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Freundin mit Borderline trennt sich

Tommes

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Hallo zusammen, melde mich jetzt auch mal zu Wort mit meiner Geschichte. Aber ich glaube es wird etwas länger!
Bin Mitte vierzig, sie ist eine Endzwanzigerin, alleinerziehend mit Kind. Bei ihr wurde Borderline diagnostiziert. (Kindheitstrauma, der Freund der Muttter hatte damals über viele Monate hinweg. . will garnich genau drauf eingehn, man kann sich den Rest ausmalen). Sie hatte vor vielen Jahren schon eine Therapie gemacht, im Frühen Alter als selbstverletzendes Verhalten sehr akut war. Seitdem ist sie stabil, aber auch NUR was das SVV angeht! (BL umfasst ja mehr Symptome als nur SVV) Seit 3 Jahren alleinz. Mutter, Vollzeitjob und schon immer ein Haufen Tiere mit denen sie ihre Erfahrungen von früher mit kompensiert.
Auch wenn es nicht eine Ewigkeit war, waren wir 4 Monate zusammen.

Zu mir, war vor dieser Beziehung zwei Jahre alleine, sehr viel Sport und andere Hobbies gemacht. Selbstst. Handwerker, Überstunden gemacht so wie es mir in den Kram passte. Sprich, ich war voll ausgeplant.
Nach vielen, meist längeren Beziehungen, war ich nun das erste Mal alleine, und hab mein Leben voll genossen.
War auch das erstemal seit Jahren das ich in keine Frau verliebt war, unterm Strich, ich fühlte mich unangreifbar und frei, hatte Selbstbewusstsein.

Dann hatte ich sie kennengelernt. Ging übers Internet. Hatten uns mal spontan auf einen Kaffee verabredet. Haben uns gleich gut verstanden, sie teilte mir mit das sie nur an einer festen Beziehung interessiert ist. war ja auch ok. Also paarmal getroffen, bis wir dann im Bett landeten. Ab da waren wir dann auch zusammen.

Was mich beeindruckte bei ihr war das sie voll im Leben steht, Vollzeitjob, alleinerziehende Mutter, hat Tiere um die sie sich kümmert, handwerkl. begabt, sehr häuslich, brauch keinen Luxus, nur das Wesentliche.
Erzählte schon ziemlich zu Anfang von ihrer Krankheit und wie das damals war, mit ihrem selbstverletzendem Verhalten.
Aber gibt ja noch andere Symptome, also so Sachen wie Nähe/Distanz-Problem (können nicht alleine sein aber werden auch erdrückt wenn der Partner da ist), Stimmungsschwankungen, fehlendes Selbstwertgefühl, ausgeprägtes Schwarz/Weiss-Denken und dann halt, daraus resultierend, die Probleme die dadurch entstehen wenn man sich auf feste Beziehungen einlassen möchte.

Was danach folgte war am Anfang die totale Idealisierung. Von null auf hundert im Eiltempo. Ich war etwas überrannt, war ja vorher lange alleine und wollte es langsam angehen.
Sie wollte MEHR Zeit mit mir.
Mit der Zeit hab ich mich auch Stück für Stück drauf eingelassen und habe öfter dort geschlafen. Es war auch ok so, wir hatten da eine richtig schöne Zeit, viele Ausflüge zu dritt, mit dem Kind. War rundum glücklich mit meiner neuen kleinen Familie.

Dann merkte ich das sie wegen Kleinigkeiten (aus meiner Sicht) manchmal fast eine ganze Woche brauchte um wieder auf normales Level zu kommen. Es wurde aber niemals laut.

Ich wurde dann Stück für Stück abgewertet. Es gab immer mehr Diskussionen, Misstrauen usw. , dann war wieder alles gut. Unterm Strich wusste sie das sie mir vertrauen kann, aber es kam halt immer wieder mal in ihr hoch.
Dann fing sie an alles in Frage zu stellen. Diskussionen gingen schon tagsüber per Whatsapp. Also nicht immer!
Sagte mir das sie nichts wert sei, das sie durch ihre Vergangenheit so kaputt sei, das sie beziehungsunfähig wäre.
Das sie sich immer verliebt und dann zu schnell nicht mehr glücklich sei.

War dann abends dort und wir redeten in Ruhe, sprich, nicht über Whatsapp.
Hatten ein sehr langes und sehr gutes Gespräch. Hier sagte ich ihr dann auch ganz dezent das ich mich in letzter Zeit mit BL beschäftigt habe, mir auch ein Buch bestellt habe.
Sie war sehr überrascht und meinte das es sie sehr freut das sich endlich mal jemand damit auseinandersetzt, weil das würde ja auch zeigen das ich mich für sie interessiere. Muss wohl keiner meiner "Vorgänger" gemacht haben.
Von da ab verlief das Gespräch ganz anders. Sie sprach auch nicht mehr von Trennung, eher von einer Pause. Und ich wusste genau das wir uns wieder zusammenraufen.

