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Da wo ich bin, bist du schon lange nicht mehr

Finii


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Dazu fällt mir ein Spruch ein, den ich irgendwann mal gelesen habe

"An wen wendet man sich wenn der einzige Mensch, der einen trösten kann der ist, wegen dem man weint"

10.12.2020 21:39 • x 4 #121


großesnichts


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Zitat von Finii:
Dazu fällt mir ein Spruch ein, den ich irgendwann mal gelesen habe

"An wen wendet man sich wenn der einzige Mensch, der einen trösten kann der ist, wegen dem man weint"




trifft vollständig zu. danke für den tollen Spruch!
Das größte Glück ist es, wenn der Partner auch der beste Freunde wurde. und gleichzeitig das Schlimmste.

11.12.2020 09:40 • x 2 #122



Da wo ich bin, bist du schon lange nicht mehr

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Deja-vus.

Hast du ab und an auch Deja-Vus und denkst an uns? an mich?
Du weißt, ich habe nicht oft deja-vus - fast nie.
mit dir hatte ich sie ständig.
auch nach der Trennung - aber immer handelten diese Deja-Vus von dir.
ich hatte immer das Gefühl, dass das mit dir richtig ist, wir uns ewig kennen, wir zueinander gehören. Ein Gefühl von Vertrautheit, wenn du eine liebevolle Situation lebst und merkst: Stop, das kenne ich so schon, also muss das richtig sein.
Bei der Trennung hatte ich das Gefühl, dass ich diese Trennung schon einmal durchleben musste, ich das alles schon kenne.
dieses Gefühl gab mir ein Gefühl von Sicherheit,
ein Gefühl von"das fühlst du nicht grundlos, das soll so sein, du bist 'in time', alles richtet sich".
ohne diese Sicherheit wäre ich manchmal durchgedreht.
Kleine Momente, in denen ich dachte, dass ich den Schmerz schon kenne, ich also absolut auf meinem richtigen Weg bin.
Wie Schmerz einen beruhigen lässt, verrückt, oder?
Verrückt bin ich wohl geworden.

in unserem Glauben, so sagt man BK, aber das weißt du ja vielleicht, sind deja-vus eine kleine Zeitreise der Seele.
unsere Seele hat unser komplettes Leben vorab einmal durchlebt - oder so ähnlich. Aber sicher ist: die Seele kennt die eigene Geschichte und erinnert sich an besonders prägende Situationen.
Bei Deja-Vus erinnern wir uns also an Situationen, die wir schon einmal "erlebt haben" - die Seele erinnert sich. und daher kommt das vertraute Gefühl.

schlimm wird der Gedanke, wenn man es mal genauer betrachtet:

WENN dem so ist, dann warst DU für meine Seele so einschneidend, so bedeutend, so wichtig, sodass ich mich an all das mit Deja-Vus erinnere. Meine Seele sich erinnert.
Ich habe Angst, dass ich so glücklich war, dass das Glück sich so in meine Seele gebrannt hat und ich dieses Glück anscheinend nie überwunden habe.
Ich habe Angst, dass ich von dir so verletzt wurde, sodass sich der Schmerz so in meine Seele gebrannt hat, dass ich diesen Schmerz nie überwunden habe.
Ich hab Angst, dass du die Person bist, an die sich meine Seele letztendlich erinnert.

aber was sind schon deja-vus?
nichts.
für mich sollen sie ein Hauch von "nichts" sein.

14.12.2020 11:03 • x 2 #123


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meine Galerie hat mich an den Restaurantbesuch in dieser Woche vor einem Jahr erinnert.
Der Restaurantbesuch, der in mir eine Welle auslöste, in der ich kämpfend sinkte,
während du mich gleichzeitig über Lava hast laufen lassen.

