.
Die gesamten Triebaffekte (6, Kampf, Flucht, Starre) werden nur durch eine hauchdünne Schicht Impulskontrolle übersteuert.
Anders gesagt, die Borderlinerin kippt vom Empfinden von Angst oder "Leere" ins Ausagieren von Wut, 6, Depression, SVV, Süchte.
Immer und immer wieder. Man kann heutzutage gut sichtbar machen, dass sogar die Amygdala und andere wichtige Zentren zur Verarbeitung von Reizen anders ausgestaltet sind als bei Ottonormal.
Dies ist den Gefahrensituationen in der Kindheit geschuldet. Das Gehirn hat sich im Dauerstress entwickelt (Menschen werden unfertiger als alle anderen Lebewesen geboren, was die Genese des Gehirns anbelangt.)
Und die Uhr kann niemand wieder zurückdrehen. Die Erfolge von DBT etc. sind sehr überschaubar.
Borderlinerin kannst du dir -was deine Perle anbelangt- getrost mit "Beziehungstäterin" übersetzen.
Die krasse Idealisierung, die du in der Anfangszeit erfahren hast, der ausschweifende 6, das sind alles typische Symptome.
Ist mir klar, dass du da gewissermaßen 'an der Nadel hängst'.
Solche Stromschläge von Gefühlswallungen werden eben nur ausgelöst, wenn von jetzt auf gleich eitel Sonnenschein herrscht oder von jetzt auf gleich verteufelt wird.
Die Idealisierung der Anfangszeit bzw die Auswirkung davon auf den Angehörigen...ohja...das ist wirklich krass.
Wenn wir schon beim Thema sind.....Ausschweifender 6 könnte ich jetzt so nicht unterstreichen. Experimentierfreudig, ja. Aber es war jetzt kein Unterschied zu merken zu "normalen" Frauen.
Aufgefallen ist mir, das gewisse Praktiken (nichts ungewöhnliches, denke für jedes Paar normal, jeder kennt es, will es nur nicht aussprechen) bei ihr eher selten waren.
Das lag mit daran das sie dies ja in ihrer Kindheit leider schon machen musste!
Da ich das vorher ja schon wusste und den Ursprung dafür kannte, war es kein Thema da mal drauf zu verzichten .
Aber das mit den Gefühlswallungen, von Sonnenschein in sekundenschnelle auf Stockduster, das ist denke ich auch der Auslöser von Allem.
Zitat:Die Frage ist, wo ist dein persönliches "Unter Null". Stationär aufgenommen in der Ergotherapie vor einer Töpferscheibe sitzend?
Ich fürchte auch, das geschrieben Wort kann dich schwerlich erreichen, nur wenig bewirken.
An die Töpferscheibe will ich nicht. Ich fülle nach wie vor meinen Tag mit Arbeit und sehr viel Sport aus. (hatte vor kurzem Bluttest, der Arzt war ganz begeistert weil mein Testosteronspiegel gut in die Höhe geschossen ist).
Trotzallem muss ich leider immer noch ständig an sie denken. Es will nicht weg.
Selbst wenn ich es verdränge tagsüber, der Kopf bleibt immer noch an letzter Woche hängen.
Letzte Woche ist sogut gestartet, dachte alles wird schon wieder.
Und dann Schweigen. Und jetzt zu akzeptieren das sie mir bewusst eine Show vorgespielt hat, ohne jegliches Gefühl, das ist das was mich gerade fertig macht.
Und zu deinem geschriebenen Wort kann ich nur sagen, das es mich sehr gut erreicht...auch wenn ich noch am jammern bin!
Zitat:Ein Therapeut kann dir in einem längerfristigen Prozess erkunden helfen, an welcher Stelle du dich schnell in eine unterlegene Position manipulieren lässt.
Habe bald wieder einen Termin...und werde ihm das so weitergeben!