War wirklich mal was anderes persönlich zu sprechen und nicht immer nur auf Whatsapp zu tippen.
Sie erzählte mir auch von dem Druckgefühl, das sie manchmal hat, das sie da Abstand braucht, damit es nicht weiter in ihr ansteigt, und es dann nicht nochmal dazu kommt das sie sich selbst verletzt, so wie damals.
Es kam dann wieder zu etwas Misstrauen weil es in dieser Zeit auch keinen S. gab, sie dachte den S. würde ich mir woanders holen. Ich beruhigte sie und sagte ihr das ich ja weiss was ihr Problem sei und deswegen auch niemals zu einer anderen gehen würde.

Wir hatten zwar ein paar Tage "Beziehungspause", aber wir sahen uns trotzdem jeden Tag.
Dauerte auch nur ein paar Tage, dann kam sie mir von selbst wieder näher und alles war wieder gut. Hab ihr in der Zeit auch keinen Stress gemacht, sprich, nachgefragt was mit ihr los sei, zu der Zeit wusste ich ja schon von den Symptomen ihrer Krankheit.

Zu mir muss ich faierweise noch sagen, das ich zuoft nachgebohrt habe, oft wenn ich anfangs irritiert war von ihrem Verhalten. Hab dann oft nachgebohrt. wieso. weshalb. warum., also in der Zeit bevor ich mich mit dem Thema BL auseinander gesetzt habe.
Erst als ich mich in das Thema Borderline eingelesen habe, fing ich an sie viel besser zu verstehen, und dann begriff ich, ihr Verhalten nicht ganz so persönlich zu nehmen. Ab da fiel mir das alles leichter.
Mein Fehler war, ich hab zuwenig Grenzen gesetzt. Jetzt im Nachhinein weiss ich das dies falsch war, hätte viel fester konsequenter sein sollen.

Ging dann erstmal ne Weile gut. Dann, es war mitte Januar, sagte sie mir das sie nicht weiss ob sie mich noch liebt, und da erstmal mal darrüber nachdenken muss.
Zwei Tage später kam eine Nachricht und sie trennte sich. Abends schrieben wir nochma in Ruhe, da kam einer dieser ganzen wenigen Momente wo sie mal von ihrer Krankheit redete.

Da sagte sie mir dann das es schon zigmal so war bei ihr in der Vergangenheit, das das Gefühl von heute auf morgen weg war. Selbst wenn nichts gravierendes vorgefallen war, das Gefühl war einfach weg. Habe das selbst schon von vielen Betroffenen gelesen, das durch irgendwelche Reaktionen vom Partner, Erinnerungen von Früher ausgelöst werden, und dann von jetzt auf gleich das Gefühl weg ist. Wir hatten aber weiterhin Kontakt, ihrerseits. Also da hab ich auch gemerkt, das es ihr bewusst ist, das ihre Krankheit dafür ein Auslöser war.

Drei Tage später schrieb sie das es zwei Möglichkeiten gäbe, entweder kann sie nicht alleine sein oder ich fehle ihr! Das war für mich wieder so ein springender Punkt, ab hier machte ich mir wieder volle Hoffnung, erst tief depremiert und von der einen auf die andere Minute wieder komplett obenauf.

Ab da, wieder voller Kontakt. Haben uns schöne Abende gemacht. Landeten auch wieder im Bett. Danach dachte ich (es war schon sehr spät) es wäre wieder alles im Lot und ich könne über Nacht bei ihr schlafen. nein, falsch gedacht, ich durfte nachhause fahren und wurde noch relativ unterkühlt zur Tür begleitet.
Danach ging der Kontakt immer schleppender. Sagte das sie etwas Abstand braucht.

Vor 4 Wochen sah ich sie nochmal, da musste ich bei ihrer Mutter etwas abholen, sie war zufällig auch dort. Sie und ihre Mutter wollten mit den Hunden raus, da bin ich dann mit. Sie meinte sie weiss nicht ob sie mich noch liebt, Gefühl wäre defintiv noch da, und sie stellt es gerade in Frage ob sie generell, krankheitsbedingt, überhaupt weiss was überhaupt ist usw.
Hab ihr zigmal gesagt, wenn sie mich nicht mehr liebt, dann soll sie es einfach sagen, dann kann ich das Thema versuchen für mich abzuhaken. Aber sie sagte immer, das sie es defintiv nicht weiss, ob es noch ist, aber Gefühle wären noch da. Weil dieser Zustand, wird es nochwas / wird es nichts mehr, ist 1000mal quälender als eine klare Ansage. Und brutal ehrlich war sie eigentlich immer.
Ich bin nicht wie ihre Ex-Freunde, das weiss sie 100pro, auch ihre Famile. Da waren ziemlich viel Kaputte dabei die sie geschlagen und betrogen haben. Sie weiss definitiv das ich alle Eigenschaften habe die sie damals dort nicht fand. Sie meinte sie könne sich auch definitiv vorstellen wieder mit mir zusammen zu kommen, nur aktuell würde es nicht reichen. Hab mich an dem Tag auch nicht mehr gemeldet.

