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Borderliner? Erfahrungen

Helene431

Helene431

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Guten Abend,

ich und mein Freund haben vor kurzem über ADHS gesprochen, da meinte er, er habe etwas ähnliches wie BPS. (Ich habe es nicht genau verstanden und auch aufgehört darüber nachzudenken)
Da ich jetzt aber im Forum bisschen rumgestöbert habe, habe ich ein Thread gefunden wo man über die Trennung von einer Borderlinerin schreibt.
Natürlich habe ich dass dann gegoogelt, und siehe da, anscheinend meinte er diese "Krankheit" damit, was auch sein Wechselbad der Gefühle erklären würde.
Nun meine Frage, habt ihr Erfahrungen mit Borderlinern? Und wie man denen da unter die Arme greifen kann? Ich möchte ihn jetzt nicht mit dem Syndrom diagnostizieren, ich bin ja kein Arzt, aber einige Symptome würden schon zutreffen.

Liebe Grüße, Helene

14.12.2019 22:40 • x 1 #1


Puffeltierchen


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Mhm dann ist er nicht ganz ehrlich, was ist denn "ähnlich" wie Borderline/Bipolar etc. ?

Maximal Narzissmus oder Schizophrenie vielleicht inkl. Depressionen.

Das oft Hand in Hand geht da.

Hat er denn eine Diagnose ? Scheint da ja mehr zu wissen als er sagt.

Betroffene das ja oft als Stigmata empfinden und nicht oft offen damit umgehen.

Aber Ehrlichkeit ist immer das Beste und wenn jetzt was stört, durch Reden und Infos noch was ändern kann positiv.

Hinterher ist es egal, dann ist die Beziehung eh kaputt und egal warum.

Einfach mal lieb fragen ohne zu verurteilen.

14.12.2019 23:08 • x 1 #2


Zweizelgänger

Zweizelgänger


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Ja, und das stimmt.
Ist das alles eine Vermutung oder diagnostiziert..?
Angeblich halten solche Beziehungen im Schitt ca. 16-18 Monate.
Damit solltest du dich aber eingehender beschäftigen, wenn du ersthaft vor haben solltest das mitzumachen.
Ich denke du bist zu jung dafür daran dein Herz zu hängen.
Er sollte aber unbedingt eine Therapie machen, am besten du auch gleich.
Bitte nicht falsch verstehen.

14.12.2019 23:13 • x 1 #3


Scheol

Scheol


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Zitat von Puffeltierchen:
Mhm dann ist er nicht ganz ehrlich, was ist denn "ähnlich" wie Borderline/Bipolar etc. ?

Maximal Narzissmus oder Schizophrenie vielleicht inkl. Depressionen.

Das oft Hand in Hand geht da.

Hat er denn eine Diagnose ? Scheint da ja mehr zu wissen als er sagt.

Betroffene das ja oft als Stigmata empfinden und nicht oft offen damit umgehen.

Aber Ehrlichkeit ist immer das Beste und wenn jetzt was stört, durch Reden und Infos noch was ändern kann positiv.

Hinterher ist es egal, dann ist die Beziehung eh kaputt und egal warum.

Einfach mal lieb fragen ohne zu verurteilen.


Dachte ich mir ähnlich.

http://www.adhs-deutschland.de/Home/Uns...falle.aspx

14.12.2019 23:14 • #4


FeelingBlue

FeelingBlue


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Zitat von Zweizelgänger:
Angeblich halten solche Beziehungen im Schitt ca. 16-18 Monate.


Weshalb haben solche Beziehungen ein "Ablaufdatum"?

14.12.2019 23:40 • x 2 #5


Zweizelgänger

Zweizelgänger


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Naja, is ja nicht von mir.

14.12.2019 23:55 • #6


SimplyRed

SimplyRed


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Zitat von Zweizelgänger:
Naja, is ja nicht von mir.


Von wem dann? Hast Du eine Quelle, wenn Du Dich so genau daran erinnerst, es genauso gelesen zu haben?

15.12.2019 00:13 • #7


MAMP


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Zitat von Helene431:
Und wie man denen da unter die Arme greifen kann?

Wie bereits in deinem anderen Thread erwähnt Helene: Solange er nicht zu einem entsprechenden Arzt geht, kannst du ihm da gar nicht unter die Arme greifen. Dieser Wille muss von ihm kommen, nicht von dir. Wenn er sich dazu entschließt ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, dann kannst du dich dazu entschließen ihm beizustehen.

