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Das Alleinsein macht mich kaputt

C
Zitat von williams:
Der Therapeut hat somit die zusätzliche Hürde

Ja, es kann einem mega gagga machen, gerade wenn man nicht weiß, wo man steht. Und für alle anderen, die nicht in Therapie sind, gibt es ja das Forum hier.

x 1 #2251


Spreefee
Zitat von Trebor72:
Sorry, hast du den Titel vielleicht?


Das Kind in dir muss Heimat finden,

Sorry auf Youtube nur als Hörprobe

Ich schicke dir einen Link per PN, dann bekommst du es kostenlos.

x 1 #2252


A


Das Alleinsein macht mich kaputt

x 3


T
Zitat von Spreefee:

Das Kind in dir muss Heimat finden,

Sorry auf Youtube nur als Hörprobe

Ich schicke dir einen Link per PN, dann bekommst du es kostenlos.


Danke, das ist sehr freundlich

x 3 #2253


M
Zitat von Trebor72:

Danke, das ist sehr freundlich

Und ich finde, dass du Spreefees Freundlichkeit voll freundlich kommentiert hast Glücklich Das liest man hier selten.

Sweet!

x 3 #2254


Spreefee
Zitat von williams:
Für Therapiestunden vorauseilend lernen zu wollen, erschwert die Therapie ungemein, weil zum eigentlichen Thema der präparierte confirmation-bias hinzutritt. Der Therapeut hat somit die zusätzliche Hürde, das angelesene Halbwissen wieder einzuordnen.




Meine Meinung:

Es ist kein Fachbuch. Damit nimmt man den Therapeuten auch nix ab oder eielt nicht voraus. Man eignet damit sich kein psychologisches Wissen an und erschwert dem Therapeuten auch damit nichts, eher erleichtert es dem Therapeuten.

Den er nimmt zur Kenntnis, dass sich sein Gegenüber mit sich selbst auseinandersetzen kann.

#2255


T
Zitat von milano30:
Und ich finde, dass du Spreefees Freundlichkeit voll freundlich kommentiert hast Glücklich Das liest man hier selten.

Sweet!


Das ist eine Selbstverständlichkeit.
Danke zu sagen, sollte immer drin sein daumen hoch

x 2 #2256


F
Zitat von Bones:
findet.Mir ist der Teil des Schattenkindes dafür schwerer gefallen


Den hatte ich schwupsiwups raus. Liegt vielleicht daran, dass ich vorher schon mal Therapie hatte und es mir somit vielleicht leichter fiel.
Sie schrieb zwar von zwei drei "Glaubenssätzen" hab aber ca. 10 gefunden, das gab mir zu denken. Smile

Zitat von williams:
Der Therapeut hat somit die zusätzliche Hürde, das angelesene Halbwissen wieder einzuordnen


Das meinte ich ja, dass das Buch nicht alleine hilft. Ich habe es als Ergänzung genommen.

x 2 #2257


Spreefee
Zitat von Trebor72:
Das ist eine Selbstverständlichkeit.
Danke zu sagen, sollte immer drin sein


Hier verwechseln viele den Danke Klick wie bei Facebook ein Like.

Und das sehe ich ganz anders. Ein Danke hier auch für Beiträge, deren Meinung ich nicht habe.

Ein Danke Klick dafür, dass jemand den Mut hat, sich zu öffnen.

Ein Danke Klick auch dafür, dass ich nicht der Meinung bin und trotzdem eine konstruktive Auseinandersetzung mit dem Thema beinhaltet.

Es geht darum, auch tolerant zu sein. Es geht hier für mich nicht um Lagerbildung. Eher darum, dass der TE sich mit den unterschiedlichen Meinungen lernt sich auseinander zu setzen. Sich eine eigene Meinung zu bilden. Auch gebe ich besonders gern ein Danke, wenn die andere Meinung hinterfragt wird.