Einen Tag später, schrieb sie mich von alleine an, wollte unbedingt wissen weshalb ich SIE immer "meine Traumfrau" nannte. Weil sie kann es nicht verstehen, weil sie doch so kaputt ist durch ihre Vergangenheit. Ich sagte ihr das ich ihr das r persönlich sagen würde. Sie wollte es natürlich sofort wissen, also wieder eingeknickt und ihr ne längere Mail geschrieben und alles, wirklich alles reingepackt. Sie wurde richtig pampig als ich ihr nicht gleich eine Antwort gab, weil sie hätte ja ein Recht darauf es zu wissen, um es verstehen zu können.

Wieder ne Woche später, sie meldete sich wieder von alleine, sagte sie das wenn sie an mich denkt, sie einen herzensguten Menschen denkt, und sie oft darüber nachdenkt wieder mit mir zusammen zu kommen. Aber sie hätte da gemischte Gefühle, einerseits will sie, andererseits nicht. Sie fand mal ganz am Anfang ein Bild meiner Ex in meiner Abstellkammer, sie war der Meinung Bilder von Ex-Freunden/Freundinnen MÜSSEN entsorgt werden. So würde sie es machen, und sie dachte das ich noch Gefühle hätte für meine Ex, was Quatsch ist. Ich mein, dafür gibt es ja keine Norm, der eine schmeisst so Sachen weg, der andere tut sowas in eine Kiste oder stellt es wie ich in die Abstellkammer.
Meinte das die Geschichte mit dem Bild in ihr eine Art "Fluchtreflex" ausgelöst hätte. auch DAS hätte sie schon bei zig Ex-Freunden gehabt, immer als es "ernster" wurde in der Beziehung bekam sie Angst, zumal sie jetzt auch ein Kind hat, würde das noch verstärkt, da sie ja mehr Verantwortung hat. Würde daran liegen das sie in der Vergangenheit zuoft schlecht behandelt wurde. also betrogen wurde usw. und die Sache mit dem Bild hätte halt da so eine wunde Stelle bei ihr getroffen.

Auf Nachfrage wie es nun weitergeht, oder wie sie die Sache sieht, kam "mein Kopf ist im Moment komplett leer" und sie wüsste nicht wie es in einer Woche oder in vier Wochen aussieht. Hat sich später nochmal gemeldet und wollte mir sagen das sie mir das definitiv nicht sagt um mich warm zuhalten oder sich ein Hintertürchen aufzuhalten.

Wiederum ne Woche später wurde ich ziemlich beschimpft, weil ihre Mutter mit mir mal Kontakt über Facebook hatte. Es ging um etwas handwerkliches was sie mich dort gefragt hatte. Ich hatte dabei ein einzigstes Kommentar über ihre Tochter losgelassen, was aber eigentlch nicht schlimm war. Es ging ihr darum das sie es hasst wenn ein Ex-Freund mit ihrer Mutter über sie redet. (und sie hatte wohl im Handy ihrer Mutter spioniert). Bin darauf garnicht weiter eingegangen, weil ich es etwas kindisch fand. Hab ihr dann auch mittendrin aufgehört zu schreiben. Es ging ja auch nur um diesen einen Satz, den ich der Mutter geschrieben habe. Und da war nichts schlimmes bei.


Dann wieder eine Woche später (hatte mich die ganze Woche durch nicht gemeldet), entschuldigte sie sich von selbst. Das allererstemal das sie sich entschuldigt hat. Meinte ich bräuchte ihr jetzt auch nicht zu antworten. Denke sie glaubte das ich tierisch sauer auf sie war, wegen dem Kontaktabbruch meinerseits. Wünschte mir auch noch alles Gute für meinen weiteren Weg. Ich knickte leider ein bei diesem Satz und schrieb ihr das sie und ganz besonders auch ihr Kind mir immernoch fehlen.


Abends postete sie über Facebook ob nichtmal irgendjemand kurz Zeit hätte um bei ihr etwas zu montieren. Ich Trottel hab mich über Whatsapp natürlich sofort angeboten. Bedankte sich aber meinte das es wohl nicht so ne gute Idee wäre wenn ich das mache. Dann plötzlich sagte sie das sie es sich nochmal überlegt, dann wieder Absage.


Wiederum nen Tag später, bei uns hatte es über Nacht geschneit, da hatte sie einen langen Arbeitstag. Postete das wieder bei Facebook und wünschte sich bei der Kälte einen heissen Kakao. Da sie auf Arbeit ständig mobil unterwegs ist, ist es eigentlich kein Problem sich nen Kakao zu besorgen. überall Bäcker oder Tankstellen. Normal hatte sie das mir immer direkt geschrieben, also wenn sie mal nen Kakao wollte. Immer wenn sie wusste das ich arbeitsmässig gerade in der Nähe war. So hatten wir das zigmal gemacht, haben uns dann immer ne kleine Pause gegönnt zusammen. So, ich war als sie das gepostet hat wirklich gerade zufällig in der Nähe unterwegs, als ich das bei Facebook las. Hab sie wieder bei Whatsapp angeschrieben, ihr gesagt sie soll mir die Adresse geben wo sie gerade unterwegs ist und ich stell ihr den Kakao sogar aufs Dach vom Auto. (Weil sie ist dann immer bei einem Patienten drin). Adresse kam dann auch, ich Trottel ihr das Ding aufs Auto gestellt und ab. Das war vor zwei Wochen, war auch der letzte Kontakt den wir hatten.


