_Lydia_
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Zitat von U-I-B:
Liebe scheint atsächlich ein veraltetes Konstrukt zu sein, was heute nicht mehr bestehen kann. Im Hinblick darauf, dass die meisten Menschen nur noch ihren Interessen nachgehen, auch kein Wunder. Liebe und Beziehungen nebst Partnerschaften heißt eben auch, Kompromisse ein, auch mal sich zurücknehmen usw. Das ist heutzutage verpöhnt, die Menschen werden ja geradezu darauf hingearbeitet, immer mehr, immer weiter und immer kompromissloser zu agieren und ihren Bedürfnissen in allen Bereichen auch so nachzugehen.
Ich finde nicht, dass es ein veraltetes Konstrukt ist.
Aber Du formulierst Deine persönliche Ansicht hier schon ziemlich pauschal.
Das kannst Du sagen, weil Du es wohl so erlebt hast oder gerade tust. Was ist mit den Menschen, denen dieses Privileg nicht (mehr) zuteil kommt?
Ich habe wie gesagt auch einige Brocken in den letzten Jahren hinter mir.
Aber dennoch möchte ich lieben und geliebt werden und bleibe neugierig auf alles was kommt.
Ich habe gerade durch diese schlimmen Erfahrungen so viel über mich selbst und meine eigene Einstellung gelernt und bin dafür letztlich sehr sehr dankbar.
Schön und gut, jeder muss bei sich anfangen, um Änderungen zu bewirken. Was aber, wenn das System, in dem man lebt, dieses im Wege ist und andere Mechanismen hat, denen man nicht gerecht werden kann. Was dann?
Das ist immer eine Betrachtungsweise.
Es gibt kein "System, das im Weg ist".
Ich war jahrelang in einer "Schleife", seit dem Ende der letzten Beziehung habe ich alle Türen geschlossen. Aus Selbstschutz, aus Erkenntnis heraus, dass ist nicht meine Welt, mein Denken. Ich bin und fühle mich da auch alleine, es gibt keinen Menschen mehr da draußen, der wie ich lebt, empfindet und denkt und/oder handelt. Dazu unzählige unbeantwortete Fragen, das Warum wird mich mein Leben lang begleiten. Und ich bekomme, finde keine Antwort. Solange dieses für mich nicht lückenlos geklärt ist, wird sich das auch nie ändern. Ich stehe für Beständigkeit, für Unveränderbarkeit in Ansprüchen und Werten in einer Beziehung. Das ist aber heutzutage nicht mehr zeitgemäß - ich weiß das. Also bleiben nur noch lockere Sachen wie ONS oder eben lutschige flutschige Affären - eben das mitnehmen, was geht. Wie ich schon sagte. Nicht gut, nicht schön ,aber eben meine Realität. Wobei seit der letzten Destruction nicht mal das geschehen ist. Aber ich werde auch nicht jünger und muss mich entscheiden. Entweder anpassen und wenigstens ein paar Krümel vom Kuchen absammeln oder eben hungrig ins Bett gehen, wie man so metaphorisch sinniert.
Durch diesen Selbstschutz und sich immer wieder sagen, dass die Welt, oder das System negativ sind, weil Du es als negativ empfunden hast (oder immer noch tust), denkst Du, Du seiest der einzige Mensch, dem bestimmte Werte wie Du sie ansprichst wichtig sind und alle anderen sind die "Gegner".
Aber darum geht es doch m.E. überhaupt nicht. Dieses dysfunktionale Denken und dieser Modus, sich als Opfer seiner Umgebung zu sehen, das alles kannst ja nur Du selbst auflösen.
Kennst Du die sog. Spiegelfunktion, oder das Gesetz der Resonanz?
hallo Udi.
