Zitat von milano30:@KKKL klingen gut Deine Pläne. Es freut mich für Dich, dass Du da für Dich angekommen bist. Klingt gesund und richtig. Ich denke je früher im Leben, desto besser. Das wird Dir für die nächste Beziehung sicherlich mehr Vertrauen in dich selbst und andere geben und auch mehr Stabilität.
Ich bin 40 geworden. Du bist so alt wie mein jüngerer Bruder, er hat noch keine richtige Umbruchphase, weil er erst noch seine Dissertation beenden muss. Aber danach wird das bei ihm bestimmt auch zum Thema. Er betrieb Sinnsuche durch alleine reisen.
Ich hatte nie einen starken Kinderwunsch, das wurde jetzt erst Thema, aber es ist nicht mein Lebensziel. Deshalb kann nicht sagen, wie es sich zeigen wird und ob überhaupt noch. Ich habe rein biologisch nicht mehr viel Zeit, aber das hat mich komischerweise nie in Torschlusspanik versetzt, ich glaube da geht es manch anderer Frau anders. Ich liebe Kinder und die mögen mich meist auch sehr. Ich denke das Muttersein bekomme ich gut hin, nur ich würde da einfach den passenden Mann zu finden wollen. Und wenn der nicht in mein Leben kommen mag, dann ist das ok so.
Sehr verständlich wie du dich selber beschreibst und ich glaube, dass auch du dich gerade dabei bist doch so aufzustellen , dass alleine Dir mit Dir selbst gut geht.
Du erwähnst die Sinnsuche und ja, das trifft es perfekt.
Was ist mein Sinn für mein Leben?
Ist es die Zufriedenheit und die stabile Basis mit mir selber oder der Wunsch nach einer Partnerin mit der ich eine Basis errichten möchte.
Wie das lief bis jetzt ist bekannt.
Mein Stand ist, dass ich mir nach wie vor eine tolle Partnerin wünsche, denn alles andere wäre gelogen, das bin nicht ich.
Ich wünsche es mir von ganzem Herzen aber erzwingen kann man nichts und frustriert mich nur.
Meinen Fokus möchte ich nun davon weglenken auf mich selbst.
Der Wunsch bleibt aber.
In mir wächst aber gerade immer mehr die Überzeugung, dass es so kommt wie es kommen wird aber ich selber bleibe immer mein bester Freund und gehe mit mir bewusst um und entfalte mich.
Mit Dingen die bleiben und mich wachsen lassen.
Ich war jetzt eine Woche auf einem Festival mit Freunden .
Viel geredet , manchmal bewusst alleine vor einer Bühne gesessen und nachgedacht.
Dann hat mich ein Gedanke sehr ergriffen:
Dass es schlimm ist wenn man vielleicht am Ende die ganze Zeit etwas hinterhergelaufen ist , nach etwas gelechzt hat, das man sich selber erfüllen kann .
Zuwendung, Zufriedenheit , Ruhe und Horizonterweiterung.
Natürlich wünsche ich mir trotzdem jemanden, der ich abends den Kopf kraulen kann, jemanden zum kuscheln und sein Leben zu teilen.
Körperlichkeit.
Und ich akzeptiere dieses Bedürfnis als ein normales und zu mir gehörendes.
Es wird kommen wie es kommt.
Kurzum:
Der Gedanke bald mit meiner Vespa zum italienischkurs zu fahren macht mich glücklicher als wie getrieben mich durch Tinder zu wischen.
Tränen und Trauer lasse ich zu und ich bin auch stolz meiner Ex nochmal geschrieben zu haben was ich für sie empfunden habe.
Ich möchte nicht mehr hart sein, weder zu anderen, noch zu mir.
Das wird schon werden.