Versteh bis heute nicht so richtig was sie mit der Kakaogeschichte bezwecken wollte.
Erst danach habe ich (leider!) mich hier mal eingelesen, mir zig Threads durchgelesen, und war platt, weil ich erst da merkte das ich ihr wie ein Dackel hinterher gelaufen bin und ihr das Stöckchen schön vor die Füsse gelegt habe, und das auch noch schwanzwedelnd :-/
Ich weiss jetzt das ich einfach die Kontaktsperre viel konsequenter hätte durchziehen müssen.


Sie kann quasi keine langen Beziehungen eingehen, obwohl sie eigentlich genau so etwas möchte. Gefühle können bei ihr von heut auf morgen weg sein. Also hatte sie ja mal erwähnt, bezogen auf ihre Ex-Partner. Und immer wenn eine Beziehung etwas ernster bzw enger wurde, dann bekommt sie eine Art "Fluchtreflex". Schade das ich solche Sachen erst im Nachhinein erfahren habe.
Hätte eigentlich meiner Meinung nach viel viel früher mal eine Therapie machen müssen. Aber sie hofft anscheinend immer drauf das es beim "Nächsten" anders wird. Ist wohl eher der einfache Weg, bei einer Therapie muss man sich ja auch sehr viel mit sich selbst auseinander setzen.


Sagte ziemlich oft das sie mir nicht weh tun möchte, sie ist beziehungsunfähig, ihre Vergangenheit hat sie komplett verkorkst, sie ist nicht gut für mich, sie ist überhaupt für niemanden gut. Wäre besser wenn sie alleine bleibt. Dann müsste sie sich vor niemandem rechtfertigen und könnte sich mehr um ihre Tiere kümmern Und sie möchte unbedingt den Kontakt zu mir nicht verlieren, aber es wäre besser wenn dieser erstmal eingestellt wird "vielleicht".

Hab ihr zigmal gesagt das sie mir sagen soll wenn sie nichts mehr für mich fühlt, hat sie nie getan, sie hat es sich immer offen gehalten. Hat mir ja auch mehrmals zum Nachdruck gesagt das sie das nicht tut um mich warm zu halten. Aber seit der Trennung, egal wie oder was ich gefragt habe, sie sagte nie das sie mich nicht mehr liebt, meinte immer da wären noch Gefühle, aber AKTUELL (wurde oft verwendet in dem Zusammenhang) würde es nicht reichen.


Sie war immer brutal ehrlich zu mir, es kamen oft auch Sachen die man als Mann garnicht hören möchte, aber so wusste man immer wo man dran war. Das war eine Eigenschaft die ich wirklich sehr an ihr geschätzt habe. Ich war auch niemals eifersüchtig gewesen, obwohl sie zig Verehrer hat. Bei sowas hatte ich in früheren Beziehungen schon mehr Probleme, bei ihr garnicht. Obwohl sie ne richtig Hübsche ist.


Habe mich selbst zu sehr aufgegeben, hab soviel für sie getan. Denke das war ein Fehler. Habe eigentlich alles was sie sucht, aber ich glaube ich habe damit meine Anziehungskraft ihr gegenüber verloren. Also genau das was ich jetzt wieder aufbauen muss, also Selbstbewusstsein das ich vor der Beziehung hatte.

Weiss auch nicht ob sie einen Neuen hat. Vor zweieinhalb Wochen kam von ihr ein Kommentar wo sie mir sagte das sie Niemanden hat, aber wer weiss das schon. Werde mich früher oder später damit abfinden müssen. Aber auch mit einem Neuen wird sie ihren Problemen auf Dauer nicht entfliehen können. Hänge auch unwahrscheinlich an dem Kind. Der Kleine hat sich sich richtig an mich gewöhnt, ständig von mir geredet, das hat mir ihre ganze Familie immer erzählt. Die waren darüber auch sehr entäuscht, also auch gerade wegen dem Kleinen, weil er sich so gut mit mir verstanden hat und sich an mich gewöhnt hatte. Aber egal, es ist wie es ist, und das darf mich eigentlich nichts angehen.


Was mir auch noch aufgefallen ist, bei ihr läuft ALLES über Facebook. Wir hatten da auch einen Beziehungsstatus. Der wurde nach der Trennung auch gelöscht von ihr. Dieser bleibt aber in der Chronik erhalten, solange man diesen dann nicht auch noch löscht.
Bei ihr ist jeder Bez.Status aus der Vergangenheit (innerhalb der Chronik) gelöscht, auch keine Bilder von Ex-Freunden mehr darin.
Von uns ist noch ein normales Bild erhalten und für alle sichtbar. Auch der Beziehungsstatus (aus der Chronik) wurde von ihr nicht gelöscht. Also für jeden einsehbar. Macht mich ein wenig stutzig. Sprich, mein möglicher Nachfolger kann sich in Ruhe ansehen wer kurz vorher noch anwesend war :-/ passt eigentlich so garnicht so ihr, aber gut, hab das nur mal am Rande erwähnt.