Es ist zu einfach für mich in Schwarz und Weiß zu kategoriesieren. Eine Diskussion ist nur möglich, wenn man versucht zu verstehen, statt zu negieren.

Zitat von Friedel:
Ich habe es als Ergänzung genommen.


Das ist wichtig. Und ob davor, dabei oder danach, ist halt abhängig davon, wann man diesem Buch begegnet. Der Therapeut gibt einem kleine Antworten, ebenso wie das Buch selbst.

Ich finde es halt wirklich wichtig, dass man es nicht nur liest, sondern andere Menschen an seiner Seite hat, seine Erkenntnisse zu diskutieren.

x 2 #2258


C
Zitat von Spreefee:
sondern andere Menschen an seiner Seite hat, seine Erkenntnisse zu diskutieren.

Eben drum sind wir hier, auch wenn wir überwacht werden. Was ich in letzter Zeit Werbung und Emails aufs Handy geschickt bekomme und deren Inhalt sich noch rein zufällig sich mit dem decken, nach was ich hier google.
Jetzt mal ne andere Frage, warum haben in dieser Zeit alle soviel mit dem Selbstwert zu kauen?
Daraus entsteht eine Dynamik, das sich viele einen aufgesetzten Selbwert aneignen und genau das Gegenteil werden, nämlich unnahbar. Ich bin mir sowieso der wichtigste Mensch im Leben, die anderen sollen bleiben wo der Pfeffer wächst.

x 1 #2259


Spreefee
Zitat von Cinderella01:
Jetzt mal ne andere Frage, warum haben in dieser Zeit alle soviel mit dem Selbstwert zu kauen?
Daraus entsteht eine Dynamik, das sich viele einen aufgesetzten Selbwert aneignen und genau das Gegenteil werden, nämlich unnahbar. Ich bin mir sowieso der wichtigste Mensch im Leben, die anderen sollen bleiben wo der Pfeffer wächst.


Du bist auf dem richtigen Weg. Andererseits auch auf dem Weg ins andere Extrem.

Ausgrenzung ist genau das, was man oft bei anderen verurteilt.

Der Weg des Lebens ist die Mitte.

Weder Schwarz noch Weiß oder Richtig und Falsch ist der Weg der Wege.

Zitat von Cinderella01:
Eben drum sind wir hier, auch wenn wir überwacht werden. Was ich in letzter Zeit Werbung und Emails aufs Handy geschickt bekomme und deren Inhalt sich noch rein zufällig sich mit dem decken, nach was ich hier google.


Damit verdient Google sein Geld. Das ist der Preis den man dafür bezahlt, Google zu nutzen.

Alternativ ein anderer Browser. Opera zum Beispiel. Damit hält es sich bei mir in Grenzen.

x 1 #2260


C
Sollte eher Abgrenzung heißen?

x 1 #2261


Spreefee
Ja, sich abgrenzen, dass ist kein Ausgrezen. Das bedeutet, dass man es nicht persönlich nimmt.

Damit ist man dann auch weniger verletzlich. Es ist ja die eigene subjektive Sichtweise, die diese Verletzungen zulässt.

x 2 #2262


Y
@Cinderella01
Zitat:
Ich frage mich gerade ob dieser ganze Freiheit, Selbstliebe, Augenhöhe und Unabhängigkeitskram nur eine Zeiterscheinung ist? Weshalb gibt es soviele Single und Allein?

darüber musste ich gerade richtig lachen Glücklich
naja, die Single und Allein müssen ja unterhalten werden Mr. Green
Neh, mal im Ernst- klar gibt es da wichtige Psychoerkenntnisse (ich selbst las ja Psycholektüre bis zum Erbrechen. Auch das gerade thematisierte Buch, das mir allerdings gar nicht zusagte), aber es ist eben wie in allen Lebensbereichen: die Masse zieht hirnlos mit. Jeder, der mal einen Selbstfindungsworkshop auf Malle gemacht hat, veröffentlicht danach ein Buch mit dem Titel "Der ultimative Durchbruch in 3 Minuten!". Viele andere "Psychomoden" würden genau so gut ziehen.