Heute Nacht habe ich mich gefragt, wieso ich ein Foto von uns beiden von diesem Tag in diesem Restaurant gemacht habe.
Ob ich damals innerlich dachte, dass ich diesen Tag festhalten muss? will? mich erinnern will, ein Jahr später?
war gut, ich kann den Tag nun genau benennen, an dem ich offiziell das Inoffizielle wusste - du liebst mich vielleicht, aber nicht genug, dass du eine ehrliche und direkte Zukunftsantwort liefern wolltest.
Wir beide sehen nicht wirklich glücklich auf dem Bild aus. Aber wir beide sehen so schön zusammen aus.
Ich sehe so anders aus.
ich erkenne mich nicht, aber spüre die Gefühle, die ich damals hatte.
Optisch sehe ich genauso aus, aber optisch gleiche ich der Person auf dem Foto nicht mehr.
im Herzen bin ich die gleiche naive Person, bin aber doch so anders geworden.
Manchmal wünsche ich mir, dass du mein heutiges Ich kennen lernen würdest, von ganz neu. ich bin mir sicher, du würdest mich mehr lieben.
bin mir aber nicht sicher, ob ich dich mehr lieben würde.
weil ich mir nicht sicher bin, ob ich dich nicht schon damals endlos liebte oder ich weiß, dass ich was besseres verdient hätte.

ich liebte dich von tiefstem Herzen
und in dieser Woche vor einem Jahr hast du es offiziell kaputt gemacht.

16.12.2020 08:48 • x 1 #124


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vermissen tue ich dich grundsätzlich täglich und gänzlich.
heute ist aber einer dieser selten gewordenen Tage - an denen ich dich wirklich vermisse und es dabei auch noch schmerzt.
du fehlst mir, BK. du fehlst.
ich stell mir vor, dass es nächstes Jahr Sommer ist, wir aneinander vorbei laufen und alles entfacht.
geht's dir gut? was machst du so? fehlen wir dir?
Dinge, die tot sind.
wirklich tot und vorbei.
heute ertrinke ich eher, als dass ich schwimme.
je getrennter ich von dir bin,
desto mehr habe ich gebetet,
desto näher bin ich Gott gekommen,
desto mehr glaube ich ans Schicksal,
desto mehr wird mir klar, dass das nicht sein sollte.
die Trennung, wir - alles nicht sein sollte.
je mehr man glaubt, desto mehr Signale empfängt man.
hab unser Band bekämpft, alleine, welches Band trägt mich noch?
Keine Rehe mehr am Straßenrand,
keine Sonnenaufgänge, weil ich lange vorher wach und weg bin.
Fahre lieber im Dunkeln zur Arbeit,
Dunkelheit gibt mir momentan ein Gefühl von Sicherheit.
Sonnenaufgänge erinnern mich an dich.
Warum denn? denn du hast nie das gesehen, was ich in ihnen sah.
sahst nie das, was ich in uns sah.
weiß nicht, ob du dich mit liebe getrennt hast,
oder dich lieber getrennt hast.
weiß nur, dass du gut aussieht, auf dem neuen Bild.
weiß nur, dass ich anders ausseh' auf meinem Bild.
schau ich das letzte Paarfoto von uns an, wo ich glücklich war, an dem Abend, an dem ich so unglücklich war, ich hab nur ein Gefühl: du bist mein zu Hause, noch immer. Will dem unbekannten Mann durchs Gesicht streichen, dich anfassen, umarmen und sagen, dass jeder Zentimeter von dir perfekt ist - perfekt in meinen Augen.
Wünsch mir die blöden Tage zurück, denn die Tage waren trotzdem mit dir.
Bin nicht doof, weiß, dass vieles naiv ist.
aber wenn man so taucht und schwimmt und ertrinkt, dann klammert man sich an Strohhalme im Meer.
ich wünsch mir die Tage zurück, an denen wir ein Auto voll mit Altglas wegfuhren,
einkauften, damit wir den Obdachlosen helfen.
Ich wünsch mir die Tage zurück, an denen wir stritten und uns an den Füßen berührten,
ich wünsch mir den Tag zurück, an dem ich im Bett lag und du fragtest, ob ich deins sein mag.
der hässliche Tag, an dem du mir das erste Mal sagtest, dass du nichts mehr weißt - den wünsch ich mir auch zurück. ich würde laufen, nur nicht zu dir. weit weg - weg von dir.
ich höre Autos, schaue aus meinem Bürofenster,
5 Kilometer nur zu dir.
nur fünf Kilometer zu mir.
keiner vor meiner Tür.
auch wenn wir nicht mehr sind,
auch wenn wir nicht mehr werden -
ich wünsche mir den späten Sommertag abends herbei,
an dem du da sitzt, ich da sitze,
du mir sagst, dass es dir leid tut
und ich dir sage, dass es mir auch leid tut.
und ich den Seelenfrieden in dir finde.

wirst immer wer bleiben, der die Geigen im Gewitterhimmel wert war.
du bleibst für immer mein BK.


zum Glück ist das aber nur einer dieser seltenen Tage.
und morgen, morgen werde ich mich erinnern, wie du mich hast gehen lassen,
3,5 Jahre gehen lassen, ohne ein Wort zum Abschied zu sagen.