Habe jetzt (seitdem ich mich hier eingelesen habe) mich nicht mehr gemeldet bei ihr, also zwei Wochen, wo ich auch nichts von ihr gehört habe. Ich denke ich sehe es als einzigste Chance an wenn ich mich erstmal um mich selbst kümmere um mein altes Ich wieder herzustellen. Denke ich werde das auch schaffen. also ich hoff es zumindest, aber muss mich jeden Tag neu motivieren. Und ich hoffe die Kraft reicht dafür.


Mir liegt sehr viel an ihr, es war jetzt nicht die längste Zeit die wir zusammen waren, aber ich habe unter einer Trennung noch nie in meinem Leben zuvor so gelitten. Lag wohl an diesem vielen Auf und Ab, das sich das so bei mir eingebrannt hat. Bin eben immer froh wenn das Wochenende rum ist und ich wieder arbeiten kann, weil das ablenkt und ich nicht ganz soviel nachdenken muss.

Und an dem Kleinen hänge ich wie verrückt, manchmal wenn ich an ihn denke kommen mir die Tränen geschossen. Glaube den Kleinen hätte ich sofort adoptiert. na vielleicht nicht gleich, aber wenn das Drumherum gepasst hätte und es wäre noch etwas Zeit ins Land gezogen, dann liebend gerne.


Mit ihr wieder zusammen kommen? Würde ich mir wünschen, aber wenn ich realistisch bin, dann geht das nur wenn sie an sich selbst arbeitet. Sie hat es schonmal angesprochen, das sie sowas wie eine Traumatherapie bräuchte, aber davon zu sprechen und es auch wirklich zu TUN sind immer zwei paar Schuhe.

Vielleicht zumindest wieder irgendeine Art von Kontakt herstellen.
Auch würd es mich , ich sagma, beruhigen, wenn ich wüsste wie ich ihre Handlungen verstehen bzw deuten könnte. Das da irgendetwas ist, was noch in ihr schlummert. Irgendwie etwas was mir evtl wenigstens noch ein klein wenig Hoffnung gibt. Ich weiss, SIE war diejenige die sich getrennt hat. Werde das auch so akzeptieren. Aber die Menschen die so eine Krankheit haben, handeln ja doch etwas anders, als andere.


Auch die Kontaktsperre. würd mich mal interessiern wie das bei Borderlinern ankommt, weil die ticken ja doch ein wenig anders. Wahrscheinlich wird sie denken das sie mir mittlerweile am Allerwertesten vorbeigeht weil ich mich nicht melde. Oder sie hat meine Nummer vielleicht schon gelöscht.

Vielen Dank fürs lesen, wer es bis hier hin geschafft hat.

17.03.2018 12:45 • x 3 #1


TinTin1980


Wow, das war viel. Erstmal: Top von dir dich in ihre Erkrankung einzulesen!

Ich konnte nun sagen, willkommen im Beziehungskosmos einer Borderlinerin, was aber zu böse wäre, tatsächlich trifft es aber den Punkt.

Ist sie in Behandlung? So wie ich es gelesen haben wohl eher nicht. Komm auch von dem Gedanken weg, dass sie stabil ist. Sie ist alles andere als das. Sie braucht professionelle Hilfe. Aber das muss eben von ihr aus kommen.

Du hörst dich nach einem duften Typ an. Ich bin immer kein Freund davon Partnerschaften einzugehen, wenn man unbehandelter Betroffener ist oder eben der Gegenpart.
Damit meine ich im Übrigen nicht nur BL Patienten.
Ich habe es durch und war danach selbst reif für die Klinik. Ich habe mir das 6 Jahre aus falschem Verantwortungsbewusstsein angetan und war danach kaputt.

So leid es mir tut, du musst damit abschließen. Du bemerkst selbst, was 4 Monate aus dir selbstbewusstem, zufriedenen Mann gemacht haben. Denk mal weiter, was wäre wenn du dir meine 6 Jahre "antun" würdest.

Du kannst diesen Menschen nicht helfen, obwohl man das gerne will, da man liebt. Hilflosigkeit - das ist es, was Wut, Zorn, Resignation, usw. nähren.

Zieh dich zurück. Du kannst nur für sie da sein, wenn sie wirklich (professionelle) Hilfe will und es annimmt. Selbst da kannst du nur unterstützen, wenn sie dich dabei haben möchte.

Es tut mir leid, aber was anderes und besseres kann dir ein Psychologe auch nicht raten (denn das was ich hier schrieb ist eine grobe Zusammenfassung von dem, was ich bei meinem Klinikaufenthalt gelernt habe, nachdem ich kaputt war und diese Partnerschaft aufgearbeitet habe).

17.03.2018 13:14 • x 4 #2


solonely


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Du hast großes Glück, dass es nur eine kurze Beziehung war.
mein Rat: absolute Kontaktsperre, löse Dich von den sozialen Medien und konzentriere Dich auf Dein Leben. Bitte analysiere zudem, warum Du Dich auf so eine Beziehung eingelassen hast. Es gibt reichlich Literatur zum Thema BL. Ich habe alles gelesen und das hat mir die Augen geöffnet.
Ganz wichtig : niemals reagieren wenn sie Kontakt zu Dir sucht. Das setzt die Spirale erneut in Gang und wirft Dich zurück

17.03.2018 13:29 • #3


Tommes


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Dank dir TinTin für deine Worte.