x 3 #2263


W
Zitat von YsaTyto:
Neh, mal im Ernst- klar gibt es da wichtige Psychoerkenntnisse


Ich würde mir wünschen, in, sagen wir, 100 Jahren noch einmal auf die Welt zu kommen und dann zu hören, was diese Zeit zu den heutigen Psychoerkenntnissen zu sagen hat.
Das meiste wird dann wohl schon ins Genre Prosa fallen.
Mir fällt bei solchen Diskussionen immer der Fall der im letzten Jahr in Thailand wochenlang in einer Höhle gefangenen Kinder und Jugendlichen ein, über deren nachhöhlige Befindlichkeiten und Therapiemöglichkeiten (Eltern eingeschlossen) die Experten hierzulande sich lang und breit und wichtig ausgelassen haben. Wären sie denen in die therapeutischen Hände gefallen, hätten sie wohl allesamt jene Traumatisierung erlitten, die ihnen so glücklicherweise erspart geblieben ist. Samt natürlich der entsprechenden jahre-, wenn nicht lebenslangen Therapie.
Man muss das Schwein des Geburts- und Lebensortes haben, sonst kann es schnell kritisch werden.

x 1 #2264


M
Zitat von whynot60:

Ich würde mir wünschen, in, sagen wir, 100 Jahren noch einmal auf die Welt zu kommen und dann zu hören, was diese Zeit zu den heutigen Psychoerkenntnissen zu sagen hat.
Das meiste wird dann wohl schon ins Genre Prosa fallen.
Mir fällt bei solchen Diskussionen immer der Fall der im letzten Jahr in Thailand wochenlang in einer Höhle gefangenen Kinder und Jugendlichen ein, über deren nachhöhlige Befindlichkeiten und Therapiemöglichkeiten (Eltern eingeschlossen) die Experten hierzulande sich lang und breit und wichtig ausgelassen haben. Wären sie denen in die therapeutischen Hände gefallen, hätten sie wohl allesamt jene Traumatisierung erlitten, die ihnen so glücklicherweise erspart geblieben ist. Samt natürlich der entsprechenden jahre-, wenn nicht lebenslangen Therapie.
Man muss das Schwein des Geburts- und Lebensortes haben, sonst kann es schnell kritisch werden.


Witzig, dass du das ansprichst. Spiritualität, Mystik, mystisches Wissen, magisch-mythisches Denken wie man es auch immer nennen möge, ist so alt wie die Welt. Sie ist im Menschen tief verwurzelt und birgt einen Schatz an Wissen und Weisheit, den wir endlich wieder umfassend bergen sollten. Gerade hinsichtlich des Zustandes unserer Beziehungen.

Ich plädiere jetzt nicht dafür, dass jeder sich umkrempeln soll von links auf rechts und Gott in sich finden soll, sondern eher, dass wir uns bewusst machen, warum empfindet ein Mensch, wie KGR Einsamkeit ohne eine liebende Partnerin an seiner Seite. Können wir dem mit noch mehr Programmen (Beispiel UK und sein Ministerium für Zauberei, Entschuldigung Einsamkeit), Zwangsablenkung, Apps und Dating-Wahnsinn entgegentreten. Wohl kaum, wenn das ganze Sozialgedöns eine Quelle des ganzen darstellt.

Einsamkeit bzw. unfreiwilliges Alleinsein ist ein nagendes Gefühl von Ausgrenzung, fehlender Teilhabe, sie ist ein implizites Werturteil i. S. v. du hast es nicht geschafft einen Partner zu finden und die Partnerschaft zu erhalten, mit dir kann was nicht stimmen, du darfst nicht mehr mitmachen. Einsamkeit ist mit Scham besetzt. Dabei ist es nicht mal das Alleinsein, was Einsamkeit erzeugt, sondern die Wertung dessen. Menschen fühlen sich ja ebenso mit Partner oder auch in Gesellschaft anderer einsam.

