U-I-B
Gast
Gleich vorweg, alle hier genannten Aussagen sind zu einem gewissen Teil richtig, aber in ganz wenigen Teilen auch nicht.
Fakt ist beim Kennenlernen einer neuen Frau, dass eine gewisse Palette an Dingen vorhanden und selbstverständlich sein sollten.
Dazu gehören u.a.:
- eine berufliche Tätigkeit
-ein eigenes Einkommen
- Freunde, Hobbies, ein Leben halt
- möglichst ein optisch ordentliches, möglichst gutes attraktives Äußeres
Und nun zum Thema Insolvenz: Einer (ich glaube KGR) meinte, die Insolvenz zu verheimlichen. Ich persönlich halte das für keine sinnvolle und gute Idee. Erstens kann man das im nationalen Schuldenverzeichnis sofort nachlesen ,wenn man ein paar Grunddaten hat.
Zweitens das Kennenlernen mit solchen Heimlichkeiten oder Lügen zu beginnen kann nicht gut ausgehen.
Drittens: Meine Insolvenz ist ein Teil meines zurückliegenden Lebens, die war von mir weder gewollt noch geplant, sondern unumgänglich. Aber die Schulden müssen ja reguliert werden und eine Insolvenz ist nun einmal eine Möglichkeit.
Was unbestreitbar ist, eine Insolvenz ist ein Hindernis beim Kennenlernen von Frauen, zumindest jenen, die damit noch nie in Berührung gekommen sind. Sie kennen nicht die Auswirkungen, Hintergründe etc. Oft wird man als Versager und Pleitegeier dargestellt. Habe ich so schon wörtlich vernommen. Solche Frauen muss ich aussieben, was sich aber problemlos darstellt, denn die verabschieden sich recht schnell.
Sie haben u.a. Angst, an der Insolvenz beteiligt zu werden. Da hilft auch meistens nicht darauf hinzuweisen, dass man seine Angelegenheiten regelt und in den Griff bekommt. Eine Insolvenz ist wie ein Bauchgurt, der eng gezurrt ist.
Eine Frau, die gerne und viel verreist, wird dieses oft alleine machen müssen - für viele ein No Go.
Ein Auto bzw. eine gute Mobilität setzen auch viele voraus, die ist in der Insolvenz naturgemäß limitiert. Manchmal darf mal einen PKW behalten (z.B. um einen Job auszuüben). In meinem Fall ist das aber nicht so ,daher würde ich bei meiner Inso.-Verwalterin auch abprallen, wenn ich versuchen würde, die zu überzeugen, Geld für einen PKW beiseite zu legen oder zu investieren. Ist gleich von Beginn an erledigt, das Thema.
Für mich persönlich ist die Insolvenz kein großes Problem, es wird höchstens ausseitig zum Problem gemacht. Da kann man halt nur aussieben und entsprechend andere Frauen kennenlernen. Und jetzt die Crux:
Die gebundenen Frauen hatten deutlich weniger ein Problem damit als die ungebundenen Frauen. Soll aber keine Verallgemeinerung sein, es war in meinem Fall so. Andere Menschen können da sicherlich auch andere Menschen kennengelernt haben, kommt immer individuell darauf an.
Ob meine Insolvenz vorzeitig durch sein wird - ich hoffe es. Wie schon berichtet wurde, bevor überhaupt Schulden abgebaut werden können, sind die Kosten für die Insolvenz komplett zu bedienen - erst dann können überschüssige Gelder zum Schuldenabbau genutzt werden. Dann gelten die rechtlichen Sätze gem. Reform von 2014. Ich gehe davon aus, dass ich in die 5 - Jahre- Inso. reinrutsche, mit Glück auch in die 3 -jährige Inso, dass kann aber nur das Gericht bzw. die Verwalterin beantworten. Ich kann da nur abwarten.
Wie auch immer, auch aus meiner vorherigen beruflichen Erfahrung, bis eine Insolvenz komplett verarbeitet ist und keine Probleme mehr bereitet in allen Lebenslagen, dauert es ca. 10 Jahre - plus minus 1-2 Jahre. Von daher ist mein Ausspruch um meine berufliche Karriere brauche ich mir keine großen Gedanken zu machen nachvollziehbar - erst mit Mitte 50 bin ich durch, nicht mehr weit weg von der Rente. Diese wird später nicht ausreichen, ich werde also dann auch ergänzend Sozialhilfe in Anspruch nehmen müssen. Etwas beiseite legen kann ich - wie bereits geschildert - nicht, ich darf es nicht einmal, nennt man Ansparen und ist in der Inso verboten. Auch wenn´s lächerlich ist, es ist aber so.
Was das Kennenlernen von Frauen betrifft in einer Inso - ich gehe damit offen und selbstbewusst um, bin mir der Wirkung bewusst. Aber die Tatsachen sind nun einmal unveränderbar und wenn eine Frau damit Probleme hat, ist sie nicht für mich geeignet.
Niemals würde ich eine Frau haben wollen, die mich aushält. Ich kann, möchte, will und werde mein Leben immer selbst finanzieren. Was nicht geht, geht nicht. Trotzdem lebe ich für meine Befindlichkeiten ausreichend gut, manches geht zwar nicht, aber davon geht die Welt für mich nicht unter.

Zitat von YsaTyto:Und Du darfst nicht vergessen, dass es meistens ganz anders kommt, als man gedacht hätte. Ein toller Partner kann auch enorme Energie freisetzen, inspirieren. . .Und schwups ändert sich auch die eigene Lage. Man hat eine gemeinsame Geschäftsidee und vieles vieles mehr.
Das war bei meiner Ex auch so und das Ergebnis ist bekannt.Mit Verlaub, ich würde mich nie wieder mit einer Partnerin zusammen selbstständig machen, generell nie wieder selbstständig sein wollen. Da gibt´s einfach zu viele Risiken, die Vorteile wiegen das nicht auf.