Nein, sie ist nicht in Behandlung.

Mit "Stabil" meinte ich nur ihr Verhalten in Bezug auf selbstverletztendes Verhalten. Da ist sie Stabil.
Nur bei den restlichen Symptomen ist sie sich leider vollends selbst ausgesetzt !

Will ihr auch nicht helfen. mir ist voll bewusst das dies kein Angehöriger kann. Dies muss komplett von ihr selbst ausgehen.

Zurückziehen tu ich mich ja schon, gerade durch die Kontaktsperre. Arbeite wieder länger, renn 4mal die Woche ins Fitnesstudio. .
NUR abschliessen. . verdammt, das bekomm ich nicht hin

Will verstehn was da passiert ist, letzte Zeit. . keine Ahnung

17.03.2018 13:31 • #4


Majanna


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Oh Du Armer, ein schweres Los leider ! Sei froh wenn sie geht, es ist das Beste was Dir passieren kann ! Sie beendet etwas Ungutes was Du nicht kannst aber das ist gut auch wenn Du erstmal am Boden bist. Mit solch Menschen kannst Du niemals eine gute und glückliche Beziehung führen leider weil das eine Störung ist, aus früher Kindheit, und genau das soziale Miteinander und ne echte Bindung da unmöglich macht. Du verbrennst an dieser Beziehung und wirst niemals eine normale Reaktion erhalten mit der Du menschlich und sozial normal umgehen kannst.

Egal wie toll und umwerfend der Anfang wird und war, genauso schlimm wird und muss es enden, als Hölle auf Erden ! Als der Himmel angefangen, als Hölle geendet, so enden Borderline-Beziehungen immer und während sie irgendwann nen neues Opfer hat da wirst Du ums eigene emotionale Leben und Überleben kämpfen und nicht verstehen können, weil sie es selber nicht kann.

Gehe, spalte Dich ab und denke daran, gibt gute und normale Partner auch wenn die Beziehung da nicht bei 300% beginnt nach 3 Tagen schon, es entwickelt sich und hält dann und endet da nicht im maximalen Schmerz mit -300%.

Mit ihrer Trennung und Abspaltung hast Du nicht verloren sondern gewonnen, zb. Deine Freiheit, Erkenntnis, Selbstwertgefühl wenn Du den richtigen Weg gehst und nicht ihren Weg der Vernichtung des Partners inkl. dessen totaler Abwertung siehe Abspaltung. Dich jetzt anbiedern, nachlaufen, selber in der Selbstkritik und Selbstabwertung suhlen. Das unterstützt sie nur um Dich als Hans Wurst zu sehen am Ende und die Gute zu sein wenn Du abdrehst und abgehst dann aus Abhängigkeit. Hat Dich benutzt und manipuliert von Anfang bis Ende, positiv getriggert am Anfang und Alles gegeben auch unnatürlich viel und Dir Einzigartigkeit vorgegaukelt aber genauso kalt oder emotional missbrauchend wirst dann abserviert. Gut wenn Du da aussteigen kannst, heilen kannst das nicht, nur genauso krank werden oder Dir nen Strick nehmen irgendwann um diese emotionale Folter da nicht mehr ertragen zu müssen. Aber ist sie nicht wert !

17.03.2018 13:32 • x 1 #5


Majanna


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Lerne wieder zu leben, auch ohne sie ! Sie ist Täter, Du Opfer und hat Dich einfach so missbraucht emotional wie sie mal missbraucht wurde ! Aber Du musst nicht so enden wie sie ! Du kannst es besser und lass Dich da nicht ins Dunkel Deiner Seele führen von ihr, genau das will sie nämlich am Ende zb. das Du stellvertretend für sie leidest wie Du auch am Anfang getriggert wurdest um ganz viel Liebe zu geben und ganz schnell !

Sind nur Psychospielchen und gut wenn Du da aussteigen kannst bevor es zu spät ist für Dich !

Alles Gute für Dich und ganz viel Kraft wünsche !

17.03.2018 13:43 • x 1 #6


Majanna


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Und mein mangeldes Mitgefühl für sie beruht nur darauf, weil sie selber nichts fühlen für den Anderen und auch über Leichen gehen am Ende und mir da auch überlegen sind weil ich hänge und Rücksicht nehme wo sie sowas garnicht kennen ! Sogar ihre Stärke daraus ziehen eiskalt zu agieren je nach Laune und Wunsch gerade. Die Kälte erfährst Du gerade und die wird noch schlimmer weil sie weiss wie sie Dich treffen kann während Du aus Liebe verzeihst und nachläufst so wie ich damals !

Deine Stärke, die echte Liebe samt Konsequenzen daraus, die wird dann benutzt um Dich zu vernichten, erst um aufzubauen und zu bekommen und wenn fertig damit um Dich zu quälen. Wer liebt, der ehrlich liebt, der tut dem Partner nicht an was sie Dir antut und das sollte Dir zu denken geben !

Sie hat Dich nicht geliebt, nur gegeben um zu bekommen und das berechnend und genauso wirst dann auch maximal destruktiv demontiert, zu ihrer geistigen Krankheit passend !