Wenn die Einsamkeit oder auch der Tod, als Teil unseres menschlichen Daseins anerkannt werden und die kreative Auseinandersetzung mit dem Alleinsein nicht mehr vermieden werden würde, dann würde beides nicht so stark tabuisiert. Schon von Kindesbeinen an würde wir beides leben und erleben: Gemeinschaft und Alleinsein. Es gibt in vielen spirituellen Kulturen einen Totenkult. Warum nicht auch einen Einsamkeitskult als Gegenentwurf zum Geselligkeitsideal?

Hier wird immer wieder gefragt, warum die Themen Selbstwert, Selbstliebe, Zufriedenheit mit sich selbst und leben des Status quo ohne vereinsamter Single zu sein oder dabei ein großes Unglück empfinden zu müssen, solch eine Rolle einnehmen. Zuletzt von Cinderella
Zitat:
Ich frage mich gerade ob dieser ganze Freiheit, Selbstliebe, Augenhöhe und Unabhängigkeitskram nur eine Zeiterscheinung ist? Weshalb gibt es soviele Single und Allein?


Dahinter verbirgt sich die Frage danach, ob ich hier einem großen Selbstbesch iss aufsitze. Betrüge ich mich selbst, wenn ich nicht nur ein diffuses Gefühl davon habe, Alleinsein und auch Einsamkeit ist vielleicht gar nicht so übel und stattdessen einen ganzen Lebensentwurf mit der dazugehörigen Portion Selbstbewusstsein entwickelt habe?

Warum erscheint es so abwegig und unglaubwürdig, wenn Leute eben so für sich gewählt haben? Der negativen Bewertung des Alleinseins wird sofort geglaubt und viel Verständnis entgegengebracht. Es werden Studien zu den Folgen von Einsamkeit herangezogen und so die Tendenz, der ganzen Angelegenheit einer Schlechtigkeit beizumessen, verstärkt.

Wäre es da nicht sinnvoller den TE zu fragen (wie wir es hier reihenweise getan haben), was hat die Bewertung Deines Status quo mit Dir und dem was dich geprägt hat zu tun. Warum fühlst du dich unverpartnert so unvollkommen. Warum hast du das Gefühl du kannst dich beim besten Willen nicht auf die Suche nach deinen Antworten machen, die über ein -ich habe mich halt in Beziehung schon immer besser gefühlt- und ich habe ein Anspruch darauf, das zu bekommen, zu erhalten und davon nicht abweichen zu müssen, hinausgehende? Klar, kannst du sagen, verpartnert ist das Leben lebenswerter, zusammen ist man weniger allein oder so bekomme ich erst ein Gefühl für meine Existenz. Aber es wird Dir immer und immer wieder vor die Füße fallen, wenn du dann wieder in einer Trennungssituation steckst.

Tief verankerte Glaubenssätze verschwinden nicht durch einen Partner, sie können auftauchen oder überdeckt werden. Der Glaube weniger zu sein, weniger zu haben, weniger vom Leben zu bekommen, wenn man ohne einen Zweiten ist, hat etwas mit Bewertung zu tun. Er ist ein selbstkreiertes Stigma, das mir die Fesseln der Abhängigkeit anlegt. Und es gibt einen Unterschied zwischen Bindung und Abhängigkeit.

KGR du magst jetzt oder nie so weit sein, dass du dem Alleinsein eine positive Komponente beimessen kannst. Aber du kannst das Verstehen fördern, für Dich. Wahre Freiheit wird doch erst in gelebter Unabhängigkeit mit sich selbst erlebt, so meine These. Wie ich dich verstanden habe, möchtest du nicht nur verpartnert sein, sondern frei von unguten Gefühlen. Deshalb der Versuch hier, Dir die Werkzeuge der Erkenntnis an die Hand zu geben, um dich frei zu machen im Sinne von Self-Empowerment.

freunde

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