Aber ER muss die professionelle Hilfe wollen - wenn er diese wirklich benötigt und du ihm wirklich nicht einfach nur egal bist. Aber ich will ja auch niemandem etwas unterstellen.

Viel Kraft dir/euch!

15.12.2019 00:35 • x 1 #8


Helene431

Helene431


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Hallo,

Nein, eine eindeutige Diagnose hat er keine. Er liest viel im Internet nach weil ihn das auch sehr interessiert, aber beim Arzt war er nicht. Er hat mir mal erzählt dass es ihm nicht gut geht und seiner Psyche auch nicht, ich merke das auch selber das etwas mit ihm nicht stimmt, jedoch möchte er keinen Arzt aufsuchen. Über seine Probleme spricht er auch mit niemandem und wenn ich ihn frage weshalb er sich niemandem anvertraut dann meint er nur das ihm niemand helfen könne und er es selbst mit sich ausmachen möchte.
Und wenn ich mit ihm darüber sprechen möchte wird er direkt sauer und möchte seine Ruhe haben. Gestern Abend haben wir uns kurz getroffen zum miteinander sprechen und als ich zu ihm meinte er solle sich einen schönen Abend mit seinen Jungs machen meinte er nur "ich mache alles nur schlimmer, sein Zustand verschlechtert sich wegen mir" weil ich eben gestern Abend nicht mitgekommen bin.
Ich weiß nicht was in letzter Zeit mit ihm los ist, verstehe seine Verhaltensweisen Null
Früher war er auch so, nur das ganze war nicht so ausgeprägt und man konnte wenigstens vernünftig mit ihm sprechen was mittlerweile leider nicht mehr funktioniert.
Immer wieder habe ich ihm auch damals gesagt " Communication is key ". Damals musste ich auch immer 100 mal nachbohren bis er mit der Sprache rausgerückt ist, mittlerweile bringt nachbohren überhaupt nichts mehr, er möchte mir nichts sagen und wenn ich einmal zu viel frage oder ihn versuche dazu zu bringen dass er endlich sagt was Sache ist, rastet er, wie gesagt, aus und wirft mir an den Kopf ich würde seinen Zustand mit dem ganzen nur verschlechtern. Also bin ich an den Punkt angekommen ihn nichts mehr zu fragen...

15.12.2019 09:33 • #9


Zweizelgänger

Zweizelgänger


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Guten Morgen,
also das mit dem lieben Borderline (ist alles andere als lieb) ist nicht so einfach.
Borderline ist eine Persönlichkeitsstörung die in früher Kindheit entsteht, wie eigentlich aller PS, deshalb BPS (Borderline Persönlichkeitsstörung).
Inzwischen nennt man sie aber Emotionalinstabile PS, was ich persönlich passender finde, da das einfach eines der auffälligsten Symptome ist.
Viele denken, dass sich diese Menschen generell "ritzen", da das oft der Fall ist, aber das ist nicht grundsätzlich so.
Selbst Fachleute tuen sich allerding schwer diese Diagnose zu stellen. Deshalb ist ein bissi Internet vielleicht mal ein kleiner Anfang.
Diese emotionale Instabilität macht sich am auffälligsten durch extreme Stimmungsschwankungen und einem überhöhen bzw totalen abwerten vom zB dem Partner bemerkbar.
Da diese Menschen gelernt haben zu funktionieren, kann die positive Wahrnehmung länger aufrechterhalten werden ( @SimplyRed ich kann ja mal schauen ob ichs noch finde..), gehen einige von eher kurzen intensiven Beziehungen mit on/off aus. Die Ausnahme bestätigt natürlich die Regel.