17.03.2018 13:55 • #7


Bejl


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Hi @Tommes

Ich hab deine Geschichte gelesen und kann dir wirklich nur eins raten: nimm die Beine in die Hand und laufe soweit du kannst.
Ich weiss wie schlimm das ist und man sich wünscht das die" schöne Zeit" wieder kommt.
Aber sie wird nicht wieder kommen.
Wenn dann nur für einen Moment und im nächsten wirst du wieder abgewertet.
Darin liegt auch dein Abhängigkeits verhalten.
Idealisieren-Abwerten.
So macht die Krankheit dich süchtig.
Die Person die du liebst ist nie dieselbe.
Im Endeffekt projiziert sie deine Gefühle auf dich zurück.
Und du liebst deine eigenen Anteile an ihr.
Deswegen seit ihr auch so "vertraut".
BL haben keine eigene Persönlichkeit, sie gucken sich das vom Partner ab und haben sehr feine Antennen dafür was dir gefällt und was dich verletzt.
Das Nutzen sie in jedem Fall irgendwann gegen dich.
Das einzige stabile an einer Borderline Beziehung ist die Instabilität!

Es tut mir sehr leid für dich aber du kannst froh sein das es nur 4 Monate waren.

Viele grüße

17.03.2018 13:57 • x 3 #8


Nanuk


Ohje traurige Geschichte, aber du mit einem gesunden Bindungsmuster hat noch die Chance eine harmonische ausgeglichene Beziehung führen zu können. Ihr wird das leider für immer versagt bleiben, denn BL ist nicht heilbar.

Diese Beziehungsunfähigkeit, resultierend aus Angst vor zu viel Nähe, und damit verbundenen Nähe-Distanz-Dramen sind für den Partner auf Dauer eine Belastung, die nicht zu meistern ist. Ich war mit so einem Mann (kein BL sondern NPS, ähnelt sich aber in vielerlei Hinsicht) ein paar Jahre zusammen und er hat mich physisch und psychisch an mein absolutes Limit gebracht. Ich habe ihn sehr geliebt, aber auch ich musste irgendwann komplett den Kontakt abbrechen, um nicht mit vor die Hunde zu gehen. So traurig es ist, aber du wirst sie weder heilen noch ihr helfen können.

17.03.2018 13:59 • x 1 #9


Majanna


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@bejil

Hast Du völlig recht, sie haben abhängig gemacht am Anfang daher auch die 1000% an Zuneigung und Liebe die man sich normal erst über Jahre und Vertrauen verdient. Die gibts dann berechend sofort auf Knopfdruck und geht da selber auch total ab ab dann leider. Und wird abhängig von den berechneten 1000% da !

Hast auch Recht, die gibt es nie wieder in einer Borderline-Beziehung weil man dann berechnend schon innerlich abgeschossen wurde, kein lohnendes Ziel mehr ist und das kann man nie wieder hervorlocken egal wie sehr man sich das wünscht oder sich da zu ner Wurst macht und nachläuft.

Man kann den Spiess nur umdrehen in dem man genauso eiskalt abhaut bevor sie einen total dann abgewertet haben und sie damit triggert so das sie nachlaufen.


Aber will oder kann man das als wirklich Liebender ? Jemand lieben den man manipulieren kann oder muss ? Ist das Liebe ?

Im Grunde hat man schon versagt wo man manipulierbar wurde und sie wieder funktioniert haben wie ihre Störung befohlen hat. Im Grunde wünschen sie sich Partner die sie aus diesem eigenen Teufelskreis reissen und eben nicht schwach werden. Er ist das geworden und hat versagt und bekommt jetzt diese harte Kante.

Egal wie stark, ich könnte so nicht funktionieren, wäre auch immer schwach weil ich liebe und nicht rechne und mein Partner auch verliert weil ich weiss ist gestört und will nur aber ist nicht ehrlich und wird dann nen Kampf und nen Krampft siehe Krankheit. Ich funktioniere so aber nicht und gehe auch 10 Jahre später irgendwann kaputt wenn mir die Kraft und Motivation ausgeht.

Aber am Ende, wer liebt gibt Kraft, kostet nicht Kraft, der bekommt Kraft aus Liebe in schweren Zeiten und nicht über solch emotionalen Kampf, Krampf und Missbrauch !

17.03.2018 14:11 • #10


Tommes


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Thx schonma für alle Kommentare.

Aber bezogen auf ihr Verhalten.....sie sagte oft das sie sich selbst hasst weil sie immer die Menschen verletzt die ihr Nahe stehen.
Das hört sich ja eigentlich zwiegespalten an, sie schaut sich quasi selbst dabei zu (gutes Ich) wie sie (böses Ich) ihr eigenes Umfeld quält.

Ich weiss zu 100 % das sie doch auch nur Ruhe und Frieden will (also feste Beziehung).... bzw Borderliner sprechen immer von "Ankommen".

"Therapie", sie hat es selbst schon angesprochen, das sie sowas benötigt.

Wenn ihr das alles so bewusst ist...warum macht sie es nicht einfach?

Wäre doch die logischte Variante um danach fähig zu sein eine halbwegs stabile Beziehung führen zu können.