16.12.2020 11:41 • x 3 #125


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2020 haben wir uns zwei mal getrennt.
der erste "Jahrestag" unserer Trennung habe ich hinter mir gelassen vor paar Tagen. der zweite finale Schlussstrich, der ernste, der unumkehrbare Strich kommt in paar Tagen auf mich zu.
dann haben sich all unsere "Jahrestage" einmal gejährt. ich freue mich, denn man sagt doch, dass man nur im ersten Trennungsjahr alles zählt, danach nicht mehr. Lustig nur, wie ich noch rechne, dass wir bald fünf Jahre zusammen wären. Immerhin bist du seit bald fünf Jahren in meinem Geigenhimmel.
Keine Kraft gehabt hier irgendwas zu schreiben. Mein Leben überschlägt sich momentan sehr, die Veränderungen sind groß. Mehr als nur ein neuer Haarschnitt, viel mehr. du würdest dich wundern, was ich grade plane. Ich habe Angst, dass meine neuen Pläne zu groß sind, will dich um Rat fragen, aber will dich nicht fragen, denn wegen dir habe ich diese Pläne.
Pläne in die Welt zu gehen, weit weg von zu Hause, wo anders arbeiten. Wo anders wohnen. Alles neu.
Ich wollte immer mal mutig sein, jetzt will ich mutig sein, verkrieche mich aber mit immer neuen Ausreden zu Hause.
der Prozess des Abnabelns ist momentan deutlich in mir zu spüren. Ich will weg von dir, aber wenn ich gehe, gibt es kein zurück - ich wäre weit weg. Ich will weg. wenn ich an den Sommer denke, dran denke, wie ich dir zufällig über den Weg laufe - nein, ich kann nicht mehr. ein Jahr danach geht es mir soweit gut, aber noch immer so schlecht, dass der Drang zum Weglaufen immens wird. Ich muss weg von dir, du warst mein Herzensmensch. jemand, mit dem ich all die grauen Gewitterwolken durchleben wollte. ich muss weg, obwohl ich alles gut verkrafte.
wer liebt, der liebt wohl ewig oder zumindest lange.
fünf Jahre BK, bald sind es fünf Jahre.

Unser erstes Trennungsfinale habe ich weit weg von zu Hause verbracht, mit lieben Menschen. es war wunderschön. um 0 Uhr hatte ich andere Gedanken als an dich. dafür für den Rest des Tages im neuen Jahr umso mehr. weder du noch ich haben geschrieben. ich weiß, dass du mt ihr warst. ihr habt sowas wie ein vierer Date gehabt. Bin ich froh, dich los zu sein. Du würdest dich nie ändern, zumindest nicht für mich.

nun, ich habe keine Kraft momentan dir irgendwas zu sagen. habe mich abgeschottet, kläre im Hintergrund meine neuen Aussichten. Versuche mich aufs Studium zu konzentrieren und Karriere zu machen.
Lerne neue liebe Menschen kennen, die ich lieben lerne.

aber ich brauche wohl ein extra Studium um zu lernen, wie man Menschen los lässt - dich los lässt.
du fehlst mir.
frohes neues Jahr BK.

19.01.2021 10:20 • x 1 #126


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Zitat von Finii:
Dazu fällt mir ein Spruch ein, den ich irgendwann mal gelesen habe

"An wen wendet man sich wenn der einzige Mensch, der einen trösten kann der ist, wegen dem man weint"



ich denke so oft
und
überdenke noch öfters
diesen Spruch in meiner momentanen Situation.
danke nochmal hierfür!

19.01.2021 14:09 • x 2 #127


Finii


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Zitat von großesnichts:

ich denke so oft
und
überdenke noch öfters
diesen Spruch in meiner momentanen Situation.
danke nochmal hierfür!