15.12.2019 09:55 • x 2 #10


FeelingBlue

FeelingBlue


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Zitat von Helene431:
Hallo,

Nein, eine eindeutige Diagnose hat er keine. Er liest viel im Internet nach weil ihn das auch sehr interessiert, aber beim Arzt war er nicht. Er hat mir mal erzählt dass es ihm nicht gut geht und seiner Psyche auch nicht, ich merke das auch selber das etwas mit ihm nicht stimmt, jedoch möchte er keinen Arzt aufsuchen. Über seine Probleme spricht er auch mit niemandem und wenn ich ihn frage weshalb er sich niemandem anvertraut dann meint er nur das ihm niemand helfen könne und er es selbst mit sich ausmachen möchte.
Und wenn ich mit ihm darüber sprechen möchte wird er direkt sauer und möchte seine Ruhe haben. Gestern Abend haben wir uns kurz getroffen zum miteinander sprechen und als ich zu ihm meinte er solle sich einen schönen Abend mit seinen Jungs machen meinte er nur "ich mache alles nur schlimmer, sein Zustand verschlechtert sich wegen mir" weil ich eben gestern Abend nicht mitgekommen bin.
Ich weiß nicht was in letzter Zeit mit ihm los ist, verstehe seine Verhaltensweisen Null
Früher war er auch so, nur das ganze war nicht so ausgeprägt und man konnte wenigstens vernünftig mit ihm sprechen was mittlerweile leider nicht mehr funktioniert.
Immer wieder habe ich ihm auch damals gesagt " Communication is key ". Damals musste ich auch immer 100 mal nachbohren bis er mit der Sprache rausgerückt ist, mittlerweile bringt nachbohren überhaupt nichts mehr, er möchte mir nichts sagen und wenn ich einmal zu viel frage oder ihn versuche dazu zu bringen dass er endlich sagt was Sache ist, rastet er, wie gesagt, aus und wirft mir an den Kopf ich würde seinen Zustand mit dem ganzen nur verschlechtern. Also bin ich an den Punkt angekommen ihn nichts mehr zu fragen...



Ja, das gleiche Problem hatte ich ebenfalls mit meinem Ex. Genau wie du beschreibst 1:1
Ich denke dass das auch der Grund ist, weshalb er die Beziehung beendet hat. Das ist aber nur rein spekulativ.
Sie müssen mit sich ins Reine kommen.

15.12.2019 09:57 • #11


Helene431

Helene431


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Ich habe auch immer wieder gemerkt dass er sehr viel Zuneigung braucht, Wangenküsse, Umarmungen ect. Und da ich eine sehr einfühlsame Person bin, hat es mir auch gefallen dass ich ihm alles geben kann, das ich mich um ihm kümmere in der Hoffnung dass es ihm dann besser geht. (Bin ja selber eine sehr liebesbedürftige Person und ich liebe es Liebe zu geben und Liebe zu bekommen, wer denn nicht? ) Früher dachte ich noch dass er vielleicht als Kind im Elternhaus zu wenig Liebe bekommen hat (er hat noch 3 jüngere Brüder) und natürlich will man so einem Menschen dann alles geben was man hat. Ihn sozusagen mit Liebe überströmen. Ich wollte ihm wirklich immer nur helfen, da ich ein Mensch bin dem es besser geht wenn ich mir meinen Kummer von der Seele rede, deshalb dachte ich mir ihm wird es danach auch besser gehen und wir können gemeinsam Lösungen finden. Aber ich merke einfach immer wieder und immer intensiver dass es nichts bringt.

15.12.2019 10:05 • #12


Helene431

Helene431


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Es ist wie eine Gefühlsachterbahn mit ihm, wenn ihm etwas nicht passt wird er direkt "depressiv", verfällt vor meinen Augen in ein Loch, bringt mich zum weinen, rastet aus, danach liebt er mich wieder und und und.

15.12.2019 10:17 • #13


Zweizelgänger

Zweizelgänger


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Tja, schlechtes Zeichen.
Ohne Therapie geht da nichts.
Man sagt auch "stabil instabil" und geht davon aus, dass die Krankheit nicht heilbar ist, sondern die Menschen lediglich lernen damit umzugehen.
Ich kann dir, aus eigener Erfahrung, nur sagen, dass es einen langsam aussaugt.
Mir fehlen quasi Arme, Beine und der halbe Kopf, nachdem ich zu oft den kleinen Finger und die Hand gegeben habe....
Deshalb auch mein Gedanke, dass du zu jung bist um dir sowas anzutun. Wobei man auch viel über sich lernt und ich mir manchmal wünsche ich hätte das (wenn schon...) früher durchleben müssen.

15.12.2019 10:30 • #14


MAMP


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Zitat von Helene431:
Ihn sozusagen mit Liebe überströmen.

Aber auch das ist nicht immer hilfreich, vor allem dann nicht, wenn nicht in etwa das gleiche auch zurück kommt. Korrigiere mich jemand wenn ich falsch liege, aber auf diesem Wege könnte dein Gegenüber dich irgendwann einfach als "selbstverständlich" ansehen, und das du ohnehin nie gehen würdest - weil du ihn/sie dazu ja viel zu sehr liebst. Was du ihn/sie natürlich auch spüren lässt. So kommt man auch schnell in unangenehme Situationen bzw. zum Ende der Beziehung.

Ist aber nur so ein Gedanke von mir, vielleicht liege ich damit auch falsch.

15.12.2019 10:44 • #15




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