17.03.2018 14:15 • x 1 #11


Majanna


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Sie suchen sich Partner wo sie ankommen könnten !

Versuchen es auch aber trauen dem Frieden nicht weil sie nur Krieg kennen aus ihrer Kindheit !

Und wenn sie sehen das sie nicht können, sich selber abwerten müssten weil sie nicht können was Partner und Normaler kann. Dann müssen sie den Partner vernichten um sich selber nicht in die Hölle zu schicken und abzuwerten, das tun sie dann stellvertretend über den Partner.

Das kannst Du nicht heilen und nicht verstehen, verstehst Du das nicht ?

Deine Liebe heilt nicht Alles und auch nicht Deine vermeintliche Perfektion, der Andere muss sie annehmen können und kann sie nicht, kann Borderline nicht !
'
Und wenn Du das nicht verstehst, dann gehst Du kaputt und landest dort wo sie ist !


Willst Du das ? Nicht mehr lieben und vertrauen können oder manipulieren oder was spielen müssen ?

Du verstehst nicht und denkst kannst heilen, das geht nicht !

Du kannst nur gehen bevor es für Dich selber zu spät ist !

17.03.2018 14:23 • #12


Nanuk


Zitat von Tommes:
sie sagte oft das sie sich selbst hasst weil sie immer die Menschen verletzt die ihr Nahe stehen.
Das hört sich ja eigentlich zwiegespalten an,

Das glaube ich ihr hundertprozentig. Es muss schlimm sein, Nähe zu wollen, sie aber dann aber nicht aushalten zu können. Ich konnte damals bei meinem Ex direkt körperliche Symptome sehen bei zu viel Nähe wie Schweißausbrüche oder Herzrasen. Alleine wenn ich das Wort "Zusammenziehen" erwähnte, passierte so etwas. Eigentlich können sie einem fürchterlich leid tun, weil sie schlussendlich die gleichen oder eventuell so gar noch stärkere Sehnsüchte nach "ankommen", Geborgenheit, Nähe und Liebe haben, aber gleichzeitig mit jedem neuen gescheiterten Versuch, dass sie es nie haben werden.

Zitat:
"Therapie", sie hat es selbst schon angesprochen, das sie sowas benötigt.
Wenn ihr das alles so bewusst ist. warum macht sie es nicht einfach?

Vermutlich, weil diese Therapie wahnsinnig schmerzhaft für sie wäre. Alle alten Monster würden wieder hochkommen. Ich denke, dass ist für einen halbwegs normalen Menschen gar nicht vorstellbar.

Zitat:
Wäre doch die logischte Variante um danach fähig zu sein eine halbwegs stabile Beziehung führen zu können.

Auch das ist je nach Ausprägung nicht unbedingt klar. Da BL eine frühkindliche Störung ist, ist sie, wie schon erwähnt, meines Wissens nicht heilbar. Einzig in dem Moment, wenn sie ihre Gefühle nicht steuern oder nicht einordnen können, kann der Therapeut helfen. Er müsste also quasi immer verfügbar sein. Ich habe Tabellen gesehen, die BLs ausfüllen müssen und so durch eine Matrix zu ihrem aktuellen Gefühl geleitet werden, weil sie es in Situationen nicht einschätzen können.
BL ist wirklich so ziemlich die schlimmste Persönlichkeitsstörung, die man haben kann. Wer nicht darunter leidet, wird es nie auch nur halbwegs verstehen können, wie sich diese Menschen fühlen. Da bringen auch 987654 Bücher zu lesen nichts. Man muss es einfach akzeptieren. du kannst da mit deiner normalen Logik nicht rangehen.

17.03.2018 14:27 • x 3 #13


Tommes


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Doch Majanna, ich versteh dich schon.

Nur sie "Heilen" wollen....das wollt ich nie. Da kommen nur Psychologen in Frage, keine Angehörigen.

17.03.2018 14:31 • #14


Bejl


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@Tommes

Ja sie weiss das was mit ihr was nicht stimmt.
Ihr fehlt da was im ICH was sie ihr Leben lang sucht.und das ist dieses ankommen. Sie wird es aber nie.
BL ist ja auch keine Krankheit sondern eine Störung, das bedeutet: irreparabel, unwiederbringlich weg , für immer.

Und auch wenn sie es weiss was sie tut, sie kann nicht anders, das ist ihr Muster in dem sie steckt. Immer gleich.
Geprägt durch ihre Kindheit.

Ich hab mal gelesen das sie andere den Schmerz spüren lassen wollen, den sie damals gespürt haben weil sie ihn nicht ertragen.

Und sie werden jene eines Tages ohne Grund hassen, die sie am meisten liebten!

Sie kann auch nur hassen (schwarz) oder lieben (weiß)

Ich weiss es ist hart aber du kannst sie nicht retten.
Ich habe es 15 Jahre versucht und bin gescheitert.
Irgendwann sprang Gott sei Dank mein Selbstschutzmechanismus an und ich habe mich nicht mehr gefragt warum er das tut, sondern warum ich das mit mir machen lasse!

Liebe Grüße

17.03.2018 14:34 • #15




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