19.01.2021 15:06 • x 1 #128


großesnichts


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kurz vor der Trennung sagtest du mir, wie sehr du mich vermisst, mich liebst, ich mir selber Küsse auf die Stirn geben soll, weil du grade nicht da bist. mich beschützt, weil es Gewitterte.
ein halbes Jahr nach der Trennung sagtest du mir, wie sehr du mich vermisst, du Gefühle hast, die Liebe nicht da ist, aber etwas da ist, ich mich umarmt fühlen soll, weil du grade nicht da bist und du Dinge grade erlernst, um sie mit mir "sicher" ausführen zu können und mir dann nichts passiert.
In der Trennung sagtest du mir, dass du mich als beste Freundin im Leben halten willst, mich vermisst, für mich immer da sein wirst, keine andere Frau sich dazwischen stellen würde, du es versprochen, geschworen und immer wieder gesagt.

BK, ich habe Angst, dass ich dich nicht verkrafte. Alles nicht bewältige. Ich nur einen Riegel vorschiebe, ein riesen Schloss vorhänge, alles verbuddle - Hauptsache du bist raus für eine gewisse Zeit. aber ich merke, dass du präsent bist.
ich habe so Angst, dass ich irgendwann wen Anderes liebe, dich aber immer bei mir trage, auf eine Art, die ich nicht fühlen sollte.

du fehlst mir. ich würde so gerne wissen, ob ich dir fehle. noch immer.

20.01.2021 10:15 • x 3 #129


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Ich war immer eine, die lange, viel und vor allem durch schlief.
seit deiner Trennung von uns habe ich keine Nacht mehr durchgeschlafen.
Selbst an den Tagen, wo ich betrunken war, um was zu verdrängen, was für dich nie das Gewicht hatte, was ich mit mir trug: Liebe, selbst in diesen Nächten wurde ich immer wieder wach - das zieht sich bis heute.
zwei Uhr, vier Uhr. und das Schlimme: du bist auch wach, du bist online. Mit wem schreibst du mitten in der Woche morgens um vier Uhr? Manchmal denke ich, dass ich dir einfach schreibe. Einfach so. und dann erinnere ich mich, dass es nichts bringt. nichts könnte diesen Schmerz zwischen mit und dir, den ich für dich empfinde, gut machen. Das Einzige wäre Liebe von dir. Aber die hast du nicht, die willst du mir nicht geben.
Wenn deine Entschuldigung wenigstens so groß gewesen wäre, wie die Verletzung und der Abschied, den du uns angetan hast. dann wäre es ein Stück besser.
Wäre es das?
nein, denn dann würde ich dich wieder loben, mit großen Augen ansehen, dich vergöttern.
Das Götterhafte, was du in meinem Herzen noch immer bist, reicht aus.
ich weiß nicht mehr, wer du bist.
ich weiß nicht mehr, was wir waren.
was war echt, was war nur bedingt?
Fragen, die ich mir hoffentlich nicht für den Rest meines Lebens stelle.
Mit wem schreibst du morgens um vier? Nachts um zwei? Wieso schaue ich noch immer nach?
Was bedeutet es für mich, wenn ich jemanden "liebe"? Muss es wirklich so bedingungslos sein? Wieso bin ich in der Lage, so bedingungslos zu lieben, dich zu lieben? Wieso bin ich nicht eine von diesen, die los lassen kann?
Warum liebe ich so, wie ich liebe? Zu viel.
ich bin mir sicher, dass meine Liebe für dich unendlich aufrichtig war, tief, ehrlich, echt. sowas, was sich sonst jeder wünscht.
BK,ich schließe mit dir auf eine ungesunde Weise ab: ich nehme Dinge nur noch hin. Ich weine nicht mehr, ich bin trocken. Die Schreie sind verstummt. Ich bin innerlich nur noch schwarz, unendlich traurig. Keine Kraft irgendwie mehr drüber zu reden, weil jedes Wort doch noch Gewicht hat, Gewicht, was zu schwer für meine Seele ist.
Für mich ist diese Phase eine seltsame Phase. Hinnehmen. Wissen, dass Dinge unumgänglich sind, man weitermachen muss, man aber merkt, dass das Herz in Warteposition gesetzt ist und wohl immer auf der Ersatzbank wartet. Ersatzbank, aber niemals zum Einsatz kommen wird. Diese stille Hinnahme ist.. ich kann es nicht mal beschreiben, wie es sich anfühlt.. Es ist einfach schwarz, dunkel, still und vor allem schwer.

25.01.2021 10:29 • x 4 #130


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Und heute Nacht fühle ich ein großes Nichts. Ich bin das Nichts gewesen, wir waren nichts.
Seit zwei Monaten nichts von dir gehört.
Seit zwei Wochen ein Jahr offiziell Single - endgültig.

Ich habe momentan kaum Zeit an dich zu denken.
Von quasi einem Minuten Takt zum paar Minuten Takt.
Meine Wunderwaffe gegen jeden Liebeskummer? Studium neben einem Vollzeitjob. Lenkt ab, lenkt aber auch den Fokus darauf, wie sehr ich eigentlich nur in deine Arme will.
Bin stolz auf mich, dass ichs ohne dich schaff.
Liebe Menschen um mich rum, bin verliebt in alles und jeden - in das Glück, was mir Gott gibt.
Werde nach meinem Studium aber erstmal einen Kurs belegen: loslassen lernen.

Pass auf dich auf BK, du fehlst mir auch als Mensch.

20.02.2021 03:14 • x 2 #131


ganz_bei_mir


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Danke dafür das du das geschrieben hast. 5 Jahre habe ich es nicht viel anders gemacht, gleiche Worte, Gedanken, Wut und Hoffnung. Aber ich habs für mich getan mit Briefen, eigene WhatsApp an mich, Tagebücher. Sonst wäre ich schon weiter. Jetzt bin ich aber endlich ganz bei mir.

04.03.2021 15:01 • x 1 #132


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und dann passiert das kleine (Un)Glück, womit man nicht mehr rechnet. man glaubt, hofft, betet, schreit, verflucht - alles. und dann kommt es wie aus dem Nichts. Unverhofft kommt oft, immer dann, wenn man los lässt, kommen sie.
nein, du bist nicht zurück gekommen. aber du bist zu mir gekommen - und ich war nicht da. wortwörtlich.

Wochen und Monate hier abwesend gewesen,
von meinem Leben abwesend gewesen,
von meinen Freunden.
Fokus aufs Studium gesetzt, konnte endlich wieder schlafen. es hat ein Jahr gebraucht, ein ganzes Jahr, damit ich nicht mehr Nachts aufwache und da liege und an dich denke. schaue, ob du online bist. ein Jahr jede verdammte Nacht das gleiche Spiel.
Du wurdest abgelöst von Albträumen, dass ich durch mein Studium fliege. Ob Zukunftsträume schlimmer oder besser sind als Vergangenheitsträume? Ich weiß es nicht. Beides macht Angst. Vergangenheit, Zukunft.
Hab an dem Abend vor paar Tagen noch am Schreibtisch gesessen und diese Verbundenheit gefühlt. Hab gedacht, dass ich endlich diese "Verbindung" zu dir los bin, die ich immer zu dir gespürt hatte. Weg. ich war froh und gleichzeitig traurig. die Mauer um mich rum ist fest gebaut. Viele verzweifelte Lacher, viele ehrliche Tränen machen die Mauern unfassbar stark - selbst gegen Dich.
Und an dem Abend fragte man mich nach Wochen das erste Mal wieder, ob ich von dir nochmal was gehört hatte.
Nein, natürlich nicht. zuletzt vor Monaten. Sei es drum.
Innerlich habe ich gespürt, dass an dem Tag etwas anders ist. Anders als sonst. die Trauer war da.
ich wache an dem Abend später auf - es ist nachts.
du hast geschrieben.
eine Mitteilung von BK.
Verbundenheit, Verbindung, du warst mein Herz - wann hört das auf? Ich hab's gespürt - SCHON WIEDER.

du schreibst Dinge, von denen ich dachte, dass ich sie nie lesen würde. Du bist nicht ganz offen gewesen, hast nicht Dinge gesagt, die man erhofft zu hören. du hast andere Dinge gesagt, wichtigere Dinge. Du warst ehrlich, behutsam ehrlich. Ich war geschützt von meiner Mauer ehrlich.
Vertrautheit, Wut, Vermissen, Erleichterung - alles war da, aber ich war ganz ruhig.
nun sitze ich hier, tippe, denn es macht mir doch noch was aus. du machst mir was aus.
du hast Dinge gesagt, mir gezeigt in diesem kurzen Gespräch, was mir unendlich wichtig war und ist. Was die Wahrheit zwischen dir und mir ist, unser Problemgrundnummer8 ist immer noch ungeklärt, aber wir haben für einen kurzen Augenblick uns offen gelegt - ganz behutsam. Ich fehle dir, du mir.
du fehlst mir.
in tiefster Verbundenheit.


aber BK, melde dich nicht mehr. du reißt Wunden auf, die du heilen könntest - es aber aus Gründen nicht tatest und auch jetzt nicht tust.
Du wirst immer eines der besten Dinge in meinem Leben sein und bleiben und das bisschen Glück werde ich schützen, auch wenn ich mir damit selber schade. rausbekommen tue ich dich sowieso nicht.

BK - du bist und bleibst.

und jetzt widme ich mich wieder meinem Leben.

08.03.2021 12:14 • x 3 #133


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BK, es ist viel passiert.
so viel, dass ich neben keine Kraft auch keine Zeit hatte, meine Gedanken niederzuschreiben.
Sortieren ist selbst unmöglich, weil sich gefühlt alles gerade überschlägt - "gerade" heißt in den letzten 7 Monaten.
es ist ein Stillstand, es fühlt sich nach Stillstand an, obwohl ich ein Rennen fahre und fahre und fahre und gefühlt ständig verliere und erneut antreten muss.
Es gibt viele Beifahrer in meinem Rennen. Und trotzdem verliere ich alleine.

Bei jedem Gewitter denke ich noch an dich. Gewitter im Himmel, Gewitter im Herzen.

BK, du bist mein bester Freund. Ich würde dich so gerne um Rat fragen, mich in deinen Arm legen und mich ausweinen. Wegen dir, wegen ihm.
Die Zeit, deine Nachricht, meine Verletztheit. Wo stehen wir jetzt?
Gestern sahen wir uns. das ist nun das dritte Mal in diesem Jahr. Ich lag in deinen Armen.
was tut mir weh? zu wissen, dass wir nicht sind? zu wissen, dass ich nicht mehr "wir" sind?
du fehlst mir, obwohl ich gestern in deinem Arm lag.
Ich fehle mir.

07.07.2021 11:36 • x 3 #134


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Fast wieder ein Monat vergangen.
Hab das Neu-Alte hinter mir gelassen.
Bist ja schließlich zurück in meinem Leben.
Hast mich vor zwei Monaten morgens angerufen, abends angerufen, nachts angerufen. Wolltest alles wissen.
Rosa Wolken in meinem Herz gepaart mit Gewitter im Kopf.
Du bist es noch immer.
Du bist da, ich bin da. wir sind nicht mehr da.
Jede Wunde reißt auf und zeigt mir, wie verletzt ich mal war.
wie verletzt du mich sahst, wie verletzt du nie warst.
hab jeden Tod drei mal erlebt, hab gespürt, wie ich innerlich gestorben bin - aber niemals ganz gegangen bin.
hab dir gesagt, wie ich's in ordnung find, wie ich kaputt geh, aber nie gesagt, wie ich wirklich denk,
ich wollt dich nicht verletzten, wollt Grenzen und Mauern ziehn, dich in die Ecke treiben, dich dahin treiben, wo es nur noch uns beide gibt.
Hab gesagt meine Festung ist auf Sand gebaut,
muss sagen, die Festung ist im Sand verstaubt.
Drei Worte von dir, ein Blick, deine Hand - bin gefallen, bin verrannt.
Möcht dir nicht mehr sagen, wer ich bin und wo ich bin.
Bin da, wo du mich gelassen hast.
Möcht schlafen, möchte warten, bis alles von neu beginnt.
Möchte nicht mehr reden, nichts mehr sehen, will nur, dass du endlich siehst, was dir (nicht mehr) fehlt.
Bin wie Asche verbrannt und du hast nur zugesehen.
Meldest dich wieder bei mir, bist da, wir sind da - doch wo bist du?
Arme auf, Herzen auf, gab es dir wieder doch du wolltest es nicht.
Ich schenkte dir alles, aber dir bedeutet es nichts.
Ich bin wieder die Frau, die wegen dir traurig ist.
Die Hoffnung schlug Funken, Tränen wurden Meere
- sollte doch vor Monaten schon ertrunken sein. Ich sprach vor Monaten davon ertrunken zu sein.
Rettungsweste hat mich gerettet, aber was war es? Was hat mich gerettet?
Fast naiv zu denken, dass du der Anker warst, dass schlechte Zeiten so sind.
Ich war nie blind, mein Herz hat nur weggesehen.
Bin jetzt nicht blind, nur lieber nichts fragen, denn am Ende kann ich kaum noch tauchen.
Jede Hoffnung die ich in dich setz' war Trauer für meine eignen Träume. Schrie dich an um Hilfe aber dich erreichte nichts.
Dann drehte ich mich um, damals und auch heute, von dir kommt nichts - denn dein Gewissen ist erleichtert.
Nichts ist cool und gut zwischen uns wie du denkst. Das Tränenmeer zerfließt die Mauern aus Sand.
Die Mauern aus Granit sind gesprengt.
Ich wollte für dich einfach ein Jemand sein, kein Niemand sein.
Du erzählst mir von Vertrauen in uns, welches du vielleicht nie empfandest.
So zu tun, als ob man das Vertrauen hat nie gekannt - wie kann man was vertrautes so ertrinken lassen?
Wolltest du wirklich sehen, wer du bist, wenn du in den Siegel siehst?
Siehst du dich, wenn du heut in den Spiegel siehst?
Nächtelang kein Schlaf wegen dir nach all den zwei Jahren um mich heut zu fragen: War es wirklich wahr?
Meine Gefühle ein Spielplatz.
freu dich, wenn du jetzt glücklich bist, denn ich bins auch - irgendwann.
habs dir nie bös genommen, denn das beste lässt man immer an sich ran.
dieses mal ists was andres und doch häng ich mich gleich auf.
wollt dir nur sagen, wie's mir geht, seitdem du gegangen bist.
will nicht mehr wissen, was du tust und wer du bist.
hab gehofft, dass wenn ich geh, geht ein stück von dir mit.
alles was ich für dich empfand hast du nicht kaputt gemacht.
alles was wir mal warn hast du ein stück kaputt gemacht.
alles was wir taten hats ein stück ´weit kaputt gemacht.
und egal was du tatest, meine arme waren offen und ich meinte, dass es mir leid tut.
ich meins ernst, danke jetzt für gar nichts.
hab mein herz ertrinken lassen um zu sehen ob es noch da ist.
du bist noch da, war fast blind vor Liebe.
Hast per Nachrichten erklärt was ich dir bedeute,
hast per Nachricht kein mal erklärt, dass wir dir noch was bedeuten.
Egal was du tatest, ich war nie die, die dich aufgab
ich durchkämpfte jeden Schmerz, egal, wie stark du drauf trittst
du bist gegangen, selbst dann hab ich noch gekämpft, obwohl wir am aus sind.
ich stand da und hab dich vor mir selber verteidigt.
hin und her lief ich in der Hoffnung dich zu finden.
du warst schon lange weg, als du zurück zu mir kamst.
Bin nicht mehr als deine Ex.
Bin nur eine von vielen,
denn sonst wärs anders.
Hast gegrüßt und gewunken,
umzingelt von andren.
War nur die kleine Frau, die mal vor dir stand und sich verbunden fühlt'.
weißt du, wie es ist, wenn die Leere einen übersicht? du hast mich übersehn, gewunken, gesagt, dass du es nicht besser wusstest.
Gott soll mein Zeuge sein, er weiß, wies in mir drinnen aussah.
Gott soll mein Zeuge sein und spürn wie ich nie aufgab.
Alles was wir warn soll endlich in mir kaputt gehn, alles von uns ist in mir vereint,
kann die Last noch kaum tragen, Liebe gehört schließlich zwei'n.

03.08.2021 09:10 